Smart-TV

Fire TV Stick im Test: Fast perfekt mit etwas viel Amazon

Im ausführlichen Test muss der Amazon Fire TV Stick zeigen, ob er überzeugen kann. Wir wollen wissen, wie Amazon die Bedienung gelöst hat, wie gut eigene und fremde Angebote eingebunden sind und wo der Kunde Abstriche machen muss.
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Der Fire TV Stick aus dem Hause Amazon soll eine einfache Möglichkeit sein, Smart-TV, Mediatheken, Amazon-Dienste und eigene Mediendateien auf den Fernseher zu bringen. In einem ersten Kurztest haben wir den Amazon Fire TV Stick ausgepackt und eingerichtet und uns dabei über die einfache Konfiguration und Handhabung gefreut. In einem separaten Artikel hatten wir bereits die Problematik mit Jugend- und Datenschutz aufgrund des vorkonfigurierten Accounts inklusive Passwort erläutert.

Die VerpackungDie Verpackung Im ausführlichen Test musste der Fire TV Stick nun allerdings beweisen, ob er diese Unkompliziertheit auch im regulären Alltagsbetrieb weiter aufrecht erhalten kann. Da die Smart-TV-Oberflächen der TV-Hersteller nicht immer ein Musterbeispiel für eine intuitive Bedienung sind, haben wir geprüft, ob der Amazon Fire TV Stick sich hier besser präsentieren kann. Teil unseres Tests ist beispielsweise die Smartphone- und Sprachsteuerung.

Erstes Update für den StickErstes Update für den Stick Zwei Tage nach unserem ersten Test gab es übrigens das erste Firmware-Update für den Stick. Dieses wurde aber nicht angezeigt, wir entdeckten es nur zufällig im Einstellungsmenü. Download, Installation und Neustart des Sticks dauerten etwa drei Minuten, an der Oberfläche hat sich durch das Update nichts geändert. Der Stick hat eine Speicherkapazität von 5,57 GB, nach der Installation von etwa 10 Apps sind davon aber immer noch 4,86 GB verfügbar - das System ist also recht schlank.

Sound und Kino-Feeling - nur per HDMI

Stromversorgung per Micro-USBStromversorgung per Micro-USB Viele Besteller des Fire TV Stick, aber auch Nutzer der Fire-TV-Box haben sich gefragt, ob der Stick ebenfalls zusammen mit Heimkinoanlagen nutzbar ist. Denn die Fire-TV-Box verfügt über einen optischen Toslink-Ausgang, an den sich direkt eine kompatible Anlage anschließen lässt.

Der Fire TV Stick hat keinen Audio-Ausgang - auch keinen analogen. HDMI ist also die einzige Transportmöglichkeit für den Sound. Unser Testfernseher erlaubt das Durchschleifen eines digitalen Signals, der Sound kam also per HDMI vom Stick und wurde dann von unserem Fernseher per Toslink an die Heimkinoanlage der Firma Teufel weitergeleitet. Hierbei gab es praktisch keinen Versatz zwischen Ton und Bild, und dieser ist mittlerweile auch in vielen Fernsehern regelbar.

Infos zum Stick und seinem BesitzerInfos zum Stick und seinem Besitzer Modernere Heimkinoanlagen verfügen selbstverständlich über einen HDMI-Eingang. Hier wäre es denkbar, den Fire TV Stick nicht am Fernseher, sondern direkt an der Anlage zu betreiben. Die Anlage leitet dann den Sound direkt an ihren Decoder weiter und das Bild ohne Ton per HDMI an den Fernseher. Wichtigste Voraussetzung ist natürlich, dass der Video-on-Demand-Anbieter den Film in Mehrkanalton ausliefert. Bei reinem Stereoton nehmen die Heimkinoanlagen in der Regel einen Upmix auf die Lautsprecherkanäle vor. Dies ist allerdings dann kein echtes Dolby Digital oder dts.

Stick-Umzug: Neues WLAN-Netz wird gesucht

Neues WLAN muss nach Standortwechsel eingerichtet werdenNeues WLAN muss nach Standortwechsel eingerichtet werden Die Ersteinrichtung des Sticks haben wir an einem HDMI-fähigen Fernseher in unserer Redaktion vorgenommen und den Test dann am Fernseher zuhause weitergeführt. Wichtig zu wissen ist, dass der Stick eine stetige Stromversorgung über das beigelegt Netzteil benötigt. Die mit einem USB-Stick vergleichbare Bauform darf nicht zur Annahme verleiten, dass der Stick seine Energie aus dem HDMI-Port zieht, so wie das bei USB üblich ist.

So baumelt der Stick am HDMI-PortSo baumelt der Stick am HDMI-Port Wie man auf unserem Foto sehen kann, ist die Schnittstellenumgebung bei den Fernsehern oft so gestaltet, dass der Stick nicht direkt eingesteckt werden kann, weil zuwenig Platz ist. Dafür hat Amazon glücklicherweise gleich eine HDMI-Verlängerung beigelegt. Der Nutzer muss allerdings damit rechnen, dass der Stick dann optisch wenig ansprechend am Fernseher baumelt und auch vom Sofa aus sichtbar ist.

Der Stick schaut hinter dem Fernseher vorDer Stick schaut hinter dem Fernseher vor Im Unboxing haben wir bereits das klobige Netzteil kritisiert, auch Leser von teltarif.de haben das als Kritikpunkt genannt. Bei unserer Steckerleiste sind die Steckdosen um 45 Grad gedreht. Steckt man hier das Amazon-Netzteil ein, wird eine weitere Steckdose überdeckt - verlustfrei nutzen lässt sich das Steckernetzteil daher nur an der äußersten Steckdose.

Der Stick hat glücklicherweise eine sehr kurze Bootzeit - bis man am Fernseher den richtigen HDMI-Eingang ausgewählt hat, ist der Homescreen in der Regel bereits da. War der Stick allerdings vorher in einem anderen WLAN, braucht er etwas länger, um das zu bemerken. Uns ist auch aufgefallen, dass die beiliegende Fernbedienung in so einem Fall (Fehlermeldung) nicht immer ganz zuverlässig funktioniert. Nach etwa 10 Sekunden konnten wir dann allerdings ein neues WLAN auswählen und das Passwort eingeben. Die Bildschirmtastatur ist im QWERTZ-Format angeordnet und mit der Fernbedienung - wie bei Smart-TVs - im üblichen Suchverfahren per Pfeiltaste zu bedienen.

Auf der folgenden Seite widmen wir uns der Bedienung per Smartphone und Spracheingabe und werfen einen Blick auf Video-Angebote und Mediatheken. Außerdem testen wir die Azeige eigener Fotos und den Bildschirmschoner.

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