Smartphone-Apps

Der Grüne Daumen: Hobby-Gärtner arbeiten heute mit Garten-Apps

Wer keinen grünen Daumen hat, sich aber dennoch als Hobbygärtner probieren möchte, kann einmal die aktuellen Garten-Apps ausprobieren. Sie geben nicht nur Tipps und Tricks bei der Pflanzenpflege, sondern alarmieren den Verbraucher auch, wenn die Pflanzen wieder gegossen werden müssen.
Von Jennifer Buchholz mit Material von dpa
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Rund 6,5 Millionen Deutsche buddeln, säen und pflanzen in ihrer Freizeit im Garten. Das geht aus Zahlen des Bundes­minis­teriums für Er­nährung und Land­wirt­schaft hervor. Dabei können auch Smartphones und Tablets helfen. Mit den richtigen Apps leisten die mobilen Endgeräte bei der Garten­arbeit wert­volle Dienste.

Heidi Hecht vom Grünen Medienhaus, gegründet auf Initiative des Zentral­verbands Garten­bau, empfiehlt zum Beispiel die App Pflanzendoktor für iOS und Android. Diese ist in die Rubriken Gemüse, Obst, Rasen und Zier­pflanzen unterteilt. Diverse Probleme wie beispiels­weise Hunde-Urin oder Algen im Rasen, Blatt­läuse am Gemüse oder Apfel­mehl­tau werden hier beschrieben. Außerdem besteht die Möglich­keit, sich mit Fotos des Problems direkt an erfahrene Garten­bau-Ingenieure zu wenden.

Die App ist zwar kostenlos, wurde aber im Auftrag eines Pflanzen­pflege-Her­stellers entwickelt. Deshalb gibt es statt Werbung ge­legent­lich Links zu dessen Produkten, die Nutzer aber auch ignorieren können. Ganz ähnlich wie Pflanzendoktor funktioniert der ebenfalls kostenlose Gartendoktor [Link entfernt] der Firma Bayer.

Spezielle Apps für Gemüse und Stauden

Pflegetipps für Pflanzen via AppPflegetipps für Pflanzen via App Die iOS-App Der Gemüse Gärtner von Entwickler Daniel Puschina ist eine nützliche Orientierung für alle, die auf dem Balkon oder im Beet Gemüse anbauen. Neben Tipps zu Aussaat, Anbau und Dünger liefert die Anwendung eine grafische Übersicht des Anbauzyklus. So weiß der Nutzer ganz genau, wann die Zeit reif ist für Brokkoli, Aubergine oder Buschbohnen. Farbige Balken verraten, in welchen Monaten man am besten zu Hause anzüchtet und wann das Ergebnis ins Freie verpflanzt werden muss.

Außerdem bietet die App detaillierte Informationen zu Pflege, Licht- und Wasser­bedarf sowie den häufigsten Schädlingen. Für einen Teil der Gemüse­sorten steht der komplette Funktions­umfang des Programms kostenlos zur Verfügung. Wer alles wissen will, muss für die Vollversion 2,69 Euro investieren.

Wer in seinem Garten den Anbau von Stauden plant, kann mit dem kostenlosen Stauden Ratgeber für iOS in mehr als 1 400 Arten und Sorten stöbern. Die Anwendung erlaubt umfangreiche Suchkriterien wie Blütenfarbe, Blütezeit, Blattfarbe und Wuchshöhe. Ein Filter gruppiert Stauden in verschiedene Verwendungsbereiche wie Bauerngarten, Dachbegrünung oder Heilpflanzen. Hobbygärtner erfahren außerdem zum Beispiel, wie viele Pflanzen pro Quadratmeter ein stimmiges Bild ergeben. Dazu gibt es Infos, wo in der Nähe bestimmte Stauden verkauft werden - kein Wunder, schließlich wird die App vom Händlerverband Stauden Forum herausgegeben.

Pflanzen per App bestimmen

Sollten Gärtner einmal unsicher sein, welche Sträucher, Sommerblumen, Bäume, Kletterpflanzen oder Rosensorte im eigenen Garten oder dem des Nachbarn stehen, hilft ein Blick in die iOS- und Android-App Pflanzen­bestimmung. Hier sind mehr als 2 700 Pflanzen der europäischen Flora mit Bild hinterlegt. Über Charakteristika wie Blüte, Blattform, Früchte, Wuchsform, Stamm oder Knospen hilft die Anwendung bei der Namensfindung. Die App kostet 89 Cent - wer dafür kein Geld ausgeben will, kann die Blumensuche auch direkt über die Internetseite ansteuern.

Keine vertrockneten Pflanzen mehr

Waterbot schlägt Alarm, wenn die Pflanze Wasser brauchtWaterbot schlägt Alarm, wenn die Pflanze Wasser braucht Vor vertrockneten Zimmerpflanzen warnt die Android-App Waterbot. Das kostenlose Programm ist simpel und selbsterklärend aufgebaut. Im ersten Schritt wählt der Nutzer seine Pflanze aus, im zweiten Schritt das passende Gießintervall. Danach schlagen das Smartphone oder das Tablet automatisch Alarm, wenn der Fikus Wasser braucht. Wer mag, kann die Benachrichtigungen sogar mit eigenen Fotos der Pflanzen illustrieren.

Essbare Pflanzen und Kräuter [Link entfernt] lassen sich mit der gleich­namigen Android-App erkennen und bestimmen. Neben hoch­auf­lösenden Pflanzen­bildern bietet sie Tipps zum Sammeln und eine eigene Kategorie zu wilden, essbaren Beeren. Ebenso erfahren Interessierte, wie Wild­pflanzen zu­bereitet oder kon­serviert werden. Und natürlich erfährt man auch, welche Pflanzen giftig sind und auf keinen Fall gegessen werden dürfen - und was man tun sollte, wenn es doch mal passiert. Mit einem Preis von 3,99 Euro ist die Info­sammlung aller­dings auch ein wenig teurer als andere Apps.

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