Kindle-Netz

Amazon testet mit Globalstar weltweites Funknetz für Kindle

Bericht: Google entwickelt eigenes, selbstfahrendes Auto
Von mit Material von dpa
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Zusammen mit dem Satelliten-Anbieter Globalstar testet Amazon ein eigenes weltweites Funknetz, das beispielsweise in Kindle-Geräten zum Einsatz kommen könnte. Und Google tüftelt mit deutscher Hilfe an einem selbstfahrenden Auto.

Das Magazin Self-Publisher-Bibel berichtet über eine angebliche Zusammenarbeit zwischen dem Satelliten-Netzbetreiber Globalstar und Amazon. Globalstar betreibt ein weltweites Satelliten-Netz und besitzt zu diesem Zweck die Lizenz für Funkfrequenzen, über die üblicherweise die Kommunikation mit den eigenen Satelliten abgewickelt wird. Doch Globalstar nutzt diese Frequenzen wohl nicht alle.

Amazon testet mit Globalstar eigenes weltweites FunknetzAmazon testet mit Globalstar eigenes weltweites Funknetz - für den Kindle? Da der Erwerb freier Funkfrequenzen eine sehr teure Angelegenheit ist, könnte hier Amazon ins Spiel kommen, das für seine Kindle-Geräte mit 3G das weltweite Whispernet für die Kommunikation zwischen Kindle und Amazon-Shop nutzt. Amazon könnte also ein Interesse daran haben, die freien Funkfrequenzen von Globalstar für die WLAN-Kommunikation der Kindle-Geräte mit dem Shop zu nutzen. Das Problem dabei ist, dass die Frequenzen im Besitz von Globalstar nicht Teil der weltweiten WiFi-Standards sind. Aktuelle WLAN-Geräte könnten daher nicht in diesem Netz funken. Es ist aber denkbar, dass Amazon in seinen Kindle-Geräten zukünftig ein WLAN-Modul für die Kommunikation über die Globalstar-Frequenzen verbaut. Diese Lösung könnte für Amazon weltweit günstiger sein als Gebühren an diverse Mobilfunkprovider zu zahlen.

Amazon hat den Bericht allerdings bislang nicht kommentiert. Auf Amazon als Interessent stieß die Öffentlichkeit dadurch, dass in einem Antrag für einen Feldtest die genauen Koordinaten in Mountain View und Cupertino (Kalifornien) angegeben waren. Und dort sitzt nicht Apple, sondern ein Entwicklungslabor von Amazon.

Google entwickelt wohl eigenes, selbstfahrendes Auto

Google entwickelt laut einem Medienbericht ein eigenes selbstfahrendes Auto, statt seine Technik immer nur in die Wagen anderer Hersteller einzubauen. Der Internet-Konzern habe in den vergangenen Monaten Gespräche mit Auftragsfertigern über den Bau von Autos nach Google-Vorgaben geführt, berichtete der Technologie-Journalist Amir Efrati. Der gut vernetzte Efrati war zuvor beim "Wall Street Journal" und baut jetzt ein neues Technologie-Blog mit auf.

Google schwebe vor allem ein "Robo-Taxi" vor, dass in Städten autonom Fahrgäste einsammeln und an ihr Ziel bringen könne, schrieb Efrati. Das wirft ein neues Licht auf den Einstieg des Risikokapital-Arms Google Ventures mit über 250 Millionen beim amerikanischen Edel-Taxidienst Uber, über die am Freitag berichtet worden war.

Google habe über die Produktion des eigenen Autos unter anderem mit dem deutschen Autozulieferer Continental und dem Auftragsfertiger Magna gesprochen, schrieb Efrati. Die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" hatte diese Woche berichtet, Google und Conti näherten sich einem Kooperationsdeal beim autonomen Fahren, nähere Details blieben jedoch im Dunkeln.

Der Internet-Konzern testet schon seit mehreren Jahren selbstfahrende Autos in den USA. Ursprünglich wurde die Technik in das Modell Prius von Toyota eingebaut, zuletzt waren auch andere Wagen zu sehen.

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