Soziale Netzwerke

Apps erleichtern die mobile Social-Media-Nutzung

Client-Apps helfen bei der Pflege verschiedener Nutzerkonten
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Soziale Netzwerke wollen auch unterwegs gepflegt werden. Dafür bieten die Platzhirsche eigene Apps fürs Smartphone oder Tablet. Diese Angebote reichen für die mobile Pflege des eigenen Profils von Normalnutzern aus. Dennoch können Alternativen je nach Anwendungsszenario sinnvoll sein.

Ist man zum Beispiel im Besitz verschiedener Social-Madia-Profilen, können so genannte "Social Clients" hilfreichen sein, da man mit ihnen in einer Anwendung alle Nachrichten und Statusupdates lesen und beantworten oder selber etwas auf allen Plattformen posten kann.

Auch der Schutz der Privatsphäre spricht für eine alternative App. Denn einige Anwendungen ermöglichen das individuelle Regulieren der Privatsphäre und des Datenschutzes. Die Facebook-App fragt etwa Kontakt- oder Ortsdaten ab. Dies kann bei anderen Apps unterbunden werden. Oft sind auch schon alternative Social-Media-Clients in den mobilen Betriebssystemen verankert. Damit kann dann direkt aus vielen Anwendungen heraus gepostet werden.

Alternative Client-Apps bieten Zusatzfunktionen

Client-Apps helfen bei der Nutzung sozialer NetzwerkeClient-Apps helfen bei der Nutzung sozialer Netzwerke Florian Glatzner vom Verbraucherzentrale Bundesverband hebt hervor, dass Clients von Drittherstellern oft Funktionen bieten, die über den Umfang der Originale hinausgehen oder übersichtlicher sind. Bei manchen alternativen Twitter-Clients könnten etwa die Tweets farblich gekennzeichnet werden.

Ein Beispiel dafür ist Tweetbot für iOS (zurzeit 2,69 Euro). Die App ist optisch übersichtlicher als die originale Twitter-App. Sie biete Zusatzleisten zur schnellen Navigation durch Ansichten und bereite Gesprächsverläufe übersichtlich gebündelt auf. Twicca oder TweetCaster für Android bieten ebenfalls viele Extras. Slices [Link entfernt] für iOS (4,50 Euro) sortiert die Tweets teils automatisch in Ordner und sorge für mehr Übersichtlichkeit. So ließen sich etwa Posts von Freunden oder News-Seiten voneinander trennen.

Ein Beispiel für eine alternative Facebook-App ist Friendcaster [Link entfernt] für iOS und Android. Besonders für Besitzer von beruflichen und privaten Facebook-Profilen gleichzeitig ist diese App geeignet. Denn sie ermöglicht das Einloggen in mehreren Facebook-Konten zur selben Zeit. Allerdings biete Friendcaster nicht alle Möglichkeiten der Facebook-App. Es bestehe die Gefahr, dass der Nutzer je nach persönlichen Sicherheitseinstellungen nicht alle Postings sieht oder seine Nachrichten nicht überall lesbar sind.

Auch die App HootSuite ist diesbezüglich keine wirkliche Alternative. So muss der Nutzer hinnehmen, dass er durch die Anwendungen zwar Komfort beim Pflegen mehrerer Kontakte erhält, allerdings bestimmte Features der sozialen Netzwerke wie Facebook, LinkedIn und Twitter innerhalb der App nicht nutzen kann. Als Besonderheit bietet HootSuite die Möglichkeit zur zeitversetzten Veröffentlichung der Postings.

Auf das Kleingedruckte achten

Wichtig für den Nutzer ist allerdings, sich vor dem Download der App die Nutzerbestimmungen und Zugriffsrechte durchzulesen. Denn gerade Google+, Xing oder LinkedIn seien längst nicht überall integriert. Dashboard-Dienste wie Sprout Social oder Falcon Social bieten die Integration vieler Dienste und umfangreiche Steuermöglichkeiten, kosten aber eine relativ hohe monatliche Abogebühr.

Werden die sozialen Netzwerke ausschließlich privat genutzt, ist die kostenlose Basisversion von Buffer eine gute Alternative. Mit Buffer kann man Statusupdates auf Facebook, Google+, Twitter, LinkedIn und App.ne [Link entfernt] t posten und zusätzlich die Reichweite messen. Auch das kostenlose Bottlenose.com bindet verschiedene Netzwerke ein, bietet aber keine Apps. Als Besonderheit stelle der Dienst Trendthemen aus den Netzwerken in einer Tagcloud dar, sagt Weck.

Das geringe Angebot entsprechender Apps liegt allerdings an den Plattformen selber. Facebook und Twitter schränken die Nutzung ihrer Schnittstellen verstärkt ein. Hintergrund sind unter anderem finanzielle Gründe, denn die meisten Apps verhindern das Einbetten von Werbung aus den jeweiligen Netzwerken.

Wichtig ist auch, bei der Auswahl der Social-Media-Apps auch auf die Vertrauenswürdigkeit der Anbieter achten. Schließlich ist die Kommunikation über diese nicht zwingend gesichert. So können theoretisch die Anbieter der Dienste und Clients alle Posts mitlesen oder auswerten können - genau wie die Netzwerke selbst.

Die teltarif.de-Meldungen darf dagegen jeder gerne in den Social-Media-Apps mitlesen. Hier finden Sie eine Übersicht zu den weiteren Diensten von teltarif.de

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