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Beschlossen: Das werden Deutschlands 5G-Modellregionen

Mit Förder­geldern des Bundes sollen in sechs deut­schen Regionen die Poten­ziale von 5G anschau­lich und praxisnah entwi­ckelt, erprobt und demons­triert werden. Wir erläu­tern, wo das sein wird.
Von dpa /
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Der neue Mobil­funk­stan­dard 5G wird in bundes­weit sechs Modell­regionen beson­ders geför­dert.

Der Haus­halts­ausschuss des Bundes­tags gab dafür heute die notwen­digen Gelder in Höhe von insge­samt 44 Millionen Euro frei. Die Modell­regionen befinden sich in Hamburg, Aachen und Kaisers­lautern sowie in der Lausitz, rund um Braun­schweig und Wolfs­burg und in der nord­baye­rischen Region Amberg-Weiden.

Die Förder­gelder des Bundes sollen dem Beschluss zufolge dazu dienen, dass "die Poten­ziale von 5G anschau­lich und praxisnah entwi­ckelt, erprobt und demons­triert werden".

Kaisers­lautern: Infor­mati­onstechnik und Künst­liche Intel­ligenz

5G wird in mehreren deutschen Modellregionen vorgeführt5G wird in mehreren deutschen Modellregionen vorgeführt Nach der Entschei­dung im Haus­halts­ausschuss des Bundes­tages erklärte Klaus Weichel (SPD), der Ober­bürger­meister von Kaisers­lautern, mit 5G biete sich "die große Chance, bürger­nahe Digi­tall­ösungen nicht nur auszu­probieren, sondern auch umzu­setzen". Minis­terprä­sidentin Malu Dreyer (SPD) und Wirt­schafts­minister Volker Wissing (FDP) spra­chen von einem großen Erfolg für Rhein­land-Pfalz.

Damit fließe ein hoher Millionen-Betrag für den Ausbau des hoch­leis­tungs­fähigen mobilen Inter­nets in die Region, erklärte Dreyer. "Dass die Initia­tive von Hoch­schule und Stadt jetzt unmit­telbar in und um Kaisers­lautern umge­setzt werden kann, ist ein großer Erfolg für die Region und ein Gewinn für unser ganzes Land."

OB Weichel wies auf den lang­jährigen Forschungs­schwer­punkt von Kaisers­lautern in der Infor­mati­onstechnik und Künst­licher Intel­ligenz hin. "5G wird Forschung und daraus entstan­dene Anwen­dungen mitein­ander verknüpfen und Praxis­rele­vanz geben."

Kaisers­lautern habe mit seinem Konzept über­zeugen können und dafür den Zuschlag für den sofor­tigen Projekt­start erhalten, erklärte die Stadt.

Braun­schweig/Wolfs­burg: Nieder­sachsen als "5G-Land"

Nieder­sach­sens Wirt­schafts­minister Bernd Althus­mann (CDU) wertete die Förde­rung für die Region Braun­schweig und Wolfs­burg als Signal dafür, dass das Land auf dem rich­tigen Weg sei.

"Immer mehr kris­talli­siert sich heraus, dass Nieder­sachsen zu einem 5G-Land wird", sagte er.

Bisher wurde in Deutsch­land ausge­baut, wo es sich lohnt oder der Staat unter die Arme greift. Mit einer bundes­weiten Ausschrei­bung kämen auch einsame Gebiete zum Zug.

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