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Amazon Go: Einkaufen ohne Kassierer in USA gestartet

Amazon will den Supermarkt neu erfinden: Keine Kassen, keine Schlangen, man nimmt was man braucht und geht einfach raus. Ab Montag können Verbraucher die Technologie im ersten Amazon Go in Seattle ausprobieren.
Von dpa / Stefan Kirchner
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AmazonAmazon will mit Amazon Go das Supermarkt-Geschäft revolutionieren Amazons erster Supermarkt ohne Kassen öffnet für das Publikum. Die Vision hinter Amazon Go ist, dass Käufer die Waren direkt in ihre Einkaufs­taschen legen - und am Ende das Geschäft einfach verlassen können. Der Betrag wird dann vom Amazon-Konto des Nutzers abgebucht. US-Medien, die den Laden in Seattle vor dem offiziellen Start am Montag besichtigen durften, berichteten von "Dutzenden und Dutzenden von Kameras". Außerdem sei jeder Regal­boden mit einer Waage versehen, um entnommene Artikel zu registrieren.

Die Ladenbesucher müssten eine Amazon-Go-App herunterladen und das Telefon an eine Schranke am Eingang halten, berichteten Medien wie die Technologie­blogs Recode und Techcrunch sowie das Wall Street Journal. Von da an registriere die Technik mit Hilfe der Kameras und Sensoren, welche Artikel ein Käufer aus dem Regal holt und auch einpackt. Es sei nicht nötig, sie explizit in die Kameras zu halten. Das System komme dabei ohne Gesichts­erkennung aus, betont Amazon. Die Menschen würden vom System statt­dessen als 3D-Objekte wahrgenommen. Am Ausgang hält der Laden­besucher wiederum das Telefon an eine Schranke, um auszuchecken.

Im Angebot von Amazon Go sind den Medienberichten zufolge Salate, fertige Gerichte, Kochboxen, frische Lebensmittel, Getränke sowie Snacks einer Marke des von Amazon gekauften Bio-Supermarkts Whole Foods. Die Preise seien auf Supermarkt-Niveau.

Vision mit Verzögerungen

Die Eröffnung des Ladens war bereits vor rund einem Jahr erwartet worden. Laut Medien­berichten hatte die Technologie jedoch Probleme, bei größeren Menschen­mengen den Überblick zu behalten. Diese seien inzwischen behoben, hieß es. Schon vor Monaten war zu lesen, den Härte­test habe die Technologie bestanden, als mehrere verkleidete Mitarbeiter in gleich aussehenden Kostümen des Pokémon Pikachu rein­geschickt worden seien.

Obwohl das Geschäft ohne Kassierer auskommt, hat es den Medien­berichten zufolge trotzdem diverse Mitarbeiter: Mehrere bereiteten die Salate, andere fertigten Gerichte und befüllten die Regale, einer stehe zur Begrüßung am Eingang, ein weiterer kontrolliere das Alter am Regal mit alkoholischen Getränken.

Amazon betrieb bisher mehrere Buchläden in den USA. Amazon Go gilt als mögliches Modell für eine Expansion des Online-Händlers bei stationären Geschäften mit Unterstützung moderner Technologie.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag, mit welchem Vorhaben Amazon das Liefern seiner Waren revolutionieren will.

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