Festnetz-Telefon

AEG Eclipse mit DECT im Test: Design-Schönheit mit Schwächen

Display, Menü und Sprachqualität sind nur Einstiegsklasse
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Das AEG Eclipse ist mit seiner ungewöhnlichen Form ein Festnetz-DECT-Telefon für Design-Fetischisten. Im Test wollten wir herausfinden, ob das Hingucker-Telefon auch in technischer Hinsicht etwas besonderes bieten kann.

AEG Eclipse: Design-DECT-Telefon mit Schwächen im TestAEG Eclipse: Design-DECT-Telefon mit Schwächen im Test Innerhalb der letzten Wochen ist das AEG Eclipse im deutschen Handel angekommen. Bei DECT-Telefonen gab es ja in den vergangenen Jahren recht wenig Innovation: Entweder passierte dies im Design-Bereich - wie in diesem Fall - oder bei Betriebssystem und Bedienung. AEG Voxtel Smart 3 und Panasonic KX-PRX150 laufen beide mit Android und wurden bereits von uns getestet.

Das Besondere beim AEG Eclipse ist: Basisstation und Handteil sind jeweils in Form einer halben Ellipse gebogen. Liegt nun das Mobilteil auf der Basis, ergibt sich die Form einer vollen Ellipse. Das englische Wort "Eclipse" steht für eine Sonnen- oder Mondfinsternis. Das wollte AEG wohl mit der Farbgebung ausdrücken: Das Gerät ist in Schwarz oder Weiß erhältlich, rund um die Ellipse verläuft ein silberner Kunststoffring.

Lieferumfang und wacklige Handhabung

Einzelteile des AEG Eclipse nach dem AuspackenEinzelteile des AEG Eclipse nach dem Auspacken In der Packung des AEG Eclipse befinden sich die Basisstation, ein externes Netzteil sowie ein TAE-Telefonkabel, bei dem der TAE-Stecker abgenommen werden kann. Per RJ-11-Stecker kann das Telefon damit auch an einer Telefonanlage betrieben werden. In das Handteil müssen zuerst die beiden mitgelieferten Akkus eingelegt werden, bevor die Rückwand aufgesetzt wird. Möchte der Nutzer nach einigen Jahren die Akkus wechseln, ist dies allerdings nicht ganz einfach. Oberhalb des Hörers befindet sich zwar eine Kerbe zum Abnehmen der Rückwand, mit dem Fingernagel allein ist es aber nicht möglich, die Abdeckung abzuheben. Zu diesem Zweck befindet sich ein Kunststoffschlüssel im Lieferumfang des Telefons, im Test konnten wir die Abdeckung aber auch mit einem stumpfen Schraubenzieher oder einer nicht zu scharfkantigen Spachtel lösen. Basisstation und Mobilteil hängen nur sehr locker zusammenBasisstation und Mobilteil hängen nur sehr locker zusammen

Der Aufbau des AEG Eclipse ist also in Minutenschnelle erledigt, für die beiden Kabel gibt es eine sinnvolle Kabelführung auf Unterseite des Geräts. Bei der ersten Benutzung fällt allerdings auf, dass das Telefon alles andere als stabil ist. Das Handteil liegt so locker auf der recht leichten Basis, dass es schon bei leichten Stößen verrutscht und herunterfällt. Aufgrund des Designs ist es nur mit Balance-Künsten möglich, das Gerät mit einer Hand herumzutragen, was ja in der Praxis bei einem DECT-Telefon auch eher selten vorkommt. Dazu sind stets zwei Hände nötig, weil sonst dauernd das Mobilteil von der Basis stürzt. Ein Magnet zur Fixierung, wie das zum Beispiel bei Dockingtastaturen üblich ist, ist zwar vorhanden, kann aber das Gewicht des Mobilteils in Kombination mit den Ladekontakten nicht halten.

Das Display des Mobilteils ist nicht wirklich gut lesbarDas Display des Mobilteils ist nicht wirklich gut lesbar Eine zweite Enttäuschung ist das relativ kleine und nicht besonders gut lesbare 1,6-Zoll-Display des AEG Eclipse. Trotz blauer Hintergrundbeleuchtung ist das LC-Display mit seinen schmalen Schriften nur mit gesunden Augen wirklich gut lesbar - für Senioren dürfte das Telefon damit ausscheiden. Die Tastenbeschriftung ist besser zu erkennen, allerdings haben die Tasten unterschiedliche Druckpunkte. Insgesamt fühlt sich die Verarbeitung des Telefons recht preiswert an.

Auf der folgenden Seite verraten wir Ihnen, was das AEG Eclipse bei den Menüfunktionen zu bieten hat und ob das dem Preis angemessen ist. Außerdem haben wir die Sprachqualität sowie die DECT-Reichweite untersucht.

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