Diät-Helfer

Erfolgreiche Diät: Abnehm-Apps erkennen Fettfallen

Vom Kalorien­zählen nimmt man zwar nicht ab, es kann aber helfen, die Ernährung besser im Blick zu haben. Mit Abnehm-Apps fällt es vielen leichter, Ess­gewohn­heiten zu doku­mentieren. Die digi­talen Helfer zeigen Verbrauchern auch versteckte Dick­macher.
Von Rita Deutschbein mit Material von dpa
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Zum Ende der Weihnachtszeit und zu Beginn des neuen Jahres stehen oftmals einige bekannte Vorsätze auf der Liste vieler Menschen: Abnehmen, gesünder Leben und mehr Sport treiben. Was sich allerdings so einfach sagt, ist im Alltag meist umso schwerer umsetzbar. Denn zwischen dem inneren Schweinehund, dem lästigen Kalorienzählen und der Frage, wie viele Kalorien überhaupt einzelne Lebensmittel und Speisen haben, kann man schnell aus dem Takt kommen.

Erfolgreiche Diät: Abnehm-Apps erkennen FettfallenErfolgreiche Diät: Abnehm-Apps erkennen Fettfallen Wer über seine Essgewohnheiten Buch führen will, kann das mit sogenannten Abnehm-Apps tun. Verbraucher tragen in das virtuelle Ernährungstagebuch ein, was und wie viel sie zu sich genommen haben. "Die tägliche Dokumentation hilft dabei, schlechte Essgewohnheiten zu erkennen", sagt Christiana Gerbracht vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung. Doch das sei nur der erste Schritt auf dem Weg zum Wunschgewicht.

Besonders das "Snacken" zwischendurch geschieht häufig, ohne dass der Abnehmwillige es merkt. "Chips, Schokolade und Cola werden gerne mal vergessen, wenn es um die Gründe für überflüssige Kilos geht", sagt Gerbracht. Stupides Kalorienzählen lasse die Pfunde aber nicht purzeln. Nur wer schlechte Essgewohnheiten dauerhaft ändert, hat die Chancen auf Erfolg. "Zum Abnehmen gehören immer noch ausgewogene Ernährung und Bewegung", erläutert die Ernährungswissenschaftlerin.

Apps ermitteln Kalorien-Aufnahme

Die meisten Abnehm-Apps funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Nutzer tragen ihre Mahlzeiten ein, und die Applikation wertet die Lebensmittel aus. Sie zeigt an, wie viele Kalorien in den Nahrungsmitteln stecken. Außerdem rechnet sie aus, wie viel Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate enthalten sind. Bei einigen Apps wie beispielsweise FoodCheck funktioniert die Eingabe auch über einen Scan des Barcodes auf der Verpackung. Die Anwendungen für Smartphones und Tablets können zudem als allgemeiner Diätcoach sowie als Ernährungstagebuch dienen.

"Manche Lebensmittel sind gehaltvoller, als man denkt", erklärt die Ernährungsexpertin. Hinter harmlos wirkenden Produkten wie Fruchtjoghurt verstecken sich häufig viele Kohlenhydrate, beispielsweise in Form von Zucker. Übergewichtige Menschen können dadurch unbewusst zu viele Kalorien am Tag zu sich nehmen.

Wie viel Kalorien ein Mensch zu sich nehmen soll, hängt vom Geschlecht, Körpergewicht und Alter ab. Aber auch der Beruf kann darüber entscheiden. "Jemand, der im Büro arbeitet, braucht nicht so viel Energie wie zum Beispiel ein Handwerker", erklärt Gerbracht. Die meisten Apps orientieren sich am allgemeinen Bedarf von täglich 2 000 Kalorien.

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