Zukunft

Android: Das kommt nach Gingerbread und Honeycomb

Künftig wieder gemeinsames OS für alle mobilen Endgeräte "with Google"

Tablets und Smartphones bestimmten in diesem Jahre vielfach den Mobile World Congress in Barcelona. Meist konzentrierten sich die Augen der Experten dabei auf Geräte mit dem von Google initiierten Android-Betriebssystem. Nahezu alle namhaften Hersteller setzen inzwischen auf die lizenzkostenfreie Firmware, so dass es inzwischen Smartphones für fast jeden Geldbeutel gibt. Nun will Google den Erfolg bei den Multimedia-Tablets wiederholen.

Android für Smartphones zersplittert in den Versionen 1.5 bis 2.4

Datenblätter

Google Nexus S Google Nexus S mit Gingerbread
Foto: Google
Derzeit gibt es vor allem das Problem, dass Android nicht gleich Android ist. So sind noch immer Smartphones im Umlauf, die mit der Firmware-Version 1.5 ausgestattet sind. Andere Handys haben Android 1.6, 2.1, 2.2 (Codename "Froyo") oder gar 2.3 ("Gingerbread") an Bord. Nun steht schon die Einführung der Version 2.4 des mobilen Google-Betriebssystems bevor, das speziell für Smartphones entwickelt wurde.

Android für Tablets bereits bei Version 3.0

Im vergangenen Herbst kam mit dem Samsung Galaxy Tab bereits ein erstes Tablet eines größeren Mobiltelefon-Herstellers auf den Markt, das mit dem Android-Betriebssystem ausgestattet ist. Dabei handelt es sich um die Version 2.2, die jedoch nach Google-Darstellung nicht für Tablets, sondern ausschließlich für Smartphones optimiert ist. Das merkt man auch im täglichen Gebrauch an der einen oder anderen Stelle, wenn bestimmte Features auf dem 7 Zoll großen Touchscreen "auseinandergezogen" aussehen und nicht für das im Vergleich zu Smartphones große Display ausgelegt sind.

Im Vorfeld des Mobile World Congresses hat Google nun die seit langem erwartete Android-3.0-Version vorgestellt, die erstmals nicht nur auch, sondern sogar ausschließlich für Tablets ausgelegt ist. Eine GSM-Telefon-Funktion ist bei Honeycomb, wie sich die Firmware auch nennt, nicht vorgesehen.

Auf der Messe in Barcelona gab es nun ein wahres Produkt-Feuerwerk an Tablets, die auf Honeycomb basieren. Dabei handelt es sich allerdings ausschließlich um iPad-Konkurrenten, deren Touchscreen zwischen 8,9 und 10,1 Zoll groß sind. Das einzige neu vorgestellte 7-Zoll-Gerät, das HTC Flyer, soll wiederum zumindest vorerst Android 2.4, die neueste Version der Betriebssystem-Version für Smartphones an Bord haben.

Besitzer des Samsung Galaxy Tab, die auf ein Honeycomb-Update gehofft haben, warten sogar vergeblich. Der Hersteller hat zwar eine Aktualisierung auf Android 2.3 oder 2.4 (Gingerbread) in Aussicht gestellt. Honeycomb soll dagegen auch langfristig nicht kommen, während HTC für sein Flyer in Aussicht gestellt hat, später auf Honeycomb umzusteigen. Einen Zeitrahmen gibt es hierfür jedoch nicht.

Welche Tablets es zunächst mit Honeycomb gibt, welche Pläne Google mit Android für die Zukunft welche weiteren Schritte sich anbieten würden, lesen Sie auf Seite 2.

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