Android-Dominanz

Trotz Apple-Aufholjagd: Androiden verkaufen sich in Ent­wicklungs­ländern wie geschnitten Brot

Smartphones mit dem Betriebssystem Android sind vor allem in Entwicklungsländern sehr beliebt. Somit steigt der Marktanteil des Google-Betriebs­systems auf über 78 Pro­zent. Woran dies liegt, lesen Sie hier.
Von dpa / Jennifer Buchholz
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Der Eintritt der Entwicklungsländer in die Smartphone-Ära zementiert die Dominanz des Google-Be­triebs­systems Android. Com­puter-Telefone auf Basis der Android-Plattform kamen im Weih­nachts­quartal immer noch auf einen Marktanteil von über 78 Prozent, obwohl Apple mit neuen Modellen so viele iPhones verkaufte wie noch nie. "Android ist derzeit die einzige Plattform, mit der man in Ent­wicklungs­ländern in großer Zahl günstige Geräte anbieten kann", sagte Analyst Anshul Gupta vom Marktforscher Gartner.

Google profitiert allerdings nicht von jedem Android-Smartphone. So haben etliche Hersteller in China Android-Geräte ohne die Dienste von Google wie die Download-Plattform Play Store, Google Maps oder Google Mail auf den Markt gebracht.

Ältere iPhone-Modelle wieder beliebt

Android-Smartphones sind vor allem in den Entwicklungsländern beliebtAndroid-Smartphones sind vor allem in den Entwicklungsländern beliebt Apple konnte mit den beiden neuen iPhone-Modellen zugleich sein Gewicht im Smartphone-Markt merklich steigern. Der Konzern kam im vierten Quartal mit 51 Millionen verkauften Geräten laut Marktforschern auf einen Anteil von knapp 18 Prozent. In den drei Monaten davor war Apple vor dem Start der neuen Modelle noch auf 12 bis 13 Prozent abgerutscht.

Vor allem das teurere iPhone 5S habe sich gut verkauft, sagte Gartner-Analyst Gupta. Beim günstigeren Modell 5C sei dagegen der Preis­abstand zum Spitzen­geräte zu gering gewesen, um es für Entwicklungs­länder attraktiv zu machen. Dort habe Apple das ältere Modell iPhone 4S verkaufen können und inzwischen werde in mehreren Ländern auch das fast vier Jahre alte iPhone 4 wieder angeboten.

Andere Smartphone-Betriebssysteme eher unbeliebter

Die Microsoft-Plattform Windows Phone gab demnach wieder etwas nach: Nach Berechnungen des Marktforschers IDC rutschte der Marktanteil von 3,6 auf 3,0 Prozent ab. Windows Phone läuft derzeit nur auf einigen eher hochpreisigen Chips, was den Spielraum für günstige Geräte senkt. Deshalb will der Microsoft-Partner Nokia, der gerade vom Windows-Konzern übernommen wird, nach Informationen des Wall Street Journal demnächst auch Telefone mit Android verkaufen.

Weiterhin schnell bergab ging es für den notleidenden Smartphone-Pionier Blackberry, der laut IDC binnen drei Monaten von 1,7 auf nur noch 0,6 Prozent Marktanteil zurückfiel. Blackberry setzt für die Zukunft auf die immer noch starke Position im Unternehmensmarkt. Angesichts des Trends, Mitarbeitern die Nutzung eigener Geräte zu erlauben, könnte diese Rechnung jedoch auch nicht aufgehen, sagte Analyst Gupta.

Android lag nach IDC-Zahlen zuletzt bei 78,1 Prozent nach 81 Prozent im Vorquartal. Gartner errechnete 78,6 Prozent nach knapp 82 Prozent in den drei Monaten davor. Samsung blieb der größte Smartphone-Anbieter, der Marktanteil lag laut Gartner mit 83,3 Millionen verkauften Geräten bei 29,5 Prozent. Damit konnten die neuen iPhones dem Marktführer einige Prozentpunkte abjagen. Bereits Ende des Monats könnte aber mit dem Galaxy S5 das neue Spitzenmodell von Samsung vorgestellt werden.

Die am häufigsten verkauften Smartphones waren 2013 die des Herstellers Samsung. Welche Marken sich auf den Plätzen 2 und 3 befinden, lesen Sie in unserer Meldung hierzu.

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