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Acer setzt auf Google Chrome OS und Appstore

Von Steffen Herget
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Acer gehört mit zu den Herstellern, die auf das Betriebssystem von Google Chrome OS warten und relativ flott entsprechende Netbooks mit dem Cloud-System auf den Markt bringen wollen. Das war bereits seit Herbst vergangenen Jahres bekannt. Jetzt hat Jim Wong, IT-Chef von Acer, den vollem Umfang der Chrome-OS-Netbooks verkündet. Bis Jahresende will der Hersteller satte 10 Prozent seiner Netbooks mit Google Chrome OS auf den Markt bringen. Da Acer mit 12 bis 15 Millionen verkauften Einheiten pro Jahr einer der Marktführer im Bereich der Netbooks ist, sind das schon gewaltige Zahlen, die dann im letzten Viertel des Jahres erreicht werden soll. Ab dem dritten Quartal 2010 soll es soweit sein und erste Netbooks mit dem Linux-Derivat des Suchmaschinengiganten ausgeliefert werden.

Apps sollen Angebot erweitern

Acer setzt auf Google Chrome OS Da Google Chrome OS jedoch von Haus aus ein schlankes System ist, will Acer mit einem eigenen Appstore die Funktionen erweitern. Wie das genau aussehen wird, ist unklar. Es könnte sich am Appstore für Netbooks von Intel orientieren, der vor Kurzem gestartet ist. Der Acer-Appstore müsse "hunderte von Apps" enthalten, sonst sei es kein Appstore, wie Wong weiter sagte. Diese werden, wie bei der Konkurrenz auch, teilweise kostenpflichtig sein. Generell will man bei Acer "aggressiv" daran arbeiten, einer der ersten Hersteller zu sein, die Geräte mit dem neuen Betriebssystem auf den Markt bringen. Die "Microsoft-Intel-Umgebung" werde sich auf jeden Fall verändern. Ob auch Netbooks mit Qualcomms Snapdragon-Prozessor von Acer entwickelt werden, kam leider in dem Bericht nicht zur Sprache.

Tablet und E-Book-Reader kommen

Acer arbeitet darüber hinaus an einem Tablet, wie es scheint. "Wir entwickeln etwas, und wir werden sehen, was passiert,”so Wang, wenn Apple sein Tablet herausgebracht habe. Die Aussage dürfte jedoch der normalen Markterwartung geschuldet sein und keine offizielle Bestätigung des iSlate von der Konkurrenz sein. Wang weiter: "Wir werden entweder in der Windows-Welt oder in einem von Google definierten Betriebssystem arbeiten." Schließlich soll auch ein eigener E-Book-Reader Acer weiter nach vorn bringen. Dieser soll laut den Wirtschaftsexperten von Bloomberg Ende Juni, also nach der Computex in Taiwan, auf den Markt kommen. Der Reader soll ein 6 Zoll großes E-Ink-Display haben und auch in europäischen Ländern angeboten werden, wie Firmenchef J.T. Wang zu Protokoll gab. Das hört sich alles in allem nach einem ordentlichen Rundumschlag von Acer an. Wir dürfen demnach gespannt sein, was das Jahr auf dem Gebiet noch bringen wird!

<Bloomberg [Link entfernt] via Gizmodo, Bild: Gizmodo>

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