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MoNArch: EU erforscht die 5G-Zukunft

Alle reden von 5G. In Hamburg ist 5G bereits Realität und zeigt uns, wie die (mobile) Zukunft aussehen wird.
Aus dem Hamburger Hafen berichtet
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Der Hamburger Hafen ist ein Ort, wo das 5G-Monarch-Projekt der EU bereits Wirklichkeit ist. Mit dabei Nokia, Deutsche Telekom und der Hafenbetreiber HPADer Hamburger Hafen ist ein Ort, wo das 5G-Monarch-Projekt der EU bereits Wirklichkeit ist. Mit dabei Nokia, Deutsche Telekom und der Hafenbetreiber HPA Im Hamburger Hafen probieren die Hamburger Hafenbehörde (Hamburg Port Authority, HPA), der Netzwerkausrüster Nokia und der Netzbetreiber Deutsche Telekom seit Jahresanfang die Zukunft des Festnetzes und des Mobilfunks aus. Möglich macht dies das europäische Projekt "MoNArch" (Mobile Network Architecture).

Der Hintergrund von 5G MoNArch

Unter 5G versteht man den Kommunikationsstandard der Zukunft. 5G ist ein völlig neues Netzkonzept, das Festnetz und Mobilfunk integriert. Dabei geht es weniger um eine weitere Erhöhung der Bandbreite bzw. Geschwindigkeit, das ist für aber bestimmte Nutzergruppen ein willkommener Nebeneffekt. Über 5G sollen gleichzeitig verschiedene Anwendungen laufen, die völlig unterschiedliche Anforderungen in Bezug auf Geschwindigkeit, Reaktionszeit, Sicherheit und Kapazität haben. 5G soll eine wichtige Rolle für neue Anwendungsszenarien spielen, die durch das Internet der Dinge (IoT) und die Industrie 4.0 entstehen. Neben der Fertigungsindustrie erwartet insbesondere die Logistikbranche sehr viel vom kommenden 5G-Mobilfunk.

Der aktuelle 5G-Test im Hamburger Hafen läuft seit Anfang diesen Jahres und ist Teil eines auf zwei Jahre angelegten Forschungsprojektes „5G MoNArch“ (5G Mobile Network Architecture for diverse services, use cases, and applications in 5G and beyond) der Europäischen Union. 5G-MoNArch hat das Ziel, Konzepte zur 5G-Mobilfunk­architektur in die Praxis auszuprobieren. Die Erfahrungen aus dem Einsatz von 5G Network Slicing in realen Testumgebungen helfen, die zugrunde liegenden Konzepte zu überprüfen und zu verbessern. Beim Slicing können mehrere Benutzergruppen isoliert auf einem Netz arbeiten, ohne sich gegenseitig in die Quere zu kommen. Wir werden darüber noch berichten.

Während im Testfeld in Hamburg vor allem die Integration von 5G in die Verkehrs- und Infra­struktur­steuerung auf dem Prüfstand steht, geht es im zweiten Testfeld des Projektes in Turin um Multimedia-Anwendungen. Das Forschungs­rahmen­programm "Horizon 2020" der Europäischen Union fördert 5G MoNArch als Projekt der Phase II der 5G Infrastructure Public Private Partnership.

Von 1G bis 5G : Die Evolutions-Geschichte des Mobilfunks

Um 5G zu verstehen, muss man die Vorgeschichte kennen. Zurückblickend lässt sich die Geschichte des Mobilfunks wie folgt skizzieren:

  • 1G (analog), reine Sprachkommunikation, keinerlei Bedienungskomfort.
  • 2G (GSM) war zunächst rein auf Sprache konzentriert, Daten kamen später "eingeschränkt" dazu.
  • 3G (UMTS) legte den Schwerpunkt auf - aus heutiger Sicht langsame - Daten.
  • 4G (LTE) ist Breitband und noch lange nicht am Ende, "es wird noch lange bleiben", wie Antje Williams, bei der Telekom für das 5G-Projekt verantwortlich, dazu erklärte.
  • 5G richtet sich an die "zunehmend vernetzte Gesellschaft", für Autos, Roboter und viele unterschiedliche Anforderungen zur gleichen Zeit, darunter wird auch Sprache und mobiles Broadband sein.
teltarif.de war in Hamburg vor Ort und hat sich den 5G-Versuchsbetrieb angeschaut. Über die verschiedenen "Use-Cases" (Anwendungsfälle) berichten wir in einem ausführlichen Artikel.
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