Reisekomfort

App-Test: Der mobile Service der Airlines zeigt Schwächen

In einem App-Test hat nicht jedes Angebot der Flug­gesell­schaften sehr gut ab­ge­schnitten. Viele Apps, mit denen der Kunde beispielsweise seinen Flugstatus überprüfen oder einchecken kann, erhielten lediglich ein befriedigend oder gut.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa

Die App von Sky Team schnitt bei dem Connect-Test am schlechtesten ab Die App von Sky Team schnitt bei dem Connect-Test am schlechtesten ab
Bild: iTunes, Bearbeitet: teltarif.de
Das App-Angebot der Airlines ist noch ausbaufähig: In einem Test der Zeitschrift Connect (Ausgabe 8/2014) erhielt keine der acht getesteten Flug­gesell­schaften und zwei Airline-Verbünden ein "sehr gut". Insgesamt standen 18 Angebote für die Betriebs­systeme iOS 7.1 und Android 4.2.2 auf dem Prüfstand. Zwei erhielten die Note "mangel­haft", zwei waren "ausreichend", fünf "befriedigend" und neun "gut".

Am besten schnitten die Apps von Air France mit 81 (für iOS) und 84 (für Android) von 100 möglichen Punkten ab. Beide erhielten das Prädikat "gut". Flüge buchen, umbuchen und einchecken sei mit diesen Apps besonders bequem. Zudem würden Kunden­anfragen via Twitter und Facebook beantwortet. Mit lediglich 54 (für iOS) und 51 ( für Android) Punkten stuften die Tester das Angebot von Sky Team als "mangelhaft" ein. Sie böten lediglich das Streckennetz des weltweiten Flotten­verbandes sowie einen "Lounge-Finder" für Flughäfen.

Die einzelnen Apps im Überblick

Die App von Sky Team schnitt bei dem Connect-Test am schlechtesten ab Die App von Sky Team schnitt bei dem Connect-Test am schlechtesten ab
Bild: iTunes, Bearbeitet: teltarif.de
Air Berlin: Die App der deutschen Flug­gesell­schaft Air Berlin bietet die Basics. So können Nutzer mit Hilfe der Anwendung Flüge buchen, den Flugstatus anzeigen lassen sowie einchecken. Die Tester bemängeln allerdings, dass die Anwendungen mit Logos überhäuft ist (beispielsweise von Air Berlin selbst, sowie Sixt und HRS) und dass die Menü­führung innerhalb der App etwas umständlich scheint. Air Berlin wurde für den übertriebenen Einsatz des Markennamens mit einem "befriedigend" abgestraft.

Air France: Besonders positiv ist bei dieser App aufgefallen, dass Kunden bis zu 24 Stunden Bedenkzeit haben, ehe sie den Flug bezahlen müssen. Zudem können Nutzer mit der mobilen Anwendung Flüge buchen, diese ändern sowie einchecken und den Flugstatus abrufen. Die App ist auf Deutsch verfügbar. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit auf die Browser-Seite zur Hotelbuchung weiter­geleitet zu werden. Mietwagen können via App bei der Firma Hertz reserviert werden.

American Airlines: Die Struktur der App soll laut Tester unergonomisch sein und sich auch durch einen anderen Aufbau innerhalb der Anwendung von der Konkurrenz unterscheiden. Die App überzeugt vor allem durch ihre ein­fache Menü­führung. Dank eines kleinen Sidebar-Menüs kann der Nutzer schnell auf die wichtigsten Funktionen zugreifen. Abzüge erhielt die App, da sie den online Check-in nicht unterstützt.

British Airways: Die mobile Anwendung der britische Flug­gesell­schaft ist nicht auf Deutsch verfügbar. Die Menü-Sprache ist Englisch. Auch der Funktions­unter­schied zwischen der Android- und der iOS-App fiel im Test eher negativ auf. Android-Nutzer können so weder den aktuellen Flugplan einsehen, noch zu den Schnäpp­chen­an­geboten gelangen. Positiv wurde das integrierte Telefonbuch angemerkt, mit Hilfe dessen die Nutzer die wichtigsten Telefon­nummern stets griffbereit haben.

Condor: "Übersicht­lich und ohne Schnickschnack", so wird die App der deutschen Fluggesellschaft Condor im Test beschrieben. Hierdurch erhalten die Nutzer eine gute Übersicht sowie einen schnellen Zugang zu den für sie wichtigsten Punkten wie Flugstatus oder Check-in. Einziges Manko: Eine mobile Bordkarte ist nicht verfügbar.

German Wings: Die Lufthansa-Tochter setzt bei ihrer App vor allem auf Flexibilität. So haben German-Wings-Kunden hier die Möglichkeit, Flüge noch bis zu einer Stunde vor dem Abflug auch per App umzubuchen oder zu Stornieren. Auch alle weiteren relevanten Funktionen wie Überprüfen des Flugstatus, Check-in usw. sind in der App integriert.

Bei der App von Air France steht dem Nutzer sogar ein digitales Bordticket zur Verfügung. Bei der App von Air France steht dem Nutzer sogar ein digitales Bordticket zur Verfügung.
Bild: Google Play, Bearbeitet: teltarif.de
KLM: Die KLM-App ist laut Testerergebnis über­sicht­lich und bietet alle wichtigen Funktionen, die eine Flug­gesell­schaft-App bieten sollte. Zudem werden, wie bei Air France, via Facebook oder Twitter gestellte Fragen zeitnah von den KLM-Mit­arbeitern beantwortet.

Lufthansa: Besonders die in der App integrierte Suchfunktion der deutschen Flug­gesell­schaft fiel im Test positiv auf. Die Eingabe eines Wortes liefert bereits umfangreiche Informationen zu verschiedenen Bereichen, in denen das Wort drin vorkommt. Über den Start­bild­schirm der Luft­hansa-App kann der Nutzer zudem alle innerhalb der App wichtigen Funktionen erreichen.

Sky Team Mobile: Obwohl Sky Team zu einem der größten Flottenverbände (Air France, KLM, Delta) der Welt zählt, konnte die App nicht überzeugen. Die Anwendung kann vornehmlich für die Suche nach Flügen genutzt werden. Das Buchen dieser war allerdings nicht möglich. Zudem ist die App nur in der Sprache Englisch verfügbar.

Star alliance: Der mit Sky Team konkurrierende Flotten­verband Star alliance (Lufthansa, Swiss, Turkish Airlines) schnitt geringfügig besser ab. Hier können ebenfalls nur die Flüge gesucht, die Flugstrecken eingesehen und der Flug­status abgefragt werden. Allerdings müssen sich Nutzer auch hier sowie bei der Sky-Team-Mobile-App vor Augen führen, dass es sich bei der App um eine Anwendung von dem Flotten­ver­band und nicht um ein Angebot der jeweiligen Flug­gesell­schaften handelt.

Die deutschen Unternehmen Lufthansa und German Wings erhielten für ihre Andriod- und iOS-Apps jeweils die Note "gut".

Mehr zum Thema Apps