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Erste 5G-Nutzer mit Smartphone in Südkorea und den USA

Beim Aufbau des superschnellen Mobilfunkstandards 5G geht es nicht nur um Technik, sondern auch ums Prestige. Netzbetreiber in Südkorea und den USA beanspruchen für sich, bei der kommerziellen Nutzung von 5G für Smartphones die ersten zu sein.
Von dpa /
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Mobil­funk­be­treiber in Südkorea und den USA haben früher als geplant ihre kommer­zi­ellen Netz­werke des neuen Daten­funks 5G für Smart­phones in Betrieb genommen. Im Rennen um den Start des ersten super­schnellen Netzes für den Massen­markt war das 5G-Netz in den USA aller­dings zunächst nur in zwei Städten verfügbar. In Südkorea waren beim Start nur ausge­wählte Nutzer dabei.

Der US-Provider Verizon teilte am Mitt­woch (Orts­zeit) mit, dass das 5G-Ultrab­reit­band jetzt in Teilen Chicagos und Minnea­polis im Live­be­trieb sei - und damit um eine Woche früher als geplant. Kurz zuvor akti­vierten bereits am späten Mitt­woch­abend in Südkorea (Orts­zeit) die drei größten Betreiber des Landes ihre Netze für den neuen Mobil­funk­stan­dard zwei Tage früher als vorge­sehen. Das neue Netz soll in Südkorea in 85 Städten einschließ­lich der Haupt­stadt Seoul und sechs weiteren Groß­städten verfügbar sein.

Erster Praxis­ein­satz für das Samsung Galaxy S10 5G

Mit 5G können Daten bis zu rund hundert Mal schneller trans­por­tiert werden als beim derzei­tigen LTE (4G). Der neue Stan­dard verspricht zudem kürzere Lauf­zeiten der Daten (Latenz).

Sowohl Verizon als auch die Anbieter in Südkorea bean­spruchten für sich, die welt­weit ersten 5G-Smart­phone-Nutzer zu haben. In Südkorea wurden sie vorab mit dem neuen, 5G-taug­li­chen Flagg­schiff-Smart­phone des Markt­füh­rers Samsung Galaxy S10 5G ausge­stattet. Das Modell wird aller­dings erst an diesem Freitag offi­ziell auf den Markt kommen.

Die ersten 5G-Smartphone-Nutzer bei der SK Telecom in Südkorea
Die ersten 5G-Smartphone-Nutzer bei der SK Telecom in Südkorea
Der größte Mobil­funk­an­bieter in Südkorea, SK Telecom, erklärte am Donnerstag, dass sechs Promi­nente einschließ­lich der früheren Eiskunst­lauf-Olym­pia­sie­gerin Yuna Kim die "ersten 5G-Smart­phone-Abon­nenten der Welt" seien. Die Promi­nenten sollen als 5G-Botschafter für den Service des Unter­neh­mens werben.

Um das ultra­schnelle 5G-Netz von Verizon in den USA zu nutzen, können Kunden bisher nur auf das Moto­rola-Modell Moto Z3 zurück­greifen, das dazu extra aufge­rüstet werden muss.

In Südkorea hatten die Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­un­ter­nehmen SK Telecom, KT und LG Uplus bereits im Dezember ein 5G-Netz für den kommer­zi­ellen Einsatz für WLAN-Router von Firmen­kunden in Betrieb genommen. Südkorea sei beim Start von 5G anderen Ländern voraus, sagte der Minister für Wissen­schaft und Infor­ma­ti­ons­tech­no­logie, Yoo Young Min. "Wir werden alle Ressourcen darauf konzen­trieren, um bei 5G welt­weit führend zu sein." 5G werde helfen, neue Tech­no­lo­gien zu reali­sieren, selbst­fah­rende Autos, Roboter und Holo­gramme einge­schlossen, sowie neue Werte durch die Zusam­men­füh­rung verschie­dener Indus­trie­be­reiche zu schaffen.

In Deutsch­land läuft derzeit noch die Verstei­ge­rung von Frequenzen für 5G. Deut­sche Telekom, Telefónica und Voda­fone sowie der Neuein­steiger Dril­lisch zählen zu den Bietern. Dabei wurde heute die Marke von drei Milli­arden Euro über­schritten.

Mittlerweile gibt es auch erste technische Details zur Reichweite des südkoreanischen 5G-Netzes für Privatkunden.

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