Filme auf Abruf

Kommentar: Amazon Prime Instant Video hat Spar-Potenzial

Der Video-on-Demand-Dienst Amazon Prime Instant Video ist vor einem Monat gestartet. In diesem Kommentar zeigen wir Ihnen anhand eines Erfahrungs­berichts wie man mit dem Dienst im Vergleich zu Video­load von der Telekom Geld sparen kann. Natürlich handelt es sich hierbei um unseren persönlichen Anwendungs-Fall.
Von Marleen Frontzeck-Hornke
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Ein Monat ist es her, seit Amazon Prime Instant Video (ehemals Lovefilm) offiziell am 26. Februar gestartet ist. Während wir die Vor- und Nachteile des Dienstes in unserem Pro & Contra bereits im Schlagabtausch beleuchtet haben, will ich heute von meinen persönlichen Erfahrungen innerhalb dieses Monats erzählen. Schon zuvor war Amazon Prime mein stetiger Begleiter, um schnell an Waren zu gelangen, was auch fast immer gut geklappt hat. Als es dann soweit war und Amazon den Dienst Instant Video ins Leben gerufen hat, war ich zunächst einmal etwas skeptisch - schon wieder ein neuer bzw. aufgefrischter Video-on-Demand-Dienst.

Dank meiner Neugierde habe ich dennoch Prime Instant Video ausprobiert, immerhin ist der Dienst für Prime-Kunden im ersten Jahr kostenlos enthalten. Statt der 49 Euro müssen bisher zunächst nur 29 Euro im Jahr entrichtet werden. Als Entertain-Kunde der Deutschen Telekom habe ich bereits nach kurzer Zeit die Vorzüge kennengelernt. Während man für die aktuellsten Blockbuster bei beiden Diensten Videoload der Telekom und Prime Instant Video gleichermaßen etwa 3 bis 5 Euro für den Leihfilm zahlen muss, zeigen sich die Vorteile für mich bei den nicht mehr ganz so aktuellen Filmen von 2012 und älter oder den angebotenen Serien.

Innerhalb eines Monats schon 30 Euro gespart

Ein Monat mit Amazon Prime Instant VideoEin Monat mit Amazon Prime Instant Video Eine Film-Flatrate lohnt sich für mich persönlich eigentlich nicht. Pro Monat werden von mir gerade einmal zwei aktuelle Blockbuster aufgerufen. Bei Filmen, die zwar interessant sind, für die es sich aber in meinen Augen nicht lohnt, 5 Euro zu investieren, warte ich lieber ab, bis diese im Free-TV gezeigt werden. Bei Videoload muss ich für den gleichen Film, der bei Prime Instant Video verfügbar ist, die besagten 3 bis 5 Euro zahlen. Innerhalb des Monats sind "untypischerweise" schon sieben Filme über meinen TV gelaufen, für die ich sonst etwa 30 Euro hätte zahlen müssen. Damit hat sich sich der Aufwand von 20 Euro im Jahr bereits in meinem Fall gelohnt. Deshalb ist der zusätzliche Dienst aus meiner Sicht für Prime-Nutzer gerade als Alternative ein wirklich toller zusätzlicher Bonus. Natürlich dürfte kein großer Teil der Kunden über eine solche Konstellation verfügen bzw. gegebenenfalls Sky Snap oder einen anderen Video-on-Demand-Anbieter mit Einzelabruf von Filmen und Serien nutzen.

Prime Instant Video: Clevere Idee von Amazon mit einem Manko

Dennoch dürfte dem ein oder anderen Prime-Kunden das neue Kombi-Angebot in einem Punkt übel aufstoßen. Wer wirklich nur auf einen reinen Prime-Zugang bei Amazon aus ist, muss trotzdem den vollen Preis von 49 Euro pro Jahr zahlen. An dieser Stelle wäre es seitens Amazon schön gewesen, wenn es für diese Nutzerwünsche eine Alternative in Form eines Prime-Accounts ohne Video-on-Demand-Dienst geben würde. Amazon-Nutzer mit Prime-Account bzw. mögliche Interessenten sollten selber entscheiden können, ob man Prime Instant Video möchte oder nicht. Für mich ist das Angebot als zusätzlicher Bonus zumindest lohnenswert und mein Geldbeutel wird geschont.

Bisher ist das Film- und Serien-Angebot bei Amazon Prime Instant Video aber auch noch recht übersichtlich und der Zufluss an Neuzugängen hält sich momentan noch in Grenzen. Sofern es Amazon aber schafft, in Zukunft sein Angebot noch weiter auszubauen und den ein oder anderen attraktiven Film sowie Serien zur Verfügung zu stellen, hat Prime Instant Video bzw. Instant Video in meinen Augen durchaus Potenzial, einer der meist genutzten Video-on-Demand-Dienste in Deutschland zu werden. Allein schon deshalb, da der Dienst auf Grund der Bekanntheit von Amazon eine solch große Präsenz hat.

Wie sich Amazon Instant Video in unserem ersten Kurz-Test schlägt, lesen Sie in diesem Artikel.

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