Beschlossen

Festgelegt: Preise für 0180-Nummern bleiben unverändert

Bundesnetzagentur verzichtet auf erneute Befristung
Von Thorsten Neuhetzki
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Die Preise für Anrufe vom Festnetz zu 0180-Nummern werden sich vorerst nicht verändern. Die Bundesnetzagentur verzichtet auf eine befristete Verlängerung der festgelegten Minutenpreise. In der Vergangenheit hatte die Behörde die Minutenpreise immer wieder um ein Jahr verlängert. Nachdem der Gesetzgeber nun von der Bezeichnung "Geteilte-Kosten-Dienste" abweicht und die 0180-Gasse in "Service-Dienste" umwandelt, sieht der Regulierer offenbar keinen akuten Bedarf mehr, die Preise zu ändern.

"Die Bundesnetzagentur wird jedoch [...] die festzulegenden Preise [...] in regelmäßigen Abstanden [...] überprüfen, [und] bei gegebenem Anlass ein entsprechendes Verfahren einleiten", heißt es in der nun veröffentlichten Verfügung 19/2009 zu diesem Thema. "Auch die noch ausstehenden Arbeiten an einem Nummernplan machen es nach derzeitiger Einschätzung nicht erforderlich, erneut ein Verfahren [...] zu den derzeit für Anrufe zu den 0180-1 bis -5er Rufnummern erhobenen Entgelten durchzuführen."

Stellungnahmen zu 0180-Anrufen vom Mobilfunk gefordert

Der Bundesrat hat im Mai beschlossen, dass die Minutenpreise zu 0180-Nummern vom Mobilfunk aus künftig gedeckelt werden. Demnach dürften maximal 42 Cent pro Minute bzw. 60 Cent pro Anruf berechnet werden. Der Regulierer fragt nun, bei welchen Teilbereichen der 0180-Gasse künftig pro Minute und bei welchen pro Anruf abgerechnet werden soll. Stellungnahmen sind an das Referat 117 der Bundesnetzagentur in Bonn zu richten. In Kraft treten sollen die neuen Obergrenzen "ca. 6 Monate nach Verkünden des Gesetzes" - vermutlich also mit Beginn des Jahres 2010.

Welche Kosten aktuell berechnet werden, haben wir auf entsprechenden Übersichtsseiten für Sie zusammengefasst. Es gibt Unterschiede zwischen Vertrags-, Prepaid- und Discounter-Tarifen.

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