Ausprobiert

Amazon Dash Button: So funktioniert die Bestellung per Knopfdruck

Statt der 1-Click-Bestellung am Smartphone lassen sich Amazon-Produkte nun auch mit dem Dash Button bestellen. Doch wie gut funktioniert es wirklich?
AAA
Teilen (3)

Seit wenigen Tagen können auch deutsche Amazon-Kunden ihre Bestellung per Dash-Button aufgeben. Bei Amazon Dash handelt es sich um ein nur wenige Zentimeter großes WLAN-Gerät, welches Interessenten für einmalig 4,99 Euro bei dem Versandhändler erwerben können. Welche Erfahrungen wir bei unserer ersten "Dash-Bestellung" gesammelt haben und wie viel Zeit Nutzer für die Einrichtung einplanen sollten, beantworten wir in diesem Artikel.

Die Amazon-Dash-Buttons gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Während Nutzer mit dem einen Button Waschpulver (Ariel) nachbestellen können, gibt es etwa auch Modelle für Haustierhalter (Whiskas bzw. Pedigree Dash Button) und auch Bio-Fans (biozentrale Dash Button) kommen auf ihre Kosten. Für den Test haben wir uns für den Dash Button von biozentrale entschieden.

Dash Button wird in unscheinbaren Kartonschuber geliefert
Dash Button wird in unscheinbaren Kartonschuber geliefert

Dash Button: Auspacken und loslegen?

Der Dash Button wird in einer unscheinbaren Kartonverpackung geliefert. Von der Abmessung erinnert das WLAN-Gerät am ehesten an einen großen Kühlschrank-Magneten. Auf der Vorderseite ist groß das Logo des Anbieters abgedruckt, rechts daneben befindet sich der Knopf zur Aufgabe von Bestellungen. Bevor allerdings die erste Order getätigt werden kann, muss der Dash Button zunächst über die Amazon Shopping App (Android oder iOS) eingerichtet werden.

Shopping-App von Amazon startklar machen

Android-App von Amazon wird auf aktuelle Version gehobenAndroid-App von Amazon wird auf aktuelle Version gehoben Viele Amazon-Nutzer dürften die Shopping-App bereits auf ihrem Smartphone installiert haben und sich bei dem Setup des Dash Buttons über fehlende Funktionen in der Applikation wundern. Doch woran liegt es? Der Grund dafür ist einfach: Nur in der aktuellen Version der Anwendung ist das Dash-Button-Feature integriert. Entsprechend lohnt sich zunächst ein Blick in den Google Play Store bzw. Apples App-Store und das Einspielen vorhandener Aktualisierungen.

Ist die App auf dem neusten Stand, wird diese geöffnet und über die drei Striche das Optionsmenü aufgerufen. Anschließend entscheidet sich der Nutzer für den Punkt Mein Konto. Im unteren Bereich findet sich ein Eintrag namens Dash-Geräte samt den Unterpunkten Geräte verwalten und Ein neues Gerät einrichten. Für das erste Setup wird Ein neues Gerät einrichten ausgewählt und anschließend die Schaltfläche Zustimmen und loslegen betätigt. Im nächsten Schritt kommt der Dash-Button ins Spiel, der Anwender drückt dazu für etwa sechs Sekunden auf den weißen Knopf, bis die LED blau leuchtet. Danach wird in der App der Button Jetzt verbinden gedrückt. Der Dash-Button spannt ein eigenes WLAN-Netz (Amazon ConfigureMe) auf und das Smartphone verbindet sich automatisch damit. Jetzt wählt der Anwender sein eigenes WLAN-Netzwerk aus einer Liste in der App aus und gibt anschließend das Kennwort ein. Nun sind die WLAN-Zugangsdaten in dem Dash Button hinterlegt und dieser kann nun ohne Einschränkungen mit dem Internet kommunizieren.

Die richtige Produktauswahl treffen

Vorratsartikel lässt sich in der App festlegenVorratsartikel lässt sich in der App festlegen Für die erste Bestellung muss der Nutzer allerdings noch einen weiteren Parameter festlegen: Den zu bestellenden Verbrauchsartikel. Dazu geht der Anwender in die Amazon Shopping App und ruft wiederholt die Einstellungen auf. Im nächsten Schritt wird unter dem Reiter Dash-Geräte der Unterpunkt Geräte verwalten ausgewählt. Nun kann der Anwender festlegen, welches Produkt er standardmäßig geliefert bekommen möchte. Des Weiteren werden noch die Lieferanschrift und die Zahlungsmethode abgefragt. Der Nutzer kann sich im Fall des biozentrale-Buttons für Produkte von dem Händler biozentrale in Vorratsgrößen entscheiden, die in einer Liste zur Auswahl stehen. Unter anderem sind drei Packungen Leinsamen a 400 Gramm zum Preis von 6,87 Euro im Angebot, 10 mal Vollkorn-Sauerteig kostet 12,90 Euro. Nutzer können im Nachgang ihre Entscheidung übrigens jederzeit revidieren und ein anderes Vorratsprodukt aus dem Sortiment des Händlers wählen. Die Belegung des Dash-Buttons von biozentrale mit einem Produkt des Herstellers Whiskas ist hingegen nicht möglich. Dafür müssen Nutzer dann einen Zweit-Button erwerben.

