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Google & Qualcomm: Künftig vier Jahre Android-Updates

Der Qual­comm Snap­dragon 888 soll Android 11, 12, 13 und 14 unter­stützen und lange System-Updates ermög­lichen.

Schnellere Android-Updates? Schnellere Android-Updates?
Foto/Montage: teltarif.de, Logo: Qualcomm, Grafik: Google
Die Android-Platt­form von Google leidet seit Jahren unter dem Problem, dass Soft­ware-Updates für Smart­phones stark verspätet ausge­lie­fert werden. Ein bis zwei Jahre nach dem Verkaufs­start eines Mobil­tele­fons wird der Support oft schon einge­stellt. Dabei hat Google bereits mehrere Initia­tiven ergriffen, um die Situa­tion zu verbes­sern.

Jetzt ergreift der Platt­form-Betreiber gemeinsam mit dem Chip-Hersteller Qual­comm die Initia­tive und will gewähr­leisten, dass die Smart­phone-Käufer vier Jahre lang Updates erhalten. Das berichtet der Google Watch Blog unter Beru­fung auf Details, die Qual­comm im Rahmen der Präsen­tation des neuen Prozes­sors Snap­dragon 888 bekannt­gegeben hat.

Den Angaben zufolge werden die Smart­phones, die auf dem Snap­dragon 888 basieren, mit Android 11 ausge­lie­fert. Der Prozessor wird aber auch die Betriebs­system-Versionen 12, 13 und 14 unter­stützen. Demnach werden die Besitzer von Mobil­tele­fonen, die vom Snap­dragon 888 ange­trieben werden, drei große Betriebs­system-Updates bekommen. Ein weiteres Jahr lang soll es Sicher­heits-Aktua­lisie­rungen geben.

Das war der Flaschen­hals in der Vergan­gen­heit

Schnellere Android-Updates? Schnellere Android-Updates?
Foto/Montage: teltarif.de, Logo: Qualcomm, Grafik: Google
In der Vergan­gen­heit sei es sehr aufwändig gewesen, die Chip­sätze für die jeweils neuen Android-Versionen zu pflegen. Nur so sei es möglich gewesen, den Smart­phone-Hersteller die erfor­der­lichen Treiber zur Verfü­gung zu stellen. Erst im Anschluss seien die Produ­zenten der Hand­sets selbst gefragt, um die Soft­ware an die jewei­ligen Endge­räte anzu­passen. Für den neuen Chip­satz sei der Prozess der Anpas­sung verein­facht worden.

Nun ist das nicht die erste Initia­tive, um mehr und schnel­lere Android-Updates zu ermög­lichen. Inso­fern bleibt abzu­warten, ob die Kunden von den Verbes­serungen, die Google und Qual­comm anstreben, auch wirk­lich profi­tieren. Zudem bleibt es zu bedenken, dass zwar viele, vor allem höher­prei­sige Smart­phones den Snap­dragon 888 an Bord haben werden. Es gibt aber natür­lich eine Viel­zahl weiterer Prozes­soren, für die ähnliche Opti­mie­rungen eben­falls wünschens­wert wären.

In einer weiteren Meldung haben wir bereits darüber berichtet, was der Snap­dragon 888 von Qual­comm bietet. Zudem haben wir eine Prognose dazu gewagt, welche Smart­phones voraus­sicht­lich diesen Chip­satz bekommen werden.

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