Nach Umstellung DVB-T2

Das geht beim Antennenfernsehen noch in DVB-T alt

So ganz schwarz ist der Bildschirm mit alten DVB-T-Geräten doch noch nicht: In den meisten Regionen verbleibt ein Rumpfangebot, oder es sind weiter entfernte Sender zu empfangen.
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"Am 29. März wird Ihr Bildschirm schwarz", hieß es vom DVB-T2-Projektbüro zum Umstieg beim terrestrischen Antennenfernsehen. So ganz stimmt das aber nicht. In den meisten vom Switch auf DVB-T2 HD betroffenen Regionen verbleibt temporär ein Rumpfangebot im alten Modus DVB-T.

NDR und Radio Bremen mit vier Programmen in DVB-T alt

Hamburg1 sendet noch bis November 2017 in DVB-T altHamburg1 sendet noch bis November 2017 in DVB-T alt So können in vom Umstieg betroffenen Großstädten und Regionen Norddeutschlands auch weiter Programme im alten Modus empfangen werden. NDR und Radio Bremen strahlen noch bis zum 25. April 2017 die Programme Das Erste, ZDF sowie das NDR- und Radio Bremen-Fernsehen über DVB-T aus. In Hamburg ist der Privat-TV-Sender Hamburg1 noch bis Anfang November 2017 im alten Modus zu sehen, am Mittwoch wurde auf den neuen Kanal 37 gewechselt.

In Berlin wollten drei Shoppingsender (1-2-3.tv, Manou Lenz.tv und Juwelo.tv) und der lokale Spreekanal nicht auf die neue Sendetechnik umsteigen. Diese Programme senden seit Mittwoch im alten DVB-T-Modus im Kanal 47.

In Leipzig bleibt das regionale Bouquet der Mugler AG mit Leipzig Fernsehen und BBC World sowie drei Radioprogrammen im alten DVB-T-Modus on Air, ebenso wird TV Halle in Sachsen-Anhalt weiter über DVB-T verbreitet, nun aber neu auf Kanal 40.

Mit Dachantenne weiter DVB-T alt per Overspill

Wer über eine Dachantenne verfügt oder exponiert wohnt, kann in vielen bereits auf DVB-T2 umgestellte Regionen weiter das öffentlich-rechtliche Angebot von weiter entfernten Sendeanlagen empfangen. Im westlichen Rhein-Main-Gebiet kann etwa der Standort Donnersberg im Pfälzer Wald, im östlichen der Pfaffenberg im Spessart angesteuert werden. Im Raum Leipzig ist das alte DVB-T mit Dachantenne noch punktuell über die Standorte Gera und Chemnitz-Geyer zu sehen. Sowohl im Raum Halle als auch Hannover könnten noch DVB-T-Signale vom Brocken im Harz empfangen werden, im Raum Köln/Bonn von den Sendeanlagen Linz und Ahrweiler in Rheinland-Pfalz.

Dauerlösungen sind das aber nicht. Spätestens im ersten Quartal 2019 wird die letzte Sendeanlage in Deutschland im alten DVB-T-Modus abgeschaltet. Als Notlösung helfen die Rumpfangebote aber temporär den Haushalten weiter, die es versäumt haben, sich Hardware für DVB-T2 HD zu besorgen.

Hinweis: Bei einigen älteren Fernseh-Modellen und USB-TV-Sticks lässt sich DVB-T2 per Firmware-Upgrade nachrüsten. Wie das geht, haben wir hier erklärt.

teltarif.de-Podcast zu DVB-T2

In unserem Podcast "Strippenzieher und Tarifdschungel" sind wir in einer Folge auf den Start des DVB-T2-Regelbetriebs eingegangen. Hier können Sie direkt in die Folge reinhören oder diese als MP3 herunterladen:

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