Smart-TV-Stick

Amazon Fire TV Stick 4K im Test: Klein, aber oho

Amazon veröffentlicht nun auch einen Fire TV Stick mit 4K-Auflösung. Wir konnten ihn vor dem Marktstart ausführlich testen.
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Im Lieferumfang des Sticks befinden sich wieder eine Fernbedienung nebst Batterien sowie ein Netzteil mit Micro-USB-Kabel. Auch eine HDMI-Verlängerung legt Amazon wieder bei, falls der Stick bauartbedingt nicht direkt am Fernseher Platz findet. Außerdem sind diverse Kurzanleitungen in der Packung. Der Stick hat erneut keine weiteren Anschlüsse außer Micro-USB und HDMI. Über einen USB-OTG-Adapter können aber wieder externe USB-Geräte angeschlossen werden und natürlich lassen sich per Bluetooth auch kabellose Eingabegeräte wie Tastatur und Maus koppeln. Was nach wie vor fehlt, ist ein analoger oder digitaler Audio-Ausgang.

Nach dem Auspacken sind prinzipiell dieselben Schritte erforderlich wie bei früheren Fire TV Sticks auch. Zunächst sollte der Stick in einen freien HDMI-Port des Fernsehers gesteckt werden, anschließend kann das Netzteil verbunden werden. Ist am Fernseher der korrekte HDMI-Port mit der Fernbedienung ausgewählt, sieht man nun, wie der Einrichtungsassistent startet.

Der Fire TV Stick 4K hat nach wie vor nur zwei Schnittstellen: HDMI und Micro-USB
Der Fire TV Stick 4K hat nach wie vor nur zwei Schnittstellen: HDMI und Micro-USB
In unserem Test nahm der Fire TV Stick 4K zunächst Kontakt mit der Fernbedienung auf. Nach der Sprachauswahl konnten wir uns mit einem WLAN-Netz verbinden. Ohne weiter zu fragen, lud der Stick nun die aktuellste Software-Version herunter. Die Installation inklusive Neustart dauerte in unserem Test gut 10 Minuten. Anschließend galt es, die Zugangsdaten des Amazon-Kontos anzugeben.
Bei der Ersteinrichtung erfolgt zunächst die Koppelung mit der Fernbedienung
Bei der Ersteinrichtung erfolgt zunächst die Koppelung mit der Fernbedienung

Koppelung mit Amazon-Konto muss nun mehrfach bestätigt werden

Die Koppelung mit einem Amazon-Konto muss aber auf einem anderen Gerät durch die Eingabe eines Codes bestätigt werden, und zwar über die Seite amazon.de/code. Damit hat Amazon einen unserer Kritikpunkte beim allerersten Fire TV Stick beseitigt. Wie berichtet war dieser mit vorkonfiguriertem Amazon-Account geliefert worden, was wir damals als beträchtliche Datenschutz-Panne und potenziellen Jugendschutz-Verstoß eingeschätzt haben. Auch dass die WLAN-Passwörter auf dem Amazon-Account für spätere Einrichtungsvorgänge gespeichert werden, muss jetzt entweder erlaubt oder untersagt werden.

Vor dem ersten Start lässt sich nun auch bereits die Kindersicherung aktivieren. Anschließend spielt der Stick von selbst ein kleines Einführungsvideo ab, in dem nicht nur die Features gezeigt, sondern auch für kostenpflichtigen Amazon-Content Werbung gemacht wird. Außerdem wird die Funktionsweise der Alexa-Fernbedienung erläutert. Vor dem ersten Start der Oberfläche konnten wir noch gewünschte Apps wie Mediatheken auswählen, die sofort installiert wurden.

Koppelung mit einem Amazon-Konto
Koppelung mit einem Amazon-Konto

System und Menü-Navigation

Das Betriebssystem des Fire TV Stick 4K lief in unserem Test in annehmbarer Geschwindigkeit, längere Wartezeiten gab es nicht. Auch App-Installationen gingen schnell vonstatten. Wenn eine App etwas länger zum Laden braucht, liegt das am App-Entwickler und nicht am Fire TV Stick 4K. Insbesondere Mediatheken und Video-Apps starteten in unserem Test aber immer flott.

Weiterhin ein Nachtei der Oberfläche des Fire TV Stick 4K bleibt, dass sie nicht frei konfigurierbar ist. Denn das könnte natürlich dazu führen, dass der Nutzer seine Lieblings-Apps ganz vorne platziert und die kommerziellen Amazon-Angebote in den Hintergrund gedrängt werden. Das lässt Amazon aber nicht zu, und so dominiert auf der Startseite weiterhin großflächige Werbung für neue Serien oder andere Inhalte, die entweder in Prime enthalten sind oder extra Geld kosten. Nach wie vor müssen wir kritisieren, dass es nur noch schwer möglich ist, speziell nach in Prime enthaltenen Inhalten zu suchen - Amazon mischt immer Inhalte darunter, die extra kosten.

Die Auswahl an Apps ist mittlerweile sehr umfangreich geworden - fast jeder wichtige TV-Sender oder Video-Anbieter hat seine App mittlerweile auf dem Fire-TV-System. Nachteilig bleibt für Fire-TV-Nutzer aber nach wie vor die Rivalität zwischen Amazon und Google: Eine native YouTube-App sucht man immer noch vergebens.

Es gibt zwar eine Verlinkung zu YouTube. Diese startet allerdings lediglich YouTube in einem der Fire-TV-Browser. Von diesen gibt es mittlerweile mehrere, beispielsweise Firefox oder den Amazon-eigenen Silk-Browser. Beim ersten Start der YouTube-Verknüpfung muss man sich entscheiden, in welchem Browser YouTube-Inhalte zukünftig abgespielt werden. Es bleibt zu hoffen, dass Amazon und Google diesbezüglich irgendwann einmal über ihren Schatten springen und das Kriegsbeil begraben.

Auf der letzten Seite beschäftigen wir uns nun mit der Alexa-Sprachsteuerung und mit der Wiedergabequalität bei Filmen und Mediatheken. Dort lesen Sie auch unser Testfazit zum Fire TV Stick 4K.

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