5G

Übersicht: 5G bei Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 Drillisch

5G ist in Deutsch­land bei zwei Netz­betrei­bern verfügbar, zwei weitere stehen noch in den Start­löchern. Wir fassen den aktu­ellen Stand zum neuen Netz­stan­dard zusammen.

Als einziger der drei bereits aktiven deut­schen Mobil­funk-Netz­betreiber hat Telefónica sein 5G-Netz noch nicht gestartet. Der Aufbau des Netzes startet in diesen Wochen. Dabei will der Münchner Tele­kommu­nika­tions­konzern zunächst in Berlin, Frank­furt am Main, Hamburg, Köln und München das schnelle Daten-Netz anbieten. Ähnlich wie die Telekom plant auch Telefónica, in den Ausbau­gebieten jeweils zusam­menhän­gende Regionen zu erschließen.

Bis Ende kommenden Jahres will Telefónica den Ausbau in den fünf Städten, in denen 5G zuerst ange­boten wird, weit­gehend abge­schlossen haben. Parallel startet der Aufbau des Netzes in weiteren Städten. Ziel ist es, bis Ende 2022 30 Städte mit insge­samt 16 Millionen Einwoh­nern zu versorgen. Anders als Voda­fone will Telefónica länd­liche Regionen zunächst noch nicht mit 5G abde­cken.

Erste o2-Tarife sind "5G-ready"

Der HTC 5G Hub generiert aus dem mobilen Internet-Zugang einen WLAN-Hotspot Der HTC 5G Hub generiert aus dem mobilen Internet-Zugang einen WLAN-Hotspot
Foto: teltarif.de
Mit dem im Februar einge­führten Tarif-Port­folio hat o2 erste Verträge einge­führt, die "5G-ready" sind, wie es die Telefónica-Marke selbst ausdrückt. Als Faust­regel gilt, dass alle o2-Lauf­zeit­tarife mit einer monat­lichen Grund­gebühr von mindes­tens 39,99 Euro für 5G frei­gegeben werden. Das sind der o2 Free Unli­mited Smart, der o2 Free Unli­mited Max, der o2 Free L und der o2 Free L Boost.

In der Praxis ist 5G mit den genannten Tarifen derzeit noch nicht nutzbar - auch nicht, wenn der Kunde sich viel­leicht an einem Standort aufhält, wo Telefónica den neuen Netz­stan­dard bereits aufge­baut hat. Sobald der Netz­betreiber 5G für die Allge­mein­heit frei­gibt, werden die Kunden eine kosten­lose 5G-Option buchen können, die die eigene SIM-Karte frei­schaltet. Das wird voraus­sicht­lich erst im zweiten Halb­jahr 2020 der Fall sein.

1&1 Dril­lisch testet noch

Mit 1&1 Dril­lisch will ein vierter Mobil­funk-Netz­betreiber den Markt aufmi­schen. Bislang arbeiten 1&1 sowie verschie­dene Dril­lisch-Marken als Reseller von Telefónica und Voda­fone. Bei der Frequenz­auktion im vergan­genen Jahr hat das Unter­nehmen eigenes Spek­trum erstei­gert, das aller­dings zum Teil erst 2026 genutzt werden kann. Dafür hat 1&1 Dril­lisch die Nutzungs­rechte bishe­riger Telefónica-Frequenzen erworben.

Erste Test-Basis­stationen sind an den Firmen-Stand­orten in Karls­ruhe und Monta­baur in Betrieb. Aller­dings ist bislang nicht einmal eine Entschei­dung darüber gefallen, mit welchen Hard­ware-Liefe­ranten 1&1 Dril­lisch für sein eigenes Netz zusam­menar­beiten wird. Die Tests dienen nach Angaben der Pres­sestelle unter anderem einer entspre­chenden Entschei­dungs­findung. Bis aus dem bishe­rigen Reseller oder virtu­ellen Netz­betreiber ein neuer "echter" Netz­betreiber wird, wird somit noch einige Zeit vergehen.

In einer weiteren Meldung haben wir bereits darge­legt, wie aus dem 5G-Hype Ernüch­terung wurde.

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