Sicherheit

Probleme bei automatischen App-Updates

Viele Smartphone-Apps werden regelmäßig aktualisiert. Dass die Updates nicht nur Verbesserungen, sondern auch Probleme mit sich bringen können, zeigen wir in dieser Meldung.
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Vorsicht bei App-Updates auf dem SmartphoneApp-Updates sollten nicht blindlings installiert werden. Veraltete Apps und nicht aktuelle Betriebs­systeme auf dem Smart­phone sind Sicherheits­risiken. Die Betriebs­systeme iOS, Android und Windows Phone bieten die Funktion, installierte Apps auto­matisch auf dem neuesten Stand zu halten. Dieses selbsttätige Aufspielen neuer Programme hat aber nicht nur Vorteile, wie das Portal mobilsicher.de berichtet.

Nach der Aktualisierung kann es zu Problemen kommen. Etwa, wenn sich ein Update nach Veröffent­lichung als fehlerhaft erweist. Dann ist es schon auf dem Gerät installiert, bevor man erste Warnungen erhält. Manchmal treten auch Sicherheits­probleme auf, oder das App-Update enthält gar Schad­software - ein Problem, das hauptsächlich die weit verbreiteten Android-Smartphones betrifft. Ursache von Fehlern können veraltete Daten im Cache oder verbliebene Programm­dateien sein, die mit der neuen Version nicht mehr kompatibel sind. Hier hilft nur, die App zu entfernen und sie erneut über den Store zu installieren. Bei iOS werden die lokalen Dateien bei der Deinstallation entfernt. Bei Android bedarf es des expliziten Löschens durch den Nutzer.

Neue Zugriffsrechte bei Update

Ein weiteres Phänomen beim auto­matischen App-Update sind die Berechtigungen, die sich Programme einräumen. Kommen neue Funktionen hinzu, kann es zum Beispiel vorkommen, dass eine App nach dem Update plötzlich auf das Mikrofon oder die Kontakte zugreifen möchte. Ist das automatische Update gewählt, müssen Nutzer aber die erweiterten Zugriffsrechte bestätigen. Wenn ihnen diese jedoch missfallen, gibt es kaum eine Möglichkeit, das Update ohne die erweiterten Rechte zu installieren. Unter Android gelingt das gezielte Setzen von Zugriffs­rechten durch das sogenannte Rooten des Geräts. Hierbei verschafft sich der Nutzer umfassende Administrations­rechte, was auf Kosten der Gewährleistung für das Smartphone oder Tablet gehen kann. Mit speziellen Apps wie dem SRT AppGuard können App-Rechte dann nachträglich gesteuert werden.

iOS-Nutzer können Zugriffs­rechte im Menüpunkt Einstellungen - Datenschutz beschränken und hier festlegen, ob bestimmte Apps auf eine Funktion zugreifen dürfen oder nicht. Werden jedoch zu restriktive Vorgaben gemacht, kann dies zur Funktions­untüchtigkeit einer App führen.

Automatische Updates sind kein Muss

Deswegen sind die automatischen Updates für informierte Nutzer, die auch gerne mal die Bewertungen anderer Nutzer oder Testberichte in der Fachpresse recherchieren, nicht nötig. Sie können selbst entscheiden, ob und wann sie die neueste Version installieren. Für alle anderen sind die automatischen Updates aber eine deutlich bessere Lösung, als seine Programme gar nicht aktuell zu halten. Wie Nutzer ihr Android-Smartphone entschlacken, zeigen wir in unserem Ratgeber "Android optimieren".

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