Schnäppchen-Check

Samsung & Moto bei Aldi: Für wen eignet sich welches Smartphone?

Aldi Süd verkauft ab Donnerstag zwei Smartphones: Wir haben das Galaxy J7 (2016) und das Moto E3 miteinander verglichen und sagen, für wen sich welches Smartphone eignet und ob sich der Kauf bei Aldi lohnt.
Von Rita Deutschbein
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Nicht nur Aldi Nord verkauft ab Donnerstag (27. April) wieder ausgewählte Hardware, auch in den Filialen von Aldi Süd gibt es entsprechende Technik-Angebote. Hier finden Kunden gleich zwei Smartphones, die sich preislich stark unterscheiden. Das Lenovo Moto E3 gibt es bereits für 89,99 Euro, das Samsung Galaxy J7 (2016) kann für 229 Euro erworben werden. Zu beiden Geräten gibt es Starterset von Aldi Talk inklusive einem Guthaben in Höhe von 10 Euro. Doch für welche Kunden eignet sich welches Smartphone? Und lohnt der Kauf der Geräte bei Aldi Süd überhaupt, oder gibt es die Modelle bei anderen Händlern günstiger? Wir haben den Schnäppchen-Check gemacht.

Display, Gehäuse und Wechselakku

Samsung Galaxy J7 (2016) und Lenovo Moto E3 im VergleichSamsung Galaxy J7 (2016) und Lenovo Moto E3 im Vergleich Beide Smartphones wurden im vergangenen Jahr vorgestellt, sind somit noch nicht allzu lange auf dem Markt. Als Betriebssystem kommt jeweils Android 6.0 Marshmallow zu Einsatz. Das Moto E3 bietet im Vergleich zum Galaxy J7 (2016) eine deutlich abgespeckte Ausstattung. Es besitzt einen 5 Zoll großen Bildschirm, der 720 mal 1280 Pixel (HD) auflöst. Das Gehäuse des Moto E3 besteht aus Kunststoff und hat eine fett- und wasserabweisende Nano-Beschichtung. Käufer haben die Wahl zwischen einer dunkelgrauen und einer weißen Gehäusefarbe. Es gibt einen 2800-mAh-Akku, der sich nicht wechseln lässt.

Beim Galaxy J7 (2016) sieht das anders aus: Hier kann der Akku gewechselt werden und auch die Kapazität fällt mit 3300 mAh deutlich höher aus. Dafür besitzt das Samsung-Smartphone aber ein größeres, ebenfalls in HD auflösendes Display mit einer Diagonale von 5,5 Zoll. Wie das Moto E3 ist auch das Galaxy J7 (2016) zu großen Teilen aus Kunststoff gefertigt, ein Rahmen aus Metall verleiht dem Gerät allerdings einen etwas hochwertigeren Eindruck. Aldi Süd verkauft neben der schwarzen auch eine weiße und goldene Version des Smartphones.

Moto E3 und Galaxy J7 (2016) Leistung und Speicher

Auf große Speicherkapazitäten müssen Käufer des Moto E3 verzichten. Sowohl der Arbeitsspeicher als auch der interne Speicher fallen mit 1 GB bzw. 8 GB sehr übersichtlich aus. Besser ist das Galaxy J7 (2016) ausgestattet. Hier erwarten Nutzer immerhin 2 GB RAM und 16 GB Speicher. Beide Smartphones erlauben die Speichererweiterung mittels microSD-Karte.

Auch bei der Leistung hat das Samsung-Smartphone klar die Nase vorn. Ein Exynos 7870 mit acht Cortex-A53-Kerne mit jeweils 1,6 GHz treibt das Gerät an und sorgt für eine solide und ruckelfreie Performance bei alltäglichen Smartphone-Aufgaben. Die Grafikeinheit Mali-T830 MP2 bietet genügend Leistung für einfache Android-Spiele, ist für hohe Grafikansprüche aber nicht ausgelegt.

Im Moto E3 arbeitet hingegen MT6735P von Mediatek, ein sehr einfacher Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von bis zu 1 GHz. Die nur halbe Kernzahl und die sehr niedrige Maximal-Taktung erlauben keine großen Leistungsschübe. Beim Multitasking und dem Spielen aktueller Games kann es somit zu deutlichen Rucklern kommen. Auch das Öffnen grafikstarker Webseiten kann schon einmal etwas länger dauern. Zudem bietet der geringe Speicher (RAM und intern) kaum Reserven.

