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Test: Riesen-Akku von Anker lädt Smartphone mehrfach

Externe Akkus gibt es für wenig Geld, doch oft laden sie das Smartphone nicht komplett auf. Nicht so der teurere Anker PowerCore+ 20100 USB-C: Er lädt sogar Notebooks, wiegt dafür aber fast ein halbes Kilogramm.

Laut Anker kann der PowerCore+ selbst in rund acht Stunden mit einem 2,4-Ampere-Ladegerät und dem mitgelieferten USB-C-Kabel aufgeladen werden. Dies sollte man auch vor der allerersten Nutzung tun.

Anker gibt bekannt, dass iPod nano, iPod Shuffle, iPod Classic, HP TouchPad, Dell Venue 11 Pro, Asus-Tablets sowie einige spezielle GPS- und Bluetooth-Geräte nicht mit dem PowerCore+ kompatibel sind. Ebenfalls nicht unterstützt werden die Geräte Sony Xperia XZ, Google Pixel, Dell XPS 12 9250 (2015), Dell XPS 15 (9550), Dell XPS 13 (9350) und das HP Spectre 2.

Anschlüsse des Anker PowerCore+ Anschlüsse des Anker PowerCore+
Bild: teltarif.de / Alexander Kuch
Interessanterweise gehört Anker zu den ehrlichen Herstellern von externen Akkus und schreibt auf der Webseite des Produkts klipp und klar, dass rund 30 bis 40 Prozent der Batteriekapazität bei Ladevorgängen verloren gehen und nicht an aufzuladende Geräte abgegeben werden können. Wir haben den externen Akku wieder mit dem Oneplus One getestet, das einen Akku mit 3100 mAh hat. Im Test konnten wir den Akku des Smartphones fünf bis maximal sechs Mal laden, bevor der PowerCore+ selbst wieder an die Steckdose musste.

Die Angabe von Anker, dass man "ein reguläres Handy sieben Mal wiederaufladen kann" bezieht sich also lediglich auf Einsteiger-Smartphones und Feature-Handys mit einer Akku-Kapazität von maximal 2000 bis 2500 mAh. Tablets, die einen starken Akku mit 5000 bis 6000 mAh Kapazität eingebaut haben, können maximal drei bis vier Mal über den Anker PowerCore+ geladen werden. Der Anker-Akku lädt das Oneplus-Smartphone Der Anker-Akku lädt das Oneplus-Smartphone
Bild: teltarif.de / Alexander Kuch

Fazit und günstigere Alternativen

Der Anker PowerCore+ 20100 USB-C überzeugt im Test durch eine überdurchschnittlich solide Verarbeitung, dadurch ist er aber auch recht schwer. Je nach Smartphone-Akku kann ein aktuelles Smartphone rund fünf bis maximal sechs Mal komplett geladen werden, bevor der Anker-Bolide selbst wieder Energie tanken muss. Dies geht ausschließlich per USB-C-Kabel und dauert rund acht Stunden, Ladetechniken wie Qualcomm QuickCharge 2.0 werden nicht unterstützt.

Eine günstigere Alternative bildet die deutlich weniger robuste und von uns bereits getestete EasyAcc Monster 20000 mAh Power Bank, die statt zwei sogar vier Geräte gleichzeitig lädt. Ebenfalls günstiger sind die Powerbanks von Choetech mit 20 000 und 10 400 mAh, die wir ebenfalls getestet haben und von denen das 10 400-mAh-Modell genau so robust ist wie der Anker PowerCore+. Man muss also bei Anker einkalkulieren, dass man mittlerweile für den bekannten Namen einen Aufpreis bezahlt.

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