IFA-Neuheit

Alcatel Shine Lite: Schick und stabil, aber glitschig

Das Alcatel Shine Lite wurde auf der IFA präsen­tiert und wir haben die Chance genutzt, es uns auf dem Stand von TCL, dem chine­sischen Fertiger, anzu­schauen. Schick ist es schon - aber man muss es fest­halten.
Von der IFA in Berlin berichtet
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Nachdem Alcatel 2004 die eigene Smart­phone-Produk­tion an den chine­sischen Hersteller TCL abge­geben hat, hat TCL das Smart­phone-Port­folio weiter­gepflegt, mitt­lerweile gibt es auf Messen aber nur noch selten einen echten Alcatel-Stand für Smart­phones. Alcatel-Produkte werden daher auf der momentan statt­findenden IFA zusammen mit anderen TCL-Geräten am TCL-Stand ausge­stellt. Prompt war es heute auch bei der TCL-Präsen­tation so, dass dort gar kein Alcatel-Gerät mehr erwähnt wurde - TCL stellte während der Pres­seschau ausschließ­lich seinen neuen Smart-TV vor.

Alcatel Shine Lite

Über die Spezi­fika­tionen des Alcatel Shine Lite haben wir bereits gestern ausführ­lich berichtet. Heute hatten wir die Möglich­keit, das Gerät am Messe­stand einem ersten Kurz­test zu unter­ziehen. Leider hatte TCL nur ange­kettete Geräte am Stand, ein freies stand für unseren Kurz­test nicht zur Verfü­gung.

Präsentation auf dem TCL-Stand
Präsentation auf dem TCL-Stand

Schönes Design, aber haptisch gefähr­lich

Das Alcatel Shine Lite ist nach unserem Ermessen ordent­lich verar­beitet, es gibt keinerlei Spalt­maße. Beim Druck aufs Gehäuse knarzt nichts, das Gehäuse und das Display geben auch nicht nach. Bei der Konstruk­tion gibt es also nichts zu bemän­geln. Gut gefallen hat uns auch der halb­runde, mattierte Rand. Damit hat das Smart­phone wenigs­tens eine etwas - wenn auch kleine - grif­fige Fläche. Denn die abge­rundeten Display-Kanten und vor allem die glit­schige Rück­seite bewirken, dass das Telefon sehr rutschig auf der Hand liegt. Man muss stets etwas zupa­cken, damit es nicht abrutscht. Außerdem zieht die in Hoch­glanz lackierte Rück­seite auch perma­nent Finger­abdrücke an. Obwohl vor uns nur wenige Leute am TCL-Stand waren, war das Smart­phone bereits mit Finger­abdrü­cken übersät.

Das Alcatel Shine Lite auf der IFA
Das Alcatel Shine Lite auf der IFA

Android 6.0 lief auf dem von uns getes­teten Gerät flott und ohne Stockungen. Die Apps liegen nicht - wie bei anderen Herstel­lern - alle auf dem Home­screen, sondern sind in einem Menü zusam­menge­fasst. Einige Apps sind bereits in Ordnern grup­piert. So hat Alcatel zum Beispiel die wich­tigsten Google-Apps in einem Ordner zusam­menge­fasst.

Im Licht einer Messe­halle kann man von der Qualität der Kameras nur einen kurzen, nicht reprä­senta­tiven Eindruck gewinnen - hier muss ein ausführ­licher Test zeigen, ob insbe­sondere die Front­kamera für Selfies das hält, was Alcatel verspro­chen hat. Einen physi­schen Home­button hat das Gerät nicht. Der Finger­abdruck­scanner ist auf der Rück­seite ins Gehäuse einge­lassen.

Der mattierte Hand gibt nur wenig Halt in der Hand
Der mattierte Hand gibt nur wenig Halt in der Hand
Zusam­menfas­send lässt sich sagen, das das Alcatel Shine Lite zu den neueren Vertre­tern der 200-Euro-Smart­phone-Klasse gehört, die auf ein hübsches äußeres Erschei­nungs­bild Wert legen. Die Zeit der häss­lichen Entlein in diesem Preis­segment dürfte also endgültig vorbei sein.

Auch das auf der IFA gezeigte und von uns kurz getes­tete ZTE Axon 7 mini gehört zu den güns­tigen Smart­phones, die optisch etwas zu bieten haben.

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