Vorschau-Version

Android P: Erste Entwicklervorschau ist fast fertig

Seit einigen Jahren bindet Google die Nutzer von Android in die Entwicklung des Betriebssystems mit ein, indem über Developer Previews Feedback gesammelt wird. Nun scheint die erste Entwickler-Version von Android P so gut wie fertig zu sein.
Von Stefan Kirchner
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Vor fast vier Jahren stellte Google erstmals eine Entwickler-Vorschau von Android vor, womit Android-Nutzer mit dem neusten Nexus-Smartphone an der Entwicklung teilhaben ließ. Was mit Android L aka Android 5.0 Lollipop begann, wird bis heute fortgesetzt und auch in Zukunft wird Google dies so handhaben, wie sich zeigt.

Wie ein Eintrag im Android Open Source Project bestätigt, könnte Google in Laufe der kommenden Wochen die erste Developer Preview von Android 9.0 P veröffentlichen. Die Versions­nummer ist bereits durch einen Eintrag im Android Open Source Project mehr oder weniger offiziell bestätigt.

Zu erwarten ist, dass die Entwickler­vorschau zunächst nur für das Pixel 2 und Pixel 2 XL verfügbar ist, bevor die ersten beiden Pixel-Smartphones folgen. Nexus-Modelle werden dieses Mal definitiv leer ausgehen, da das Nexus 6P und Nexus 5X nur noch bis November dieses Jahres mit den monatlichen Sicherheits­patches versorgt werden.

Was wird Android P bringen?

Android 9.0 PGoogle bereitet sich auf die erste Developer Preview von Android 9.0 P vor Bisher ist noch nicht allzu viel bekannt, was denn die neue Android-Version an Neuerungen bieten wird. Bekannt ist lediglich, dass Project Treble stärker ausgebaut wird, um die Update-Situation bei künftigen Smartphones erheblich zu verbessern. In der Theorie wäre Google damit in der Lage, Updates für Android selbst unabhängig vom Smartphone-Hersteller zu verteilen, da die angepasste Oberfläche abgekapselt vom eigentlichen Betriebs­system implementiert ist.

Auch Android Go wird voraussichtlich wieder eine Rolle spielen, womit das Android-Betriebssystem auch auf Geräten anständig und flott arbeiten soll, die über sehr geringe Ressourcen verfügen. Google meint damit in erster Linie Smartphones aus dem Einsteiger-Bereich, die lediglich über 1 GB oder sogar nur 512 MB RAM verfügen. Solche Smartphones werden üblicher­weise in Entwicklungs- und Schwellen­ländern wie Indien, Brasilien, Venezuela oder Pakistan verkauft.

Ein weiterer Punkt wird Gerüchten zufolge Android Things sein, Googles auf dem Android-Quellcode basierende und deutlich entschlackte Internet-of-Things-Plattform. Es wird spekuliert, dass die Plattform offener gestaltet wird und zum Beispiel mit Google Cast interagieren können soll. Sprich, es lassen sich über entsprechende IoT-Gerätschaften Chromecast und Geräte mit Android TV wie Fernseher oder Set-Top-Boxen ansteuern.

Eine größere Veränderung bei der Optik ist zumindest nicht zu erwarten, nachdem Google diesen Schritt erst mit Android 8.0 Oreo in Angriff genommen hatte. Vielmehr dürften einige Dinge einen Feinschliff erhalten und sich nicht großartig von der Vorgänger-Version unterscheiden. Was jedoch sein könnte, ist die Einführung des schon öfters erwarteten Dark-Modus, bei welchem kurzerhand dunkle Farben anstelle der weißen Oberfläche verwendet werden. Ein Indiz darauf sind Arbeiten an einer einfachen Themes-Engine und diverse Google-Apps, die ebenfalls mit einer alternativen dunklen Oberfläche getestet werden.

Wann erfolgt die Freigabe?

Wann genau der Download der ersten Entwickler­vorschau freigegeben wird, ist freilich Spekulation. Derzeit gilt der 14. März als aussichts­reichster Kandidat und das hat einen Grund: Im US-amerikanischen Englisch wird die Monatszahl zuerst geschrieben, gefolgt vom Tag und das ergibt den 3.14. - Der Anfang der Zahl Pi. Nimmt man Googles Hang zu nerdigen Anspielungen hinzu, dann wäre der Pi-Tag der richtige Zeitpunkt, um Android P DP1 zu veröffentlichen.

In jedem Fall wird schon jetzt davon ausgegangen, dass es zur Google I/O 2018 die zweite Developer Preview geben könnte, gefolgt von einer dritten und vierten/letzten Preview, bevor gegen Ende des dritten Quartals die finale Version freigegeben werden könnte.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, wie Project Treble konkret im Idealfall funktionieren soll, um Updates schneller verteilen zu können.

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