Österreich

Österreich: A1 bringt seine Billigmarken in Stellung

Immer mehr Kunden verlassen A1. Der Platzhirsch versucht mit Preiserhöhungen und einem neuen Marktauftritt seiner Billigmarken diesen zu kompensieren.
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Bob, die Discount-Marke des österreichischen Mobilfunknetz-Betreibers A1 hat sich für die Osterfeiertage etwas Besonderes einfallen lassen. Für einmalig 3,90 Euro bekommen Bob-Kunden mit der neuen Option „Ohne Ende Wochenende“ unlimitiertes Datenvolumen für das ganze auf die Buchung folgende Wochenende (von Samstag 00:00 Uhr bis Sonntag 23:59 Uhr). Die Aktion gilt bis 21. Mai.

Neues gibt es auch beim Tarif x-trabob: Zu den unlimitierten Minuten und SMS kommen nun 20 GB (statt bisher 15 GB) Datenvolumen. 9 GB davon können in der EU genutzt werden. Kostenpunkt: 22,90 Euro pro Monat. Es gibt keine Bindungsfrist, es sei denn, man möchte das Huawei Mate 20 lite gratis dazu. Dann kann man erst nach 2 Jahren kündigen.

Die A1-Billigmarke bob hat ein neues, jugendliches Outfit bekommen.Die A1-Billigmarke bob hat ein neues, jugendliches Outfit bekommen.

Image aufpoliert

Mit den neuen Angeboten will A1 vor allem die junge Zielgruppe ansprechen, die mit dem eher verstaubten Image der Hauptmarke nichts anfangen kann. Passend dazu hat A1 auch den Markenauftritt von Bob ein wenig geändert und präsentiert ihn jetzt in einem sehr grafischen Design.

Yesss!, die zweite Discount-Marke von A1, hatte bereits Mitte März ein neues Mäntelchen umgehängt bekommen. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Claim „Kein Stress. yesss!“. Neue, günstigere Tarife sollen dem Erzrivalen Hot die Kunden abspenstig machen.

Hauptmarke kämpft mit Kundenschwund

Die Billigmarken sollen helfen, den Kundenschwund der Hauptmarke zu kompensieren, die zwar als zuverlässig, aber auch sehr teuer gilt. Um den Schwund auf der Einnahmenseite zu kompensieren, hat der Mobilfunker erst im Februar an der Preisschraube gedreht und sowohl das Aktivierungsentgelt als auch die sogenannte Service-Pauschale, ein jährlicher Obolus, den die österreichischen Netz-Betreiber ihren Kunden für ihre Dienste zusätzlich verrechnen, empfindlich erhöht. Auch bei einigen Tarifen wurden die Preise angehoben. Eine Maßnahme, die den Kunden naturgemäß eher nicht gefällt und die sie scharenweise in die Arme der Discounter treibt.

Die haben zwar es zwar seit der Registrierungspflicht für SIM-Karten ein bisschen schwerer, punkten aber mit Preisen, von denen die Kunden von A1 nur träumen können. Ohne Bindungsfristen, Aktivierungsgebühren oder Service-Pauschalen.

Einen Überblick über die Tariflandschaft der österreichischen Billiganbieter finden Sie übrigens in unserem Schnäppchen-Guide.

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