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MOPIC Snap3D: Brillen-freies 3D für Smartphones

2011 versuchten sich mit HTC und LG an 3D-fähigen Smartphones, scheiterten damit aber kläglich auf dem Markt. Nun will MOPIC das Thema wieder aufleben lassen und das mit einem einfachen Case für eine Vielzahl an Smartphone-Modellen.
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MOPIC Snap3D CaseMOPIC will ein 3D-Display zum Nachrüsten auf den Markt bringen Wie genau das MOPIC Snap3D Case funktioniert will das Unternehmen noch nicht bekannt geben. Vermutlich will man der Konkurrenz nicht zu viele Details verraten, um Produktkopien im Vorfeld möglichst effektiv zu verhindern. Basierend auf den bisherigen Informationen sowie einem YouTube-Video von Lewis Hilsenteger, besser bekannt als Unbox Therapy, dürfte das Lentikular-Prinzip zum Einsatz kommen. Die Technik kommt unter anderem bei einfachen Wackelbildern zum Einsatz.

Geplant ist das Case selbst nach aktuellen Informationen für die Smartphone-Modelle iPhone 6/6s/7, Galaxy A5, Galaxy S7 Edge und das Galaxy Note 5. Sogar für das erste Galaxy Tab S von Samsung ist ein Case mit 3D-Glas geplant. Die Kosten sollen sich laut Lewis Hilsenteger nicht großartig von denen eines einfachen Case unterscheiden. Man darf also mit Preisen zwischen 20 bis 40 Euro rechnen können. Wann genau der Verkauf des Zubehörs startet ist unbekannt.

Neuer Anlauf für 3D auf dem Smartphone?

Neu ist die Idee an sich nicht, da sich in der Vergangenheit wohl schon einige Unternehmen an einem nachrüstbaren 3D-Display versucht haben. Aber auch Smartphone-Hersteller wagten sich um 2011 herum an das Thema heran. Einigen werden sicherlich die Modelle HTC Evo 3D und das LG Optimus 3D sowie dessen Nachfolger Optimus 3D Max in Erinnerung sein. Selbst mit einem Tablet namens V900 Optimus Pad hatte es LG versucht, wobei sich dieses lediglich auf eine 3D-fähige Kamera beschränkte. Die Nachfrage nach den Geräten hielt sich stark in Grenzen, was nicht zuletzt an dem 3D-fähigen Displays und deren speziellen Eigenarten lag.

Technisch gesehen war im Evo 3D als auch Optimus 3D ein sogenanntes Parallax-Display verbaut. Dieses ist mit einer speziellen Schicht versehen, welche mit kleinen parallel verlaufenden Schlitzen ausgestattet ist. Die Software blendet nun für den Bruchteil einer Sekunde jeweils im Wechsel die Bilder für das linke als auch rechte Auge ein, was vom menschlichen Gehirn wiederum zu einem dreidimensionalen Bild zusammengesetzt wird. Dadurch entsteht der räumliche Eindruck des Bildschirminhaltes.

Die Parallax-Technologie erfordert allerdings eine exakte Positionierung des Kopfes, damit der 3D-Effekt auch wirklich wahrnehmbar wird. Genau dies wurde auch als Grund gesehen, warum sich die Android-Smartphones mit 3D-Display so schlecht verkauften. Das auch der Akku deutlich schneller leer war bei aktiver 3D-Nutzung kommt noch hinzu. Im Gesamtpaket war gerade das Evo 3D ein tolles Android-Smartphone für damalige Verhältnisse, aber an den 3D-Fähigkeiten lag es garantiert nicht.

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