Vorwahl

015566: Drillisch hat eigene Mobilfunk-Vorwahl bekommen

Drillisch hat seit kurzem eine eigene Netzvorwahl: Die 015566 wird auch schon genutzt. Ein Sprecher des Unternehmens hat uns gesagt, was derzeit mit der Nummer gemacht wird und wir spekulieren, wofür sie künftig genutzt werden könnte.
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Drillisch mit eigener VorwahlDrillisch mit eigener Vorwahl Der Mobilfunkprovider Drillisch hat eine eigene Rufnummerngasse für Mobilfunkanschlüsse von der Bundesnetzagentur zugewiesen bekommen. Theoretisch könnte Drillisch damit ab sofort Rufnummern mit der Vorwahl 015566 vergeben. Wie die Bundesnetzagentur auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, ist der Drillisch Netz AG diese Nummer seit dem 1. März zugeteilt.

Ein Sprecher von Drillisch sagt auf Anfrage unserer Redaktion, dass die Nummer derzeit unter anderem zu Testzwecken genutzt werde. Es handele sich um ein langfristiges Projekt. Zu Details könne man derzeit keine Stellung nehmen.

Kleiner Schritt zum eigenen Netz

Was Drillisch mit der Nummerngasse plant ist damit offen. Es ist jedoch nicht undenkbar, dass mit der eigenen Rufnummerngasse der erste Schritt in Richtung eigenes Netz beschritten wird. Der Vertrag mit Telefónica, auf den sich die Angebote von Drillisch derzeit vor allem stützen, sieht vor, dass Drillisch schrittweise auch ein eigenes Vermittlungsnetz aufbauen kann und so zum echten MVNO wird. Es würden dann zwar noch die Sender von Telefónica genutzt, die Vermittlung von Daten und Gesprächen würde Drillisch in diesem Fall aber selbst übernehmen. Bevor diese Nummern im Endkundenmarkt genutzt werden können, müsste Drillisch allerdings auch noch Interconnection-Verträge mit einigen großen Anbietern schließen, damit gewährleistet ist, dass die Kunden unter ihrer 015566-Nummer auch erreichbar sind.

Um Rahmen der Übernahme der 1&1 Telecommunication SE durch Drillisch und der Eingliederung der Drillisch unter das Dach der United Internet wurde bereits spekuliert, dass der neu entstehende Festnetz- und Mobilfunkanbieter technisch in der Lage wäre, ein neues Mobilfunknetz aufzubauen. Das setzt allerdings voraus, dass das Unternehmen bei der Frequenzvergabe 2018 oder 2019 zum Zuge kommt. Der TK-Experte Prof. Torsten J. Gerpott hat diesen Schritt in einem Interview mit teltarif.de für sinnvoll erachtet.

teltarif.de-Podcast zur Drillisch-Fusion

In unserem Podcast "Strippenzieher und Tarifdschungel" besprechen wir in der aktuellen Folge die Übernahme von Drillisch durch United Internet. Hier können Sie direkt in die Folge reinhören oder als MP3 herunterladen:

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