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Fire TV 2017 mit Alexa vorgestellt

Nachdem zuletzt die Gerüchte es angedeutet hatten, hat Amazon nun offiziell die dritte Generation der Fire TV Set-Top-Box vorgestellt. Diese verbessert vor allem die 4K-Qualitäten, lässt aber dafür an anderer Stelle etwas vermissen.
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In Sachen Streaming-Boxen lässt sich der Amazon Fire TV durchaus als einer der erfolg­reichsten und beliebtesten Vertreter bezeichnen. Preiswert, technisch mit allerhand Funktionen ausgestattet und natürlich dem Medien-Ökosystem von Amazon Prime Video, hat der kleine schwarze Kasten viele Fans gefunden.

Nun hat Amazon die offiziell dritte Generation der Set-Top-Box vorgestellt, die neben einem technischen Upgrade auch ein neues Design mit sich bringt. Man könnte den neuen Fire TV (2017) als eine Mischung aus Fire TV Stick und der klassischen Box betrachten.

Neu ist die Wiedergabe von 4K-Inhalten mit 60 Frames pro Sekunde - der Vorgänger konnte nur 4K bei 30 Frames/Sekunde - und erstmals auch HDR. Vor allem letzteres sorgt für eine Aufwertung des Bildes, sofern ein entsprechend HDR-fähiger Fernseher oder Monitor zum Einsatz kommt, mit der Beschränkung auf HDR10. Der technisch bessere HDR-Standard Dolby Vision wird nicht unterstützt. Zusätzlich kann der Heimkino-Standard Dolby Atmos genutzt werden, was für ein verbessertes Surround-Sound-Erlebnis sorgt.

Amazon Fire TV 2017
Das HDMI-Kabel ist bereits fest im neuen Fire TV integriert

Neues Design mit Einschränkungen

Was vermutlich als Erstes auffallen dürfte, ist eine leichte Design­änderung der Set-Top-Box. Nicht nur ist diese kleiner und kompakter, sondern auch mit erheblich weniger Anschlüssen ausgestattet. So müssen Käufer des neuen Modells unter anderem auf einen separaten Netzwerk­anschluss verzichten - der neue Fire TV (2017) kommt nur per Dualband WLAN-ac ins Internet. Wer trotzdem ein LAN-Kabel verwenden will, muss sich einen optionalen Adapter für 14,99 Euro bei Amazon bestellen. Besagter Adapter wird am microUSB-Port für die Strom­versorgung angeschlossen. Der Adapter selbst hat neben der Ethernet-Buchse eine separate microUSB-Buchse für das Netzteil.

Das wiederum könnte darauf hinweisen, dass der neue Fire TV (2017) USB-Zubehör wie Tastaturen und Gamepads unterstützt, allerdings nur über einen microUSB-Adapter. Eine separate Buchse ist nicht vorhanden, ebenso wenig ein optischer Audio­ausgang und der Slot für eine microSD-Speicherkarte. Da Amazon die neue Box zwar als dritte Generation des Fire TV beschreibt, aber mit dem Fire TV Stick vergleicht, wiegt der Nachteil nicht mehr ganz so groß. Daher fällt auch das Hardware-Upgrade zum Stick als Vergleich spannender aus.

Amazon Fire TV 2017
Wie beim Fire TV Stick gibt es nur noch eine microUSB-Buchse als Anschluss
Laut AFTVNews.com ist als Prozessor ein Amlogic S905Z verbaut, dessen vier Kerne mit bis 1,5 GHz takten und von einem ARM Mali-450 MP3 Grafikchip unterstützt werden. 2 GB RAM und 8 GB internem Speicher runden die technische Ausstattung ab. Damit ist der neue Fire TV (2017) zwar leistungsfähiger bei der Wiedergabe von 4K- und HDR-Inhalten, liegt aber bei der Spieleleistung sogar noch unter der ersten Fire-TV-Box von 2014.

Alexa-Integration und Preise

Bei der Fernbedienung wiederum hat sich nichts verändert, es ist nach wie vor dieselbe mit der Alexa-Sprachsteuerung. Das heißt, dass der Fire TV (2017) auch als Steuer­zentrale für das smarte Zuhause genutzt werden kann. Vorinstalliert ist auf der Box das neue Fire OS 6 aus Basis von Android 7.1 Nougat, weswegen noch vergleichs­weise wenige Details zu den Software-Funktionen selbst bekannt ist.

Mit 79,99 Euro ist der neuste Vertreter von Amazons Fire-TV-Familie durchaus als preiswert zu bezeichnen, vor allem da die Box das Hardware-Decodieren von H.265/HEVC mit dem Main10-Profil Level 5 unterstützt, sowohl im 8-Bit- als auch 10-Bit-Farbprofil, sowie H.264, H.263, VP8 und VP9 unterstützt. Letzterer Codec ist unter anderem für die Wiedergabe von YouTube-Videos mit 4K-Auflösung bei 60 Frames/Sekunde notwendig, was nicht einmal der neue Apple TV 4K beherrscht. Die Auslieferung selbst soll ab dem 25. Oktober erfolgen.

Lesen in einem weiteren Artikel, warum der neue Fire TV (2017) nicht das Top-Modell der Fire-TV-Familie für dieses Jahr ist.

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