Post-PRISM?

Nächstes Android soll sicherer werden: Passwörter auf Chips gespeichert

Google wird vermutlich im Juni eine neue Android-Version präsentieren. Bei dieser haben die Entwickler ihr Augenmerk besonders auf Sicherheits- und Verwaltungsmechanismen gelegt. Zudem könnten Passwörter bald auf speziellen Chips gespeichert werden.

Heißt die nächste Version Lime Pie? Heißt die nächste Version Lime Pie?
Montage: teltarif.de / Bild: Google
Google könnte auf seiner jährlich stattfindenden Entwicklerkonferenz Google I/O Ende Juni die neue Version seines Android-Betriebs­systems ankündigen. Dem Benennungs­system des Such­maschinen­gigan­ten folgend dürfte der Name der neuen Variante mit dem Buchstaben "L" beginnen. Denkbar wären Namen wie "Lollipop" oder "Lime Pie". Bereits für den Buchstaben "K" war der Name Key Lime Pie im Gespräch. Letztlich entschied man sich aber für KitKat und eine Partnerschaft mit Nestlé.

Heißt die nächste Version Lime Pie? Heißt die nächste Version Lime Pie?
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Wie auch immer die neue Android-Version letztendlich heißen wird: Glaubt man der Gerüchte­küche, die durch die Internet­seite The Information zum Brodeln gebracht wurde, soll das nächste Android sicherer werden und auf die Bedürfnisse von Business-Nutzern und Firmen ausgelegt sein. Damit diese Funktionen genutzt werden können, sollen sich eine Reihe von Programmier­schnitt­stellen in der Entwicklung befinden.

Erste Schritte in Richtung eines sicheren Androids machte bereits Samsung mit seiner Knox-Sicherheitssoftware. Sie konnte sich bislang aber noch nicht wirklich durchsetzen. Denkbar wäre, dass Google nun eng mit Samsung zusammengearbeitet hat, um die Sicherheitsfunktionen von Knox in Android zu integrieren - dies ist allerdings nicht bestätigt.

Speicherung von Passwörtern auf speziellen Chips

Um Android endgültig für den Firmeneinsatz tauglich zu machen, soll es in der kommenden Variante des mobilen Betriebssystems möglich sein, bestimmte Bereiche des Systems aus der Ferne löschen zu können. So können im Falle eines Verlustes des Smartphones empfindliche Firmendaten gelöscht werden, während die privaten Daten und Einstellungen des Mitarbeiters erhalten bleiben.

Zudem soll das System eine stärkere Verschlüsselung der Daten bieten können. Der Quelle nach sollen sensible Daten wie Passwörter künftig auch auf speziellen Chips gespeichert werden, wo sie vor einem Angriff durch Hacker oder Regierungen sicher - beziehungsweise sicherer - geschützt wären. Auch das Cipherphone QSAlpha Quasar IV nutzt solche Chipsätze zum Schutz von Informationen. Google hat - dem Bericht nach - bei der Entwicklung dieser Sicherheitsmechanismen eng mit US-amerikanischen Herstellern zusammengearbeitet, um eine entsprechende Funktionalität sicherzustellen.

Des Weiteren gab es Überlegungen, nach denen es Firmen ermöglicht werden sollte, bestimmte Android-Apps nur für Mitarbeiter des Unternehmens über den Playstore zugänglich zu machen. In diesem Rahmen soll es auch möglich sein, für den Zugang zu bestimmten Apps zusätzliche Zugangssperren, wie beispielsweise Fingerabdrücke, einzurichten. Der Suchmaschinengigant soll, so die Berichte weiter, bereits potenzielle Firmenkunden über die Änderung informiert haben.

Eine weitere Änderung wird vermutlich das Linux-Basissystem von Android betreffen. Dieses kommt auch bei Desktop-Systemen wie Ubuntu zum Einsatz, allerdings in einer deutlich aktuelleren Version. Diese Lücke will Google nun schließen. Darauf weisen Aktualisierungen in den Quellen [Link entfernt] des Android-Open-Source-Projekts hin. Für Android würde dies bedeuten, dass mehr Hardware und zusätzliche Dateisysteme unterstützt werden. Ist dies der Fall, dürfte der Suchmaschinengigant wohl eine ganze Versionsnummer nach oben gehen - damit hätte Android die Version 5.0 erreicht.

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