Smartwatch-Software

Google I/O: Android Wear offiziell, Android TV für das Wohnzimmer

Google hat auf der Entwicklerkonferenz die Smartwatch-Software Android Wear vorgestellt und will mit Android TV ins Wohnzimmer der Konsumenten vordringen. Passend dazu stellen Hardware-Partner wie LG ihre Vorstellungen einer Smartwatch vor.
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Auf der Keynote zur Google I/O hat Google ein umfangreiches Update für sein Android-Betriebssystem vorgestellt - das sagenumwobene L-Release. Aber der Konzern plant längst nicht mehr nur, Tablets und Smart­phones anzutreiben - der Fernseher und auch das Auto geraten jetzt in den Fokus der Aufmerksamkeit. Mit Android Wear, Android TV und Android Auto will der Konzern weitere Nutzerkreise erschließen.

Android TV

Android TV fürs WohnzimmerAndroid TV fürs Wohnzimmer Mit dem Erfolg von Chromecast ist Google sichtlich zufrieden. Künftig wird es möglich sein, den Display-Inhalt vom Smart­phone mit Hilfe eines Chromecast-Sticks auf den Fernseher zu übertragen. Überhaupt kommt ein kleines Update mit neuen Features auf Chromecast-Nutzer zu - so werde es bald eine Möglichkeit geben, auf die angezeigten Bilder Einfluss zu nehmen, die angezeigt werden, wenn keine App Inhalte darstellt.

Mit Android TV hingegen betritt der Konzern die Bühne der Smart-TV-Plattformen. Als Partner ist Sony an Bord - die Japaner werden das 2015-Lineup von Smart-TVs mit Android TV ausstatten. Android TV ist als Betriebssystem für den Fernseher konzipiert. Leanback nennt Google die Oberfläche, die zum Einsatz kommt. Diese soll auf komfortablen Medienkonsum optimiert sein. Die Steuerung erfolgt über ein Smart­phone aber auch über Spracheingabe. Selbst eine Smartwatch wird einen Android TV steuern können - dies demonstrierte Google live auf der Bühne der Keynote.

Die Google-Cast-Infrastruktur: Chromecast, Fernseher und Set-Top-Boxen.Die Google-Cast-Infrastruktur: Chromecast, Fernseher und Set-Top-Boxen. Das System wird auch für Set-Top-Boxen geeignet sein - Google hofft hier, einen Reinfall wie Google TV vermeiden zu können. Die Vorzeichen stehen jedoch ungleich besser. Geräte mit Android TV werden mit leistungsstarken Chipsätzen wie einem Nvidia K1 ausgestattet sein - so wird der Fernseher ohne Umwege zur Konsole - einzig ein Gamepad muss noch angeschlossen werden. Im Herbst sollen erste Set-Top-Boxen erscheinen.

Android Wear

Eine Vorschau auf Android Wear veröffentlichte Google bereits im März. Auf der Google I/O zeigte der Konzern jetzt, was in dem finalen Entwickler-Kit steckt. Im Prinzip zeigt eine Smartwatch mit Android Wear Benachrichtigungen von einem Smart­phone an. Mit diesen können Nutzer interagieren und beispielsweise einen Anruf ablehnen und eine vorgefertigte SMS schreiben.

Android Wear wird viele Funktionen für Smartwatches enthalten.Android Wear wird viele Funktionen für Smartwatches enthalten. Wichtigstes Feature dürfte aber die Integration mit Google Now sein. So lassen sich zum Beispiel Web-Suchen starten oder Erinnerungen einrichten. Google Maps kann Navigations-Hinweise einblenden. Die Bedienung der Uhr funktioniert weitgehend über Sprachsteuerung. Entwickler können recht umfangreich Einfluss auf das Verhalten der Smartwatch nehmen, sodass recht bald kreative Apps zu erwarten sind, die Smartwatches in nützliche Gadgets verwandeln.

Im Rahmen der Keynote kündigte Google an, dass die LG G Watch in den nächsten Stunden im Play Store vorzubestellen ist. Auch die Smartwatch Samsung Gear Live mit Android Wear wird bald über diesen Kanal vertrieben. Die Smartwatch mit rundem Display, die Motorola Moto 360 wird erst Herbst erscheinen. Zu Preisen gab es keine Aussagen. Unbekannt ist außerdem noch, ob auch ein Start außerhalb der USA geplant ist. Die Teilnehmer der Konferenz erhalten als Geschenk entweder eine Smartwatch von LG oder Samsung. Dazu gibt es im Herbst eine Moto 360 - die Teilnehmer der Konferenz müssen sich dann nicht entscheiden, ob sie die Smartwatch am rechten oder am linken Arm tragen wollen.

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