Bastelspaß

Update selbst gemacht: Neues Android für's alte Smartphone

Auch ohne Hersteller-Update die Software aktualisieren
Von Steffen Herget

Neben der Möglichkeit, sein Smartphone-OS zu aktualisieren, wird CyanogenMod auch für ein paar Tablets angeboten. Neben dem Barnes & Noble Nook Color und den Asus-Transformer-Tablets dürfte vor allem das HP Touchpad noch immer recht verbreitet sein. Aber Moment, darauf läuft doch das Ex-Palm-Betriebssystem webOS? Stimmt, aber mit Hilfe von CyanogenMod lässt es sich entweder durch Android 4.1 Jelly Bean ersetzen, oder aber beide Systeme parallel installieren. Mittlerweile ist auch CyanogenMod 10 für das HP Touchpad erhältlich. Der Ablauf der Installation verläuft ähnlich wie bei den Smartphones, eine gute Anleitung findet sich etwa beim US-Blog Liliputing oder in den CyanogenMod-Foren. Das HP-Tablet läuft unter Android mittlerweile weitgehend problemlos, die Arbeitsgeschwindigkeit unter Android ist zudem höher als unter webOS. Falls doch einmal etwas nicht funktioniert oder lieber webOS genutzt werden soll, lässt sich mit der Doppel-Installation nach einem Neustart einfach wechseln.

MIUI und DarkyROM ebenfalls beliebt

Neben CyanogenMod gibt es noch andere Communities, die eigene Android-Versionen entwickelt haben - und dabei teilweise auch Geräte unterstützen, die von CyanogenMod nicht "offiziell" bedacht wurden. Zu den bekanntesten gehören MIUI [Link entfernt] , DarkyROM [Link entfernt] und AOKP [Link entfernt] , die mittlerweile allesamt ebenfalls eigene Android-Versionen auf Basis von Android 4.1 Jelly Bean anbieten. Wer einen dieser drei ausprobieren möchte, findet zahlreiche Anleitungen in Foren und auf den jeweiligen Webseiten. Die Custom-ROMs von MIUI, DarkyROM und AOKP und zahlreichen anderen Portalen bauen in der Regel auf CyanogenMod auf, haben jedoch einige andere Stärken und Schwerpunkte oder lassen sich auf anderen Geräten installieren. Die Custom-ROMs haben teilweise auch eigene Apps im Google Play Store, die sich nach erfolgreicher Installation herunterladen lassen und beispielsweise eigene Sicherungs-Funktionen oder andere Dinge bieten, die speziell auf das jeweilige Android ausgerichtet sind.

Die Installation selbst ist im Regelfall ähnlich zu bewerkstelligen bei bei CyanogenMod selbst. Der Nutzer muss sein Telefon rooten, sich die Dateien im Vorfeld herunterladen und in den entsprechenden Verzeichnissen ablegen. Danach wird in das Wiederherstellungs-Menü des jeweiligen Handys gebootet und der Flash-Speicher neu bestückt. Wichtig auch hier: Unbedingt an eine Sicherung der eigenen Daten denken, um im Notfall nicht mit einem komplett nackten und unbrauchbaren Gerät dazustehen! Zudem sollte man bedenken, dass gerade bei universellen Custom-ROMs, die für eine Vielzahl von Geräten freigegeben sind, nicht immer alle Kleinigkeiten funktionieren. Beispielsweise hakt es gerne einmal an der Kamera-Unterstützung oder der Video-Wiedergabe - vorherige genaue Recherche und ggf. Nachfragen im Forum zum eigenen Handy-Modell ist daher dringend anzuraten.

Den Flash-Speicher neu bestücken ist Ihnen eine Spur zu riskant? Der neue Android-Look geht auch leichter, wie die nächste Seite zeigt.

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