Erste Bestellung per Dash-Button tätigen

Der Dash Button von Amazon im ersten Test
Der Dash Button von Amazon im ersten Test
Um die erste Order per Dash-Button aufzugeben, drückt der Anwender einfach den Knopf und wird per grüner LED über den erfolgreichen Eingang der Bestellung informiert. Parallel erhält der Nutzer per Amazon-Shopping-App eine Benachrichtigung über die Bestellung und kann hier Details (Preis, Lieferadresse und Zahlungsart) einsehen. Auf dem Dash-Button selbst befindet sich hingegen leider keine Anzeige, die über den Verkaufspreis des Produkts Auskunft gibt.

Wer Mehrfachbestellungen durch versehentliches Drücken des Dash-Buttons vorbeugen möchte, sollte den Schutzmechanismus in der Amazon-Shopping-App aktiviert lassen. In den Einstellungen findet sich diese Konfiguration unter der Bezeichnung Mehrfach-Bestellungen. Sofern Nutzer an der Einstellung nichts ändern, wird eine neue Bestellung erst dann angenommen, wenn die Lieferung aus der vorherigen Order beim Kunden angekommen ist. Amazon verspricht zudem, dass Nutzer Produkte problemlos zurücksenden können und dafür keine Kosten entstehen sollen.

Kosten: Rechnerisch 1 Cent Gewinn

Eine LED informiert über den aktuellen StatusEine LED informiert über den aktuellen Status Wie viel kostet der Dash Button denn nun wirklich? Nutzer zahlen bei der Bestellung der Hardware einmalig 4,99 Euro. Doch nun kommt der Clou: Anwender bekommen den Betrag bei der ersten Bestellung über den Dash Button zurückerstattet, hierzu später mehr. Wir haben uns für eine Testbestellung des Leinsamen-Vorrats zum Preis von 6,87 Euro entschieden. Für den Versand werden Prime-typisch keine Gebühren erhoben. Von dem Betrag wurde ein Aktionsguthaben in Höhe von 5 Euro abgezogen. Entsprechend müssen wir für die Order nur 1,87 Euro bezahlen.

Doch zurück zum rechnerischen Gewinn von 1 Cent, den wir in der Zwischenüberschrift hervorheben: Da wir nur 4,99 Euro für den Dash-Button gezahlt haben, aber ein Aktionsguthaben in Höhe von fünf Euro zurück erhalten, ergibt sich eine Differenz von einem Cent. Interessenten sollten bei der Kalkulation allerdings nicht vergessen, dass eine kostenpflichtige Prime-Mitgliedschaft für die Nutzung des Dash Buttons erforderlich ist.

Fazit: Superschnell, komfortabel aber nicht ganz unproblematisch

Das Setup des Dash-Buttons lief mit unserem Android-Smartphone problemfrei ab und nahm etwa drei Minuten in Anspruch. Die erste Bestellung durch einen Knopfdruck auf den Button ging auch ohne Problem durch und die Integration in die Amazon Shopping App wurde gut umgesetzt. Im Vergleich zum Einkauf über die Smartphone-App ist der Nutzer bei Verwendung des Dash Buttons zudem wesentlich schneller. Ein weiterer Punkt auf der Habenseite: Anwender können das Gerät problemlos von ihrem Heimnetzwerk entkoppeln und in ein neues WLAN-Netz einklinken. Ebenso verhält es sich mit den Produkten. Nutzer können innerhalb des Anbieter-Portfolios einfach zu einem anderen Vorratsartikel wechseln.

Doch damit kommen wir auch direkt zu den negativen Eigenschaften von Amazon Dash. Die Beschränkungen, dass jeder Button fest an das Produktangebot eines Herstellers gekoppelt ist, hat einen faden Beigeschmack. Weiterhin vermissen wir eine Anzeige auf dem Dash Button, die über den Warenwert informiert. Dieser Mangel ist auch für Verbraucherschützer der größte Kritikpunkt, wie wir in einem weiteren Artikel berichten.

Haben Sie bereits Erfahrung mit dem Amazon Dash Button gesammelt? Diskutieren Sie gerne in den Kommentaren mit:

Teilen (3)

Mehr zum Thema Amazon