Während beide Smartphones über WLAN b/g/n (2,4-GHz-Band) funken, erreicht das Galaxy J7 (2016) über Mobilfunk theoretisch schnellere Geschwindigkeiten. Denn das Gerät bietet nicht nur UMTS/HSPA+ mit bis zu 42,2 MBit/s, sondern auch LTE Cat.6 mit bis zu 300 MBit/s im Downstream. Beim Moto E3 sind hingegen über HSPA+ maximal 21,1 MBit/s und über LTE Cat.4 150 MBit/s im Downstream möglich.

Auch bei der Kameraausstattung gibt es deutliche Unterschiede. Das Moto E3 ist mit einer 8-Megapixel-Hauptkamera, das Samsung-Gerät mit einer 13-Megapixel-Hauptkamera ausgestattet. Die Frontkamera beider Geräte macht Fotos mit bis zu 5 Megapixel.

Samsung Galaxy J7 (2016)
Lenovo Moto E3 Samsung Galaxy J7 (2016)
Bildschirmdiagonale 5,00 Zoll 5,50 Zoll
Display-Auflösung 720 x 1 280 Pixel 1 280 x 720 Pixel
Prozessor-Typ MT6735p Exynos 7870
Prozessorkerne (gesamt) 4 8
Prozessor-Takt 1,00 GHz 1,60 GHz
Arbeitsspeicher (RAM) 1,0 GB 2,0 GB
Gesamte Speichergröße 8,00 GB 16,00 GB
Mobilfunk GSM, EDGE, HSPA+, LTE GSM, EDGE, HSPA+, LTE
Mobilfunk max. Downstream (LTE) 150,00 MBit/s 300,00 MBit/s
WLAN-Standard 802.11 b/g/n 802.11 b/g/n
Milliamperestunden 2 800 mAh 3 300 mAh
Akku-Wechsel möglich ja ja
NFC k. A. ja
Megapixel 8,0 Megapixel 13,0 Megapixel
Länge 143,8 mm 151,7 mm
Breite 71,6 mm 76,0 mm
Dicke 8,6 mm 7,8 mm
Gewicht 140,6 g 170,0 g
BS-Version bei Verkaufsstart 6.0 (Marshmallow) 6.0 (Marshmallow)
Auch erhältlich als: Samsung Galaxy J7 (2016) Duos
Stand: 15.10.2019

Fazit des Vergleichs

Alle Daten weisen somit auf das Samsung Galaxy J7 (2016) als das bessere der beiden Smartphones hin. Es erlaubt höhere Geschwindigkeiten im Internet, besitzt den schnelleren Prozessor und bietet doppelt so viel Speicher und Arbeitsspeicher als das Moto E3. Das Plus in diesen Kategorien müssen Käufer aber auch teuer bezahlen - ganze 130 Euro mehr kostet das Samsung-Smartphone im Vergleich zum Motorola-Gerät.

Und es gibt einen Haken beim Kauf des Samsung Galaxy J7 (2016) über Aldi. Das Smartphone ist beim Lebensmittel-Discounter teurer als bei anderen Händler. Denn die Konkurrenz verkauft das Gerät bereits zu Preisen ab 213 Euro inklusive Versand - also rund 16 Euro günstiger. Das Startpaket von Aldi Talk, das einen Wert von 12,99 Euro hat, füllt diese Differenz nicht aus. Interessierte sind also besser beraten, das Smartphone bei einem anderen Händler zu kaufen und sich - bei Bedarf - ein Startpaket von Aldi Talk oder eines anderen Anbieters dazu zu buchen. Damit sparen sie unterm Schnitt etwas Geld.

Beim Moto E3 sieht es anders aus. Hier verlangen andere Händler im Schnitt etwa 10 Euro mehr als Aldi Süd. Rechnen wir die 12,99 Euro für das Startpaket hinzu, können Käufer somit über 20 Euro sparen. Das Smartphone eignet sich aufgrund seines günstigen Preises und seiner langen Akkulaufzeit gut als Notfall-Smartphone im Auto oder aber für Kinder, die unterwegs erreichbar sein müssen. Mehr Details zum inkludierten Prepaid-Tarif von Aldi Talk finden Sie in unserer Tarif-Datenbank.

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