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AEG Eclipse mit DECT im Test: Design-Schönheit mit Schwächen

Display, Menü und Sprachqualität sind nur Einstiegsklasse

Das AEG Eclipse kann mit maximal vier Mobilteilen betrieben werden. Das Telefonbuch fasst 200 Namen und Nummern, wobei der Name maximal 12 und die Nummer 24 Stellen lang sein darf. In der Anrufliste werden die letzten zehn Anrufer angezeigt. Der Nutzer kann die fünf zuletzt von ihm angewählten Nummern per Wahlwiederholung anklingeln. Die fünf einstimmigen und fünf polyphonen Klingeltöne lassen sich in fünf Lautstärkestufen einstellen. Von den Tönen empfanden wir etwa sechs als wirklich brauchbar, die restlichen vier sind eher nervig, aber das ist natürlich Geschmackssache. Das AEG Eclipse ist optional auch in einer Version mit Anrufbeantworter erhältlich, uns stand im Test die Version ohne AB zur Verfügung. Telefon und Netzteilanschluss auf der Unterseite mit Kabelführung Telefon und Netzteilanschluss auf der Unterseite mit Kabelführung
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck

Bezüglich der Funktionalität unterscheidet sich das AEG Eclipse also nicht von einem billigen DECT-Telefon der Preisklasse zwischen 30 und 50 Euro. Das AEG Eclipse ohne Anrufbeantworter wird im Handel momentan für Preise ab 70 Euro angeboten, das Modell mit Anrufbeantworter ab 90 Euro. Ob das Design diesen Aufpreis tatsächlich wert ist, sollte man sich vor dem Kauf also gut überlegen.

Beim Menü des AEG Eclipse fiel uns dasselbe auf wie bei anderen in China gefertigten Geräten: Das Menü wurde auf Englisch erstellt und wahrscheinlich nur automatisiert (das heißt schlampig) auf Deutsch übersetzt. Obwohl wir die Sprache auf Deutsch umgestellt haben, steht über der rechten Menütaste immer noch "Back" statt "Zurück".

Die Wipptaste auf der Tastatur bringt bei einem Druck nach oben die Anrufliste, bei einem Druck nach unten erscheint das Telefonbuch. Außer einer Weckfunktion und den üblichen Telefonfunktionen hat das Menü sonst aber nichts spektakuläres zu bieten.

Gesprächsqualität, DECT-Reichweite und Akku

Nach dem ersten Einlegen haben die Akkus nicht geladen, beim zweiten Versuch klappte es Nach dem ersten Einlegen haben die Akkus nicht geladen, beim zweiten Versuch klappte es
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck
Die Sprachqualität des AEG Eclipse können wir nach unserem Test als maximal durchschnittlich bezeichnen. Das DECT-Telefon hat eine Rauschunterdrückung implementiert, die nur in Gesprächspausen zum Einsatz kommt - bei kurzen Stillephasen während des Gesprächs ist es im Hörer tatsächlich still. Spricht aber einer der Gesprächspartner, ist die Sprache etwas verrauscht und arm an Konsonanten, der Klang der Stimme ist aber ordentlich. Der Lautsprecher hat eine angenehme Lautstärke und gibt die Sprache verständlich aus, klingt aber leicht blechern. Die Tasten sind beleuchtet, haben aber einen unterschiedlichen Druckpunkt Die Tasten sind beleuchtet, haben aber einen unterschiedlichen Druckpunkt
Bild: teltarif.de / Marleen Frontzeck

Innerhalb unseres Bürogebäudes haben wir auch die DECT-Reichweite getestet. AEG spricht im Datenblatt von 300 Meter, was unserer Auffassung nach nur dann realistisch ist, wenn die Basisstation auf der Terrasse steht und das Mobilteil sich in Sichtweite befindet. Insofern sind die DECT-Reichweitenangaben der Hersteller immer "mit Sichtkontakt" zu verstehen. Innerhalb unseres "Betonblocks" war die Empfangsqualität in den angrenzenden ein bis zwei Räumen in Ordnung, danach wurde die Gesprächsqualität deutlich schlechter. In einer Entfernung von 15 Meter mit mehreren trennenden Betonwänden gab es zu viele Aussetzer für ein vernünftiges Gespräch - bei anderen DECT-Telefonen dieser Preisklasse ist das aber genauso.

Mit den beigelegten zwei NiMH-Akkus in AAA-Größe hatten wir anfänglich kurz Probleme. Nach dem ersten Einlegen mit richtiger Polung wurden die Batterien nicht geladen und es war keine Telefonie möglich. Nach einem erneuten Einlegen der Akkus ging es dann. Wie bei praktisch jedem DECT-Telefon kann man das Mobilteil des AEG Eclipse problemlos mehrere Stunden entfernt von der Basisstation liegen lassen und danach wieder telefonieren, das machen die Akkus mit.

Fazit: Schönes Design, doch Handhabung, Display und Menü enttäuschen

Eigentlich ist es nur das Design, dass das AEG Eclipse zu einem besonderen Telefon macht. Doch schon bei der ersten Benutzung fällt die preiswerte und instabile Handhabung des DECT-Telefons auf. Die Basisfunktion, also das Telefonieren, erledigt das Gerät ohne größere Beanstandung - lediglich die Gesprächsqualität könnte etwas hochwertiger sein. Menü und Display entsprechen denen billiger Einsteiger-Telefone - da hätte man bei diesem Preis schon etwas mehr Komfort wie beispielsweise ein grafisches Farbdisplay erwarten dürfen.

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