5G

Ericsson: Im Jahr 2020 bis zu 5 GBit/s über den LTE-Nachfolger 5G

Mit dem LTE-Nachfolger 5G sollen künftig Bandbreiten von bis zu 5 GBit/s möglich sein. Der Start ist für 2020 geplant. Nächste Etappenziele sollen laut Ericsson Voice-over-LTE und LTE Broadcast sein.
Aus Herzogenrath berichtet

Ericsson hat im Rahmen seiner Innovationstage in Herzogenrath einen Ausblick auf die Mobilfunk-Technik der kommenden Jahre gegeben. So soll bis 2020 der LTE-Nachfolger 5G etabliert werden, nachdem es in den 80er Jahren bereits 1G mit der reinen Autotelefonie gab, die Anfang der 90er Jahre durch das GSM-Netz (2G) abgelöst wurde. Anfang des 21. Jahrhunderts folgte UMTS (3G), während nun LTE (4G) etabliert wird.

Insgesamt gebe es weltweit derzeit rund 6,8 Milliarden Mobilfunkanschlüsse. 240 Millionen Verträge seien für die LTE-Nutzung ausgelegt. In fünf Jahren soll die Zahl der weltweit aktiven LTE-Anschlüsse auf 2,6 Milliarden steigen. Derzeit wird das 4G-Netz ausschließlich für die Datenkommunikation genutzt. Es ist aber erklärtes Ziel, schon bald auch Voice-over-LTE - die Telefonie im 4G-Netz - zu etablieren.

Mit LTE Broadcast Netzressourcen sinnvoller nutzen

Ericsson erklärt den Zeitplan für 5G Ericsson erklärt den Zeitplan für 5G
Foto: teltarif.de
Ein weiterer Schritt soll die Etablierung von LTE Braodcast sein, erläuterte Norbert Niebert, vom Ericsson Technology & Business Lab in Herzogenrath. Dadurch könnten die verfügbaren Netzressourcen ökonomischer genutzt werden - beispielsweise wenn mehrere Nutzer in einer Funkzelle parallel den gleichen Videostream ansehen oder den gleichen Software-Download durchführen.

Bislang wurden solche Datenpakete im Unicast-Verfahren zu jedem einzelnen Nutzer übertragen. LTE Broadcast ermöglicht die parallele Übertragung des gleichen Datenstroms zu mehreren Anwendern. Dabei lässt sich die Technik flexibel immer dort einsetzen, wo sie gerade benötigt wird.

Bis 2019 sollen die LTE-Netze eine 80-prozentige Bevölkerungsabdeckung erreichen. Allerdings müsste perspektivisch eine 100-prozentige Flächenabdeckung angestrebt werden. Schon heute werde Mobilfunk auch in abgelegenen Gegenden für Telefonate und den SMS-Versand genutzt. Die Anforderungen würden jedoch steigen. So erwarteten die Nutzer künftig beispielsweise auch im Wald, Videodienste nutzen zu können.

5G: Höhere Geschwindigkeiten und kürzere Ping-Zeiten

Dr. Michael Meyer von Ericsscon Research arbeitet am LTE-Nachfolger 5G, der bis 2020 eingeführt werden soll. Die neue Technik soll noch kürzere Ping-Zeiten und schnelle mobile Internet-Zugänge mit sich bringen. Allerdings würden dafür auch größere Frequenzbereiche als für LTE benötigt. Diese stünden in den aktuell für Mobilfunk verwendeten Spektren nicht zur Verfügung.

Auf Seite 2 erfahren Sie unter anderem, welche Frequenzbereiche für 5G genutzt werden sollen und worin dabei die Probleme liegen.

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