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Android 4.4: KitKat erschwert den Root-Zugang

Custom-ROMs möglicherweise schwieriger als bisher installierbar
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Mit dem neuen Google Phone Nexus 5 hat auch die Android-Version 4.4 (KitKat) Einzug gehalten. In den kommenden Wochen und Monaten werden nicht nur das Nexus 4 und das Nexus 7, sondern auch viele Android-Geräte anderer Hersteller mit der neuen Firmware ausgestattet.

Wie die österreichische Tageszeitung Der Standard berichtet, kann sich die neue Variante des von Google initiierten Betriebssystems für einige Nutzer auch negativ auswirken. Zu den Features der neuen Android-Version gehöre unter anderem eine Funktion mit der Bezeichnung dm-verity. Diese sorge zwar für eine höhere Sicherheit, könne aber auch zu Einschränkungen führen, die es auf der Android-Plattform bisher nicht gab.

Neue Sicherheitsrichtlinien sollen Schadsoftware ausschalten

Neue Sicherheitsfeatures bei Android 4.4 (KitKat)Neue Sicherheitsfeatures bei Android 4.4 (KitKat) Dem Bericht zufolge kann der Linux-Kernel mit dm-verity über ein Hash-System auf Block-Ebene prüfen, ob es zu Veränderungen am Dateisystem kommt. So werde Schadsoftware auf dem Smartphone oder Tablet erkannt. Das ist durchaus wichtig und sinnvoll, zumal es gerade für Android in der jüngeren Vergangenheit immer wieder Schadsoftware gab, so dass viele Nutzer ihr Gerät inzwischen auch mit einem Virenscanner ausgestattet haben.

Ist dieser Sicherheitsmechanismus auf der einen Seite wichtig, so könnte er andererseits auch bedeuten, dass die Möglichkeiten, ein Android-Handy oder -Tablet nach eigenen Vorlieben anzupassen, einschränkt sein wird. So sei es nicht mehr so einfach wie bisher möglich, einen dauerhaften Root-Zugang zu erhalten.

Weitere Hürden für den Root-Zugriff

Erschwert werde der Root-Zugriff außerdem, da die SELinux-Regeln nun genau eingehalten werden. Dadurch gebe es kaum noch Sicherheitslücken, die es ermöglichen, die Kontrolle über das Smartphone oder Tablet auch auf System-Ebene zu bekommen, sofern der Hersteller des Handhelds nicht ganz offiziell diesen Zugriff ermöglicht.

Bei einem Nexus-Handheld von Google lässt sich der Bootloader ganz offiziell öffnen, so dass es beispielsweise auch möglich ist, sogenannte Custom-ROMs zu installieren - also veränderte Versionen des Betriebssystems, die eigene Features mit sich bringen. Hersteller anderer Smartphones erschweren diesen Schritt oft, so dass die Community mit Tricks arbeiten muss, um dennoch eine alternative Firmware zu installieren.

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