Ärger

Monatlich hunderte Beschwerden zu Telekom All-IP (Update)

Kundenglück sieht anders aus: Bei der Bundesnetzagentur sollen monatlich bis zu 300 Beschwerden zu All-IP-Anschlüssen eintrudeln. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Strohfeuer.
Von Daniel Rottinger
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Update vom 26. Juni:

Anders als von uns ursprünglich berichtet, beziehen sich die bis zu 300 Beschwerden auf den Zeitraum von einem Monat, nicht auf einen Tag.

Kein Splitter, HD Voice & Co.: Trotz einiger Vorzüge, die sich durch die Umstellung auf den All-IP-Anschluss ergeben, sind nicht alle Kunden mit dem IP-basierten Telekom-Angebot zufrieden.

Ärger um die All-IP-Anschlüsse der TelekomÄrger um die All-IP-Anschlüsse der Telekom Laut einem Bericht der FAZ sollen monatlich bis zu 300 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur zu diesem Thema eintreffen. Die Masse an Verbraucher-Zusendungen nimmt die Agentur alles andere als gelassen. Sie soll die Telekom dafür bereits intern kritisiert haben: So sprächen die "nach wie vor hohen Beschwerdezahlen" dafür, dass die Probleme immer noch nicht vollständig behoben seien.

Auch Verbraucherzentrale kritisiert Telekom

Erst vor Kurzem hatten wir über die All-IP-Kritik der Verbraucherzentrale Sachen berichtet. Diese wirft der Telekom vor, dass der Konzern eine schlechte Informationspolitik betreibe und kritisiert auch die teils wochenlangen Ausfälle. Abschließend werden die betroffenen Kunden dazu aufgerufen, sich an einer Umfrage zu beteiligen. Noch bis zum 10. Juli sammeln die Verbraucherschützer unterschiedliche Erfahrungen zum IP-basierten Anschluss. Die Ergebnisse sollen im Anschluss der Politik überreicht werden. Über diesen Link können Sie sich an der Umfrage beteiligen [Link entfernt] .

Ende 2014 hatte sich eine massive Störung bei den All-IP-Anschlüssen ereignet, von der etwa 300 000 Kunden betroffen waren. Auch die entsprechenden Problem-Foren auf Telekom-Hilft werden regelmäßig mit neuen Fehlermeldungen von Nutzern befüllt.

Zudem wirft die BNetzA dem Magenta-Konzern laut dem FAZ-Bericht vor, dass die beauftragten Callcenter-Firmen teils "unnötigen Druck auf Endkunden ausüben" würden und mit verbesserten Datenübertragungsraten werben. Zudem würden Nutzer mit der Aussage, dass die Umstellung zeitnah erfolgen müsse, gegängelt - obwohl diese tatsächlich noch gar nicht anstehe.

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