Vorschau

Android O: Die neuen Funktionen

Ende März hat Google die erste Developer Preview der kommenden Android-Version für eine Handvoll eigener Geräte freigegeben. Wir zeigen, was Google mit Android O alles an Neuerungen plant.
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Bei der veröffentlichten Entwickler-Vorschau handelt es sich noch nicht um die finale Ausgabe des Google-Betriebssystems für mobile Geräte. Daher kann sich bis zur voraussichtlich offiziellen Freigabe im dritten Quartal 2017 noch einiges ändern. Google selbst hat die ersten Details der neuen Version in einem Beitrag im Hauseigenen Entwickler-Blog genannt. Interessierte Tester wie Android Police und Cashy haben mittlerweile abseits der von Google veröffentlichten Informationen weitere Details entdeckt.
Wie immer gilt auch hier: Die Installation der Developer Preview erfolgt auf eigene Gefahr.

Die aktuelle Developer Preview DP1 von Google ist derzeit für die Modelle Nexus 5X, Nexus 6P, Nexus Player, Pixel C, Pixel und Pixel XL verfügbar. GIF-Animation der Adaptive Icons (neuer Tab)

Optik

Wer Android 7.0 Nougat kennt, der kennt auch Android O. Bezogen auf das Aussehen unterscheidet sich die kommende Android-Version nicht großartig von ihren Vorgängern. Neben Detailverbesserungen fallen neue oder andere Animationen auf, die sich als weitere Evolution des Material Designs betrachten lassen.

Neu ist in den Display-Einstellungen für die Google-Pixel-Geräte ein sogenanntes Gerätedesign. Hier lässt sich eine invertierte Darstellung der Oberfläche auswählen und per Neustart des Gerätes aktivieren. Ob mit Android O tatsächlich eine vollwertige Themes-Engine Einzug findet, wie sie HTC, Sony, Samsung oder LG in ihren Oberflächen integriert haben, bleibt umstritten. Denkbar wäre auch, dass der invertierte Modus zunächst Pixel-exklusiv bleibt, analog zum neuen Design der On-Screen-Buttons von Android 7.0 Nougat.

Für den Homescreen und App-Drawer bringt Android O sogenannte Adaptive Icons. Diese passen sich automatisch an das Icon-Design der jeweiligen Herstelleroberflächen an. Zusätzlich sind diese Icons animiert und stehen systemweit zur Verfügung wie es heißt. GIF-Animation der Adaptive Icons (neuer Tab)

Ebenfalls neu ist eine aufgeräumter wirkende Ansicht der Einstellungen. Dazu trägt der Wegfall der mit Android 7.0 Nougat eingeführten Menüleiste bei, die per Button links eingeblendet wird. Zusätzlich werden Kategorien für die einzelnen Optionen eingeführt, ganz wie man es von einigen Herstelleroberflächen kennt. Inwiefern Googles Hardware-Partner diese Optik übernehmen bleibt abzuwarten.

Eine weitere Detailveränderung betrifft die Akku-Anzeige, sowie die zugehörigen Einstellungen. Die Prozentanzeige mit dem voraussichtlichen Verbrauch weicht einem einfachen Batterie-Symbol mit erwarteter Restlaufzeit. Anscheinend wird auch die Detailübersicht für einzelne Funktionen wie System, Apps, Dienste, Mobilfunk-Standby, Bildschirm, Bluetooth, WLAN, etc. entfernt.

Themes-Engine, überarbeitete Einstellungen und die Akku-Informationen unter Android O
Themes-Engine, überarbeitete Einstellungen und die Akku-Informationen unter Android O

Sicherheit

Ab Werk ist die Installation von Apps außerhalb des Google Play Store nicht erlaubt, um Einfallstore für Malware zu reduzieren. Mit Android O kann man zusätzlich zu den "Unbekannten Quellen" auch sogenannte "Sichere Quellen" definieren. Das heißt, dass sich DropBox, Google Drive, der Chrome Browser und andere Apps als sicherer Herkunftsort deklarieren lassen. Bei Installationen aus diesen Apps heraus kommt nicht der sonst übliche Hinweis, zuerst die "Unbekannte Quellen" zu aktivieren. Bestes Beispiel per Chrome Browser ist unter anderem die Website APKMirror.com

Android O führt "Sichere Quellen" ein
Android O führt "Sichere Quellen" ein

Interessant dabei: Während der manuellen Installation einer APK-Datei ist nun ein Fortschrittsbalken zu sehen und nicht mehr die bisherige pulsierende Leiste. Außerdem kann die Installation nun abgebrochen werden.

Auf der nächsten Seite erfahren Sie, was sich in Sachen Bedienung verändert.

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