Google I/O

Android M, Android Auto, Android Wear

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O präsentierte Google eine Fülle von Neuheiten aus dem Google-Universum, eine künftige Killer-Anwendung, die es so nur bei Google gäbe, war auf den ersten Blick nicht dabei. Doch es gab durchaus interessante Details.
Von Marie-Anne Winter
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Die Entwicklerkonferenz Google I/O ist das jährliche Event, auf dem der Suchmaschinen-Gigant die Zukunftspläne für sein Produktuniversum präsentiert. Längst geht es dabei nicht mehr nur um die Internet-Suche, sondern um viele andere Projekte, vor allem um das Smartphone-System Android, Auto-Software, aber auch Anwendungen wie Google Maps.

Die Konferenz betonte mit einem langen Vorspann vor allem den Spaßfaktor der Google-Produkte. Der erste Sprecher Sundar Pichai, Produkt-Chef bei Google, erklärte, dass dank Android jetzt weltweit Millionen Menschen erstmals ein Smartphone besäßen und auf diese Weise an den Segnungen des Internet-Zeitalters teilhaben könnten. Weltweit gäbe es inzwischen tausende verschiedener Android-Geräte, die unterschiedliche Bedürfnisse verschiedenster Nutzer bedienen können.

Pichai sprach danach über die Software-Plattform Android Auto, die vor einem Jahr auf der Google I/O vorgestellt wurde, jetzt sei die Plattform allmählich den Weg in Serienfahrzeuge. Den Anfang machte vor kurzem der neue Hyundai Sonata. General Motors wird 14 Chevrolet-Modelle mit Android Auto, aber auch mit Apples Konkurrenz-Software Carplay ausgestatten. Im Moscone Center zeigte Google insgesamt vier Fahrzeuge, darunter den e-Golf von VW sowie einen den neuen Q7 von Audi.

Viele Details

Dave Burke stellt Android M vorDave Burke stellt Android M vor Dave Burke gab einen ersten Ausblick auf die nächste Android-Version M. Hier bestätigte sich vor allem, was in den vergangenen Tagen schon gerüchtehalber herum ging: Ein zentraler Punkt sind die App Permissions, die endlich Nutzer-Einstellungen für einzelne Apps ermöglichen. so kann man festlegen, welche Apps auf welche weiteren Anwendungen zugreifen darf. Wenn beispielsweise WhatsApp auf das Mikrofon des Smartphones zugreifen will, muss die App sich die Erlaubnis dafür vom Nutzer einholen. Auch das Browsen auf dem Smartphone soll verbessert werden, außerdem kommt die Unterstützung für einen Fingerabdrucksensor. Auch das Energiemanagement und das Laden des Akkus soll optimiert werden, genauso wie der Sync-Prozess. Außerdem setzt Google künftig auf Micro-USB-Type-C-Stecker.

Google stellte auf der Präsentation nicht alle Features von Android M vor, kündigte aber eine Developer-Preview für Google Nexus 5, Nexus 6 und Nexus 9 an. Diese werden wir installieren, sobald sie verfügbar ist und entsprechend darüber berichten.

Außerdem stellte Google wie erwartet ein neues Bezahlsystem für Android-Geräte vor. Mit dem Service Android Pay sollen Händler Kreditkarten-Zahlungen über Apps annehmen und Kundenbindungs-Programme einbinden können. Google kooperiert dafür unter anderem mit Kreditkarten-Anbietern wie Mastercard oder Visa. Außerdem sollen Verbraucher über die digitale Brieftasche Google Wallet einander Geld schicken können. Voraussetzung für die Nutzung des Dienstes sind Android-Smartphones, die Android 4.4. Lollipop und NFC unterstützen.

Interessant könnte auch Google Now werden. Google Now verbindet Googles Kerngeschäft - die Suchfunktion - mit der Spracheingabe. Das selbstlernende System soll einem beispielsweise dabei helfen, das Auto wieder zu finden, wenn man sich nicht daran erinnert, wo man es geparkt hat. Was hoffentlich nicht allzu oft vor kommt.

Ein paar Stichworte gab es auch zu Chromecast und Google Wear - hier werden wir in den kommenden Tagen sicherlich noch einiges zu berichten haben.

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