Signal

Signal - die sichere Messenger-Alternative

Auf dem stetig wach­senden Messenger-Markt bieten sich Nutzern immer mehr Alter­nativen. Als solche über­zeugt Signal vor allem durch seine Sicher­heit. Neben Ende-Zu-Ende Verschlüs­selung bietet der Messenger seinen Nutzern dabei noch mehr.

Signal - der Kurznachrichten-Dienst Signal - der Kurznachrichten-Dienst
Logo: Signal, Foto/Montage: teltarif.de
Nicht zuletzt aufgrund der Sicher­heit haben viele Nutzer bei der Verwen­dung von WhatsApp, Face­book Messenger und Co. Bedenken. Wer auf der Suche nach einer sicheren Alter­native ist, stößt immer häufiger auf den Namen "Signal". Der Messenger, welcher sich ausschließ­lich aus Spen­dengel­dern finan­ziert, soll Nutzern möglichst geschützten Daten­verkehr gewähr­leisten.

Verfüg­barkeit und Voraus­setzungen

Die Signal-App steht sowohl Android-Nutzern (ab Android 4.4) als auch iOS-Nutzern (ab iOS 10) zur Verfü­gung. Darüber hinaus gibt es den Dienst auch als Desktop-Version für Mac, Windows und Debian-basiertes Linux. Sämt­liche Versionen sind für den Verbrau­cher kostenlos.

Down­load-Links für alle Betriebs­systeme finden Sie auf der offi­ziellen Website von Signal. Signal - der Kurznachrichten-Dienst Signal - der Kurznachrichten-Dienst
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Die wich­tigsten Funk­tionen

Unter den Funk­tionen von Signal befinden sich die übli­chen Emoji-Reak­tionen und Chat-Verzie­rungen. Durch eine Reihe von Kurz­befehlen wird der Umgang mit dem Dienst in der Desktop-Version deut­lich verein­facht und effi­zienter. Außerdem haben Nutzer, ähnlich wie bei WhatsApp oder Tele­gram, die Wahl zwischen einem normalen und einem Dark­mode. Dies gilt sowohl für die Smart­phone- als auch für die Computer-Vari­ante.

Eine der wich­tigsten Funk­tionen von Signal ist sicher­lich das verschlüs­selte Versenden von SMS/MMS wie auch das sichere Tele­fonieren. Die SMS/MMS-Funk­tion steht aller­dings ledig­lich Android-Usern zur Verfü­gung, da Apple nicht erlaubt, die Stan­dard-App für SMS zu ersetzen. Android-Nutzer hingegen können einstellen, dass Signal zur Stan­dard­anwen­dung für SMS und MMS wird. Somit werden Inhalte auf diesem Mittei­lungsweg mit demselben Schutz wie Signal-Nach­richten versehen.

Eine Liste der Funk­tionen des Dienstes können Sie auf dieser Website einsehen.

Signal-Account löschen

Nutzer können ihren Signal-Account problemlos mit wenigen Klicks löschen. Auf dem Smart­phone muss dafür ledig­lich das eigene Profil aufge­rufen werden. Über den Reiter "Erwei­tert" lassen sich das Konto und alle bishe­rigen Nach­richten löschen.

Die eigene Nummer kann auch mithilfe dieser Seite direkt gelöscht werden. Nutzer der Desktop-Vari­ante können ihre Nach­richten und Daten eben­falls über die Einstel­lungen in der Desktop-Anwen­dung unmit­telbar löschen.

Daten­schutz

Signal versteht sich unter anderem als Platt­form für User, deren Meinungs­frei­heit durch Repres­salien der Staaten, in denen sie leben, einge­schränkt wird. Dazu verschlüs­selt der Dienst Nach­richten nicht nur mit Ende-Zu-Ende-Verschlüs­selung, sondern bietet darüber hinaus auch den Service einer Sicher­heits­nummer an. Mithilfe dieser Nummer soll die Veri­fizie­rung des Kommu­nika­tions­part­ners eindeutig gewähr­leistet sein und vor soge­nannten "Man-In-The-Middle-Attacks" schützen. Nach erfolg­reicher Über­prüfung kann der Chat als "veri­fiziert" markiert werden. Weitere Infor­mationen zur Sicher­heits­nummer und deren Bedeu­tung sowie Verwen­dung finden Sie hier.

Zwar setzt Signal bei der Iden­tifi­kation und Regis­trie­rung der Nutzer auf die Tele­fonnum­mern (sicherer ist beispiels­weise Threema mit einer anony­misierten ID), jedoch bietet der Dienst mit der Sicher­heits­nummer und einer durch­gängigen, nicht abschalt­baren, Ende-Zu-Ende-Verschlüs­selung ein hohes Maß an Sicher­heit für den Verbrau­cher. Außerdem bietet Signal den Nutzern die Möglich­keit, mithilfe spezi­ellen Domain-Fron­tings Zensur zu umgehen. Damit wird das Sperren von Wörtern oder Inhalten für Nutzer, beispiels­weise durch repres­sive Regimes, deut­lich erschwert.

Einzig der Server-Standort in den USA könnte Nutzern ein Dorn im Auge sein, da sich der Dienst somit theo­retisch euro­päischen Daten­schutz­verord­nungen entziehen könnte. Grund­sätz­lich mutet der Kurz­mittei­lungs­dienst jedoch als eine der sichersten WhatsApp-Alter­nativen neben Threema und Wire an.