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Alphabet-Quartalszahlen: Werbung am lukrativsten

Bei der Google-Mutter Alphabet läuft alles wie gewohnt: Die Internet-Werbung verdient das Geld, die neuen Geschäfts­bereiche verursachen hohe Kosten. Zugleich gibt es deutliche Zuwächse im Geschäft mit Cloud-Diensten und Geräten.
Von dpa / David Rist
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Die Internet-Suche auf Smartphones und Werbung auf der Video­plattform YouTube sorgen für weiter schnelles Wachstum bei der Google-Mutter Alphabet. Die neuen Geschäfts­bereiche außerhalb des Google-Kern­geschäfts fuhren unter­dessen erneut einen Milliarden-Verlust ein.

Der Alphabet-Umsatz wuchs im vergangenen Quartal im Jahres­vergleich um 22 Prozent auf gut 26 Milliarden Dollar (24,2 Mrd Euro). Der Gewinn stieg von 4,9 auf 5,33 Milliarden Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Donnerstag mitteilte.

Analysten enttäuscht

 Der Suchbegriff "Alphabet" ist auf einem Monitor mit der Suchmaschinen-Webseite von Google zu sehen (gestelltes Foto).Die neuen Geschäftsbereiche bleiben bei Alphabet vor allem Kostenverursacher Dennoch enttäuschte der Internet-Riese die Erwartungen der Analysten. Sie hatten mit einem bereinigten Gewinn von 9,62 Dollar pro Aktie gerechnet, Alphabet erreichte statt­dessen 9,36 Dollar. Der Kurs fiel nach­börslich um gut zwei Prozent.

Nach wie vor verdient Google bei Alphabet das Geld, während die neuen Bereiche wie das Geschäft mit Glasfaser-Leitungen oder die Entwicklung von Soft­ware für selbst­fahrende Autos hohe Kosten bringen. Diese Sparten kamen im vergangenen Quartal zusammen auf einen Umsatz von 262 Millionen Dollar - und verbuchten dabei einen operativen Verlust von knapp 1,1 Milliarden Dollar. Dabei machte sich bereits bemerkbar, dass Alphabet-Finanz­chefin Ruth Porat mehr Finanz­disziplin bei den neuen Geschäfts­bereichen durchsetzte: Vor einem Jahr hatten sie bei Erlösen von 150 Millionen Dollar operativ 1,2 Milliarden Dollar verloren.

Werbeerlöse steigen trotz geringerer Kosten pro Klick

Bei Google stiegen die Werbe­erlöse um 17 Prozent auf 22,4 Milliarden Dollar. Sie machen damit nach wie vor den Löwen­anteil des gesamten Alphabet-Geschäfts aus. Nach wie vor sinken die Erlöse pro Klick auf eine Anzeige - im vergangenen Quartal um 15 Prozent im Jahres­vergleich. Doch Google gelingt es weiter­hin, dies mit einer steigenden Zahl von Klicks mehr als auszu­gleichen. Zuletzt waren es auf Google-Seiten 43 Prozent mehr.

Zugleich sprangen die anderen Google-Erlöse um 62 Prozent auf 3,4 Milliarden Dollar hoch. Dabei geht es um das Geschäft mit Apps, Cloud-Diensten oder Hardware wie dem neuen Google-Smartphone Pixel. Google-Chef Sundar Pichai betonte, dass der Konzern das Geräte-Geschäft ernsthaft angehe. Google als führender Entwickler des Betriebs­systems Android konkurriert damit direkt mit Herstellern von Android-Smartphones wie zum Beispiel Samsung.

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