Budget-Smartwatches

Amazfit Bip U & Bip S im Smartwatch-Test: Gut und günstig?

Xiaomi-Partner Amazfit bietet mit Bip U, Bip U Pro, Bip S Lite und Bip S vier Smart­wat­ches zu Preisen ab 35 Euro an. Ob diese trotz des güns­tigen Preises brauchbar sind, verrät unser Test.

Um mit Smart­wat­ches seine Gesund­heit und Fitness im Blick zu behalten, muss man nicht zwin­gend Unsummen ausgeben. Wir haben uns die aktu­ellen Einstei­ger­modelle des Xiaomi-Part­ners Amazfit zukommen lassen, um zu erör­tern, was in einem Preis­bereich zwischen 35 Euro und 53 Euro möglich ist.

In diesem Erfah­rungs­bericht schil­dern wir unsere Impres­sionen von Bip U, Bip U Pro, Bip S Lite und Bip S. Insge­samt zehn Tage haben wir das Smart­watch-Quar­tett umfas­send im Alltag getestet. Dabei kris­tal­lisierten sich große Stärken und klei­nere Schwä­chen heraus.

Die Bip-Produkt­linie von Amazfit im Über­blick

Von links nach rechts: Bip S Lite, Bip U, Bip U Pro, Bip S Lite Von links nach rechts: Bip S Lite, Bip U, Bip U Pro, Bip S Lite
Bild: Andre Reinhardt
Bip U und Bip U Pro ähneln auf den ersten Blick äußer­lich stark ihren Artver­wandten Bip S Lite und Bip S, richten sich aber vor allem durch die unter­schied­lichen Display­typen an andere Ziel­gruppen. Wer eine möglichst scharfe und kontrast­reiche Anzeige möchte, ist aufgrund des IPS-LCD am besten bei der Bip-U-Serie aufge­hoben.

Gehen Akku­lauf­zeit und Ables­bar­keit bei starker Sonne über alles, spielt wiederum die Bip-S-Serie mit ihrem trans­flek­tivem LCD ihren Trumpf aus. Eine Daseins­berech­tigung haben beide Vari­anten. Der Fokus der Weara­bles liegt ganz klar auf Gesund­heit und Fitness. Es handelt sich eher um Fitness­arm­bänder im Smart­watch-Design.

Spezi­fika­tionen im Vergleich

Spezifikationen im Vergleich Spezifikationen im Vergleich
Bild: Andre Reinhardt
Mit jeweils 31 g und 11,4 mm Dicke sind die schlauen Uhren recht leicht und schmal. Ein eckiges Gehäuse sowie ein abnehm­bares Sili­kon­arm­band mit einer Breite von 20 mm hat das Vierer­pack gemein. Ansonsten unter­scheiden sich die Serien Bip U und Bip S abseits des Displays noch von ihrem Funk­tions­umfang und der Akku­größe.

In der einge­bet­teten Tabelle finden Sie die wich­tigsten Features im Vergleich. Das verwen­dete Mobil­gerät muss mindes­tens Android 5.0 respek­tive iOS 10.0 instal­liert haben. In unserem Bericht beziehen wir uns auf Erfah­rungen mit einem Android-Smart­phone.

Amazfit Bip U (Pro): Das hat uns gefallen

Amazfit Bip U (Pro) von vorne Amazfit Bip U (Pro) von vorne
Bild: Andre Reinhardt
Die Einrich­tung der Smart­wat­ches geht schnell und unkom­pli­ziert vonstatten. Beim Start wird ein QR-Code auf dem Display des Zeit­mes­sers einge­blendet, der per Handy gescannt auf die dazu­gehö­rige App verweist. Sobald diese instal­liert wurde, lässt sich die Uhr per erneutem Einscannen des QR-Codes inner­halb der Anwen­dung koppeln. Um den vollen Funk­tions­umfang der Bip U (Pro) nutzen zu können, müssen Sie den gefor­derten Berech­tigungen zustimmen.

Schon beim Start­bild­schirm der App fallen die Schwer­punkte Gesund­heit und Fitness auf. So werden die täglich zurück­gelegten Schritte groß­flä­chig im oberen Bereich veran­schau­licht. Amazfit Bip U (Pro) von hinten Amazfit Bip U (Pro) von hinten
Bild: Andre Reinhardt
Darunter gibt es weitere Angaben wie die Herz­fre­quenz, die Schlaf­dauer und die erreichten Trai­nings­ziele. Dieser Über­blick gefällt uns gut. Der Herz­fre­quenz­sensor verrichtet zuver­lässig seinen Dienst. Im Vergleich zu anderen Smart­wat­ches gibt es eine Abwei­chung von maximal zwei BPM. Die Messung des Blut­sauer­stoffes erwies sich als akkurat.

Zurück­gelegte Distanzen unter­scheiden sich im Vergleich zu unserem Handy nur gering­fügig. Positiv über­rascht sind wir vom genauen GPS der Bip U Pro. Benach­rich­tigungen kamen flott und voll­ständig auf der U-Serie an. Das Display ist kontrast­reich und scharf. Eigene Fotos lassen sich als Ziffer­blätter verwenden.

Amazfit Bip U (Pro): Das hat uns nicht gefallen

Amazfit Bip U (Pro) Seitanansicht Amazfit Bip U (Pro) Seitanansicht
Bild: Andre Reinhardt
Die Über­set­zung ins Deut­sche ist nicht immer gelungen. Unter dem Menü­punkt „Genießen“ der Smart­phone-App vermuten die wenigsten User Einstel­lungen für das Ziffer­blatt, den Zielen und den Benach­rich­tigungen. Apropos Benach­rich­tigungen: Sobald diese gelesen wurden, verschwinden sie aus der entspre­chenden Sektion. Ein Archi­vieren von Mittei­lungen ist nicht möglich.

Leider gibt es keine deut­sche Datums­anzeige auf dem Wearable. Somit kommt der Monat vor dem Tag und die Wochen­tage sind in Englisch gehalten. Außerdem kann es bis zu 15 Sekunden dauern, bis die Synchro­nisie­rung der Daten mit dem Handy erfolgt. Smartphone-App von Amazfit Smartphone-App von Amazfit
Bild: Andre Reinhardt
Die Alexa-Funk­tion der Bip U Pro ist eine nette Idee, mangels Laut­spre­cher muss der Anwender die Infor­mationen aller­dings ablesen, was beim Sport etwas unprak­tisch ist.

Auf der nächsten Seite beschäf­tigen wir uns mit der Amazfit Bip S (Lite). Außerdem lesen Sie ein Fazit.

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