Verschlüsselungstrick

Altes Handy verkaufen: So löschen Sie ihre Daten sicher

Der Abschied naht, das alte Smart­phone wird verkauft, verschenkt oder entsorgt. Aber was ist mit den ganzen Daten darauf? Können Nach­nutzer die noch sehen?

Wer sich von einem nicht mehr benö­tigten Smart­phone oder Tablet trennt, sollte vorher noch einmal kurz dem Thema Daten­schutz Aufmerk­sam­keit schenken. Damit niemand anders Daten einsehen oder wieder­her­stellen kann, gilt es, alle Daten vom Gerät zu löschen, bevor man es endgültig aus der Hand gibt.

Die Stif­tung Waren­test erklärt, was zu tun ist:

Persön­liche Daten sichern

Wer sein altes Handy verkaufen will (Bild: Galaxy S20), sollte persönliche Daten vorher löschen Wer sein altes Handy verkaufen will (Bild: Galaxy S20), sollte persönliche Daten vorher löschen
Bild: teltarif.de
Bei allen Smart­phones: Zuerst alle persön­lichen Daten, die man noch benö­tigt, sichern. Danach SIM-Karte und - falls einge­setzt - Spei­cher­karte entfernen, damit man das später nicht vergisst.

Bei Andro­iden gilt: Ist das Gerät verschlüs­selt, was eigent­lich alle neueren Andro­iden ab Werk sind, reicht es, das Gerät in den Einstel­lungen auf Werks­ein­stel­lungen zurück­zusetzen. Der entspre­chende Punkt kann je nach Hersteller etwa auch "Alle Daten löschen" oder "Auslie­ferungs­zustand" heißen.

Bei älteren Geräten muss man in den Einstel­lungen zuerst nach dem Menü­punkt "Verschlüs­selung" Ausschau halten - etwa im Bereich "Sicher­heit" - und die Verschlüs­selung vor dem Zurück­setzen gege­benen­falls erst einmal akti­vieren.

So gehts beim iPhone

Bei iPhones und iPads gilt: Bei iOS-Geräten müssen sich Nutzer eigent­lich nur das Zurück­setzen in den Einstel­lungen unter "Allge­mein/iPhone über­tragen/zurück­setzen" merken, weil Apple seit iOS7 (2013) alle Geräte ab Werk verschlüs­selt.

Und das steckt hinter dem Verschlüs­selungs­trick: Durch die Verschlüs­selung kommt es nicht mehr darauf an, dass die Daten tatsäch­lich gelöscht werden, etwa durch viel­faches Über­schreiben.

Wichtig ist hier viel­mehr, dass beim Zurück­setzen der Schlüssel, der sonst bei Eingabe des Sperr­codes oder beim Einlesen des Finger­abdrucks Gerät und Spei­cher geöffnet hat, gelöscht wird. Damit geht der Zugriff auf den Spei­cher unwie­der­bring­lich verloren. Dieser kann fortan nur noch mit neuen Daten beschrieben werden.

In einer weiteren News geht es um die App für das 9-Euro-Ticket, die seit Juni für iOS und Android verfügbar ist.

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