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Kreise: Amazon baut Tablets und ein eigenes Smartphone

Online-Händler soll mit mehreren Geräten voll auf Android setzen
Von Steffen Herget
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Amazon steigt ins Hardware-Geschäft einAmazon steigt ins Hardware-Geschäft ein Derzeit überschlagen sich die Hinweise und Gerüchte im Bezug auf die Hardware-Strategie von Amazon. Dass der weltgrößte Online-Händler verstärkt eigene Hardware-Produkte anbieten wird, gilt mittlerweile als sicher. Wie das gewöhnlich gut informierte Magazin Android And Me unter Bezug auf ungenannte Quellen aus dem Unternehmensumfeld berichtet, wird es allerdings nicht bei einem einzigen Tablet bleiben, dem Bericht zufolge plant Amazon mindestens zwei Tablets sowie ein eigenes Android-Smartphone.

Den Hinweisen zufolge, die das Magazin erhalten hat, wird Amazon zwei Tablets mit unterschiedlich großen Displays auf den Markt bringen, die wie das vermutete Smartphone mit Android als Betriebssystem ausgestattet werden sollen. Den E-Book-Reader Kindle gibt es ebenfalls in zwei verschiedenen Versionen, mit sechs oder 9,7 Zoll Bildschirmdiagonale.

Gerüchte gibt es auch bereits darüber, wie sich Amazon in Sachen Hardware von der Konkurrenz abgrenzen könnte. Im Gespräch sind offenbar spezielle Bildschirm wie die Hybrid-Displays von PixelQi oder die von Qualcomm entwickelten Mirasol-Displays. Beide Varianten würden das Amazon-Tablet wohl besser als andere Modelle für den Einsatz als E-Book-Reader eignen. Zudem spräche der geringere Stromverbrauch dafür, denn so ließe sich die Akkulaufzeit deutlich erhöhen, da das Display bei Tablets und Smartphones einer der größten Stromverbraucher ist.

Gut vorbereitet in Sachen Inhalte

Was die Inhalte angeht, ist Amazon gut auf eine eigene Gerätelinie vorbereitet. Seit einigen Monaten hat das große Online-Kaufhaus einen eigenen Appstore, der Applikationen für Android-Geräte bereit hält - ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bereits zum Start hatte Amazon knapp 4 000 Apps im Programm. Auch den Musikbereich kann Amazon bedienen, spätestens seit dem Start des Amazon Cloud Drive, das sich allerdings hierzulande derzeit noch nicht offiziell nutzen lässt, nur mit einem kleinen Trick. Dazu kommen mit dem Online-Speicher Amazon S3 und natürlich dem Kindle-Store für E-Books - seit kurzem auch in Deutschland nutzbar - zwei weitere wichtige Felder eines eigenen Ökosystems auf Cloud-Basis. Alles Weitere könnte sich Amazon dann von Google zusammen mit dem Betriebssystem besorgen. Für alle diese Gerüchte steht allerdings eine offizielle Bestätigung seitens Amazon noch aus.

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