Erste Details

Android 9.0 P: Mehr Project Treble und Restriktionen

Noch dauert es einige Monate, bis Android 9.0 P offiziell vorgestellt wird, aber schon jetzt tauchen erste Details zu dem größeren Update auf. Neben der festen Integration von Project Treble werden vor allem Entwickler die Änderungen zu spüren bekommen.
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Android 9.0 PEs gibt erste Hinweise auf Android 9.0, alias Android Pie Voraussichtlich Ende Mai oder Anfang Juni wird Google wieder seine Entwickler-Konferenz Google I/O veranstalten, welche Ausblick auf die zahlreichen Neuerungen des Unternehmens bietet. Erwartet werden auch die ersten offiziellen Details zu den Neuerungen von Android 9.0, vorläufiger Codename Pie.

Findige Entwickler haben allerdings schon jetzt Hinweise gefunden, auf was sich Nutzer freuen können, wie die chinesische Website ITHome berichtet. Die vorläufig größte Neuerung dürfte sein, dass Project Treble noch tiefer in das System implementiert wird.

Den Informationen zufolge will Google dazu übergehen, dass Hersteller ihren eigenen Code deutlich strikter vom eigentlichen Betriebssystem abkapseln müssen, damit Updates schneller und ohne großartige Anpassungen verteilt werden können. Zu den Plänen gehört, dass der Low-Level-Code für die verbaute Hardware strikt von den Hersteller-spezifischen Anpassungen getrennt sein muss. Auf diese Weise können Entwickler der verbauten Chips die aktualisierten Hardware-Treiber an Google übergeben, die sich dann um die Entwicklung und Verteilung der Updates kümmern.

Derzeit ist die Unterstützung von Project Treble für die Hersteller noch rein optional und nicht fest vorgeschrieben. Diese Regelung gilt aber nur für Neugeräte, die ab Werk noch mit Android 7.x Nougat verkauft werden. Ist Android 8.0 Oreo vorinstalliert, muss Project Treble in seiner jetzigen einfachen Form unterstützt werden.

Android wird geschlossener

Die andere große Neuigkeit, welche im Quelltext des Android Open Source Project entdeckt wurde, ist eine zunehmende Restriktion von API-Schnittstellen für Entwickler. Konkret sollen nicht zertifizierte und versteckte APIs vor dem Zugriff von Dritt­entwicklern geschützt werden, was der Fragmentierung des Marktes etwas entgegen­wirken soll. Ob dies auch tatsächlich funktioniert, bleibt abzuwarten.

Welche Auswirkungen eine solche Restriktion auf API-Level haben kann, ist schwer zu sagen. Erste Überlegungen gehen in die Richtung der bereits angesprochenen Eindämmung der Android-Fragmentierung, aber auch einer einheit­licheren Konsistenz durch das gesamte Betriebs­system hinweg. Jedoch ist gerade diese vielfältige Offenheit der große Unterschied von Googles Smartphone-Betriebs­system, verglichen mit Apples iOS. In jedem Fall wird Google dazu vermutlich während der Google I/O 2018 einiges zu sagen haben.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, dass gut ausgestattete Smartphones nicht immer auch mit einem Update bedacht werden.

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