Alternative Browser

Konkurrenz für Internet Explorer: Browser für Windows Phone

Next Browser, Smartcube 3D und UC Browser im Vergleich
Von Steffen Herget
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Im Gegensatz etwa zum Google-Betriebssystem Android sind auf der Microsoft-Plattform Windows Phone die Alternativen für den eigenen Browser recht dünn gesät, bekannte Browser wie Chrome, Firefox oder Opera fehlen hier derzeit im Appstore. Der Windows Phone Marketplace beinhaltet dennoch einige Browser-Apps, die dem vorinstallierten Internet Explorer Konkurrenz machen sollen. Wir stellen drei interessante Browser aus dem aktuellen Angebot vor.

UC Browser ist weit verbreitet

Alternative Browser als Konkurrenz zum Internet ExplorerAlternative Browser als Konkurrenz zum Internet Explorer für Windows Phone Der UC Browser ist auf zahlreichen Plattformen verfügbar und hat insgesamt über 400 Millionen Nutzer, wie die Entwickler behaupten. Der kostenlose Browser ist auf einem Windows Phone schnell heruntergeladen und installiert, das Logo ist - warum auch immer - ein kleines Eichhörnchen. Als Einstieg begrüßt den Anwender eine Seite mit selbst zu belegenden Shortcuts - stilecht in Kachel-Optik - für die am häufigsten genutzten Webseiten. Beim Surfen lassen sich die zwei Menü-Leisten oben und unten ausblenden, um mehr Platz für die eigentliche Webseite zu bieten. Diese Möglichkeit hat der Internet Explorer nicht.

UC Browser im Vollbild-ModusUC Browser im Vollbild-Modus Der UC Browser kann insgesamt mit ähnlichen Funktionen wie der Internet Explorer aufwarten. Deutlich besser ist die Nutzung des "Zurück"-Buttons beim Surfen. Hier wird die vorher besuchte Webseite offenbar komplett im Cache belassen, sie ist ohne jegliche Verzögerung sofort bereit zum Weitersurfen - sehr angenehm, etwa wenn man nach dem Lesen eines Artikels auf die Hauptseite zurückkehren möchte. Praktisch ist auch die Möglichkeit, direkte Downloads auf das Handy durchzuführen. Leichte Schwächen hat der UC Browser beim Scrollen, hier flutschen die Webseiten nicht ganz so flüssig und weich daher wie gewohnt. Insgesamt muss sich der UC Browser aber vor dem Internet Explorer 10 unter Windows Phone 8 nicht verstecken und stellt eine gute Alternative dar.

SurfCube 3D Browser in Würfel-Optik

In Sachen Optik und Bedienung geht der SurfCube 3D Browser, den es in einer kostenlosen Version mit Werbung sowie einer werbefreien Variante für 1,99 Euro gibt. Webseiten und die Übersicht über die geöffneten Tabs werden hier in Form eines Würfels angezeigt. Wird die entsprechende Option in den Einstellungen aktiviert, lässt sich neben der Fingerbedienung durch Wischen von der Seite oder von oben auch durch Kippen des Smartphones in verschiedene Richtungen durch die verschiedenen Würfelseiten Smartcube 3D BrowserSmartcube 3D Browser blättern. Das sieht schickt aus und ist schön animiert, die Kipp-Funktion klappt in der Praxis auf dem Nokia Lumia 920 allerdings nur leidlich gut, zudem erntet man dabei häufig irritierte Blicke von umstehenden Personen.

Das normale Browsen macht mit dem SurfCube 3D Browser durchaus Spaß, er scrollt ebenso flüssig wie der Internet Explorer und zeigt sich auch beim Laden von Seiten ähnlich flott. Wie beim UC Browser kommen auch hier diejenigen Anwender auf ihre Kosten, die lieber über Google als über Bing suchen möchten, die Suchmaschine ist fest eingestellt. Die Wege zu Favoriten und Menüpunkten erfordern hier und da einen Klick mehr als im Internet Explorer, die Aufteilung der einzelnen Punkte ist allerdings sinnvoll. Wer sich mit dem Surfcube 3D Browser angefreundet hat, sollte sich überlegen, 1,99 Euro für die werbefreie Version zu investieren - das Werbebanner am unteren Rand stört auf die Dauer dann doch.

Next Browser kostet 1,99 Euro

Next BrowserNext Browser Von der dritten App in diesem Überblick gibt es keine kostenlose Version, der Next Browser kostet 1,99 Euro. Die Entwickler haben sich hier entschlossen, auf die Browser-Engine des Internet Explorer 9 zu setzen. Die Optik und Menüs wurden aber deutlich überarbeitet. So lassen sich die bis zu acht geöffneten Tabs einblenden, indem vom oberen Ende des Touchscreens nach unten gewischt wird. Schneller zwischen den Tabs hin und her wechseln lässt sich auch, indem man die komplette Webseite zur Seite schiebt. Ungünstig platziert ist die Schaltfläche, die das Menü öffnet: Sie sitzt direkt oberhalb der Adresszeile und ist sehr schmal. Als Suchmaschine lassen sich Bing oder Google aussuchen. Im Test funktionierte auch der Next Browser recht ordentlich, stürzte allerdings zwei Mal unangekündigt ab. Der schnelle Tab-Wechsel durch seitliches Wischen klappte nicht immer beim ersten Mal. Ein echter Mehrwert gegenüber dem Internet Explorer ist hier nicht unbedingt gegeben.

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