Statement

Google: Android ist genau so sicher wie iOS

Android steht nicht mehr offen wie ein Scheunentor: Play Protect und schnellere Updates zeigen eine erste Wirkung. Doch der Weg zu mehr Sicherheit ist noch lange nicht abgeschlossen.
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In den vergangenen Jahren war Android als mobiles Betriebssystem immer wieder durch Sicher­heits­lücken aufgefallen. Doch noch viel mehr zum Gefühl der Unsicherheit beigetragen hat die miserable Update-Politik der Smartphone-Hersteller, die ihren Modellen Sicherheitspatches erst viele Monate nach dem Erscheinen spendierten - manchmal auch gar nicht.

Es ist also kein Wunder, dass Google längst damit begonnen hat, an dieser Baustelle zu arbeiten. Das spiegelt auch der Android Security Report 2017 wider. Google arbeitet beispielsweise im Play Store vermehrt daran, dass schädliche Software die Smartphones der Nutzer gar nicht erst erreicht.

Mit diesen Bestrebungen wird Android sicherer

Google arbeitet weiter an einer besseren Sicherheit von AndroidGoogle arbeitet weiter an einer besseren Sicherheit von Android Gleichzeitig fühlte sich Googles Android-Sicherheitschef David Kleidermacher wohl dazu verpflichtet, gegenüber cnet klarzumachen, dass Android nun genauso sicher sei wie alle anderen Mitbewerber. Und da iOS von Apple der schärfste Android-Konkurrent ist, stellt er damit Android sicherheitstechnisch ein genauso gutes Zeugnis aus wie iOS.

2017 sei ein entscheidendes Jahr beim Thema Android-Sicherheit gewesen - das hebt auch der Sicherheits-Report angesichts von zwei Milliarden aktiven Android-Geräten weltweit hervor. Bei iOS war es schon von Anfang an so, dass Sicherheitspatches zentral von Apple programmiert und sofort auf die iOS-Geräte gespielt wurden. Obwohl Android nicht zu diesem Modell wechseln will und auch gar nicht kann, bekommt das System nun nachträglich mehr Sicherheit, auch wenn Sicherheit in den ersten Jahren von Android nicht im Hauptfokus stand.

Play Protect zahlt sich aus

2017 sei es zum ersten Mal der Fall gewesen, dass Hacker bei einem Hackerwettbewerb keinen Preis damit gewinnen konnten, eine Sicherheitslücke in Android offengelegt und ausgenutzt zu haben. In Zukunft wird Google die Hersteller auch vermehrt zu Sicherheitsupdates verpflichten, wenn sie Android einsetzen, dieser Prozess hat bereits begonnen.

Ausgezahlt hat sich offenbar auch der Appstore-Sicherheitsmechanismus Play Protect, durch den beispielsweise über 700 000 bedenkliche Apps aus dem Store entfernt wurden. Der Prozess soll 2018 weitergeführt werden - er setzt natürlich voraus, dass Android-Nutzer keine unsicheren Apps aus nicht vertrauenswürdigen Quellen außerhalb des Play Store installieren. Diese Möglichkeit soll trotz ihres Sicherheitsrisikos aber trotzdem in Android erhalten bleiben.

Laut Kleidermacher ist dieser Schutz vor bösen Apps sogar noch viel wichtiger, weil eine manipulierte App sofort Schaden auf dem Smartphone des Nutzers anrichten kann. Sicherheitslücken des Android-Betriebssystems wurden in der Vergangenheit zwar mehrfach entdeckt, zum Teil sind aber keine Fälle bekannt geworden, in denen die Lücke wirklich aktiv ausgenutzt worden war.

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