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Chrome OS: Google-Chef macht sich Mut


Chrome OS soll künftig auf Millionen von Computern laufen  10.07.2009
11:55

Gestern wurde bekannt, dass vier der fünf größten PC-Hersteller Geräte mit dem neuen Google-Betriebssystem Chrome OS auf den Markt bringen wollen. Heute macht sich Google-Chef Eric Schmidt im Fernsehen Mut: Googles neues Betriebssystem Chrome OS werde künftig auf Millionen von Computern genutzt und habe das Zeug, Microsofts Windows Marktanteile abzunehmen. "Wir haben keine Zahlen, aber wir wissen, es werden Millionen (Computer) sein", sagte Schmidt in einem Interview mit Bloomberg TV. Er erwarte aber, dass Microsoft mit einer veränderten Strategie auf die neue Konkurrenz antworten werde.
     Der weltgrößte Suchmaschinen-Anbieter hatte Anfang der Woche das eigene Betriebssystem Chrome OS angekündigt, mit dem das Unternehmen direkt in das Kerngeschäft von Microsoft vordringt. Er selbst habe sich stets gegen die Entwicklung ausgesprochen, sagte Schmidt der Financial Times. Seit der Gründung des Unternehmens hätten aber die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin den Plan für ein Betriebssystem verfolgt. Trotz der Einwände von Schmidt hätten die Chefs Entwickler des Firefox-Browsers eingestellt. Die erste frühe Version des Browsers Chrome habe ihn schließlich überzeugt. "Sie war so gut, dass sie mich dazu gebracht haben, meine Meinung zu ändern."

Chrome OS ist eher ein "Anti-Betriebssystem"

Chrome OS sei allerdings mehr ein "Anti-Betriebssystem", das weniger einem herkömmlichen Betriebssystem als einem Browser ähnelt, betonte Google-Mitgründer Larry Page in Sun Valley. Die Computer und Netbooks müssten mit der Software nicht mehr lange hochfahren, sondern könnten nach dem Anschalten augenblicklich genutzt werden. Die Daten auf dem PC sollen über Chrome OS anders als üblich im Internet statt auf der Festplatte gespeichert werden. Ziel sei es, dass das Betriebssystem in gewisser Weise verschwinde. "Wenn Sie ein Telefon nutzen, denken Sie auch nicht an das Betriebssystem."
     Anders als Microsofts Windows-Betriebssystem, das einen Marktanteil weltweit von rund 90 Prozent hält, basiert Chrome OS auf dem freien Betriebssystem Linux. Der Quell-Code soll später im Verlauf des Jahres für die Entwicklergemeinde veröffentlicht werden. Chrome OS soll zunächst auf Mini-Laptops - sogenannten Netbooks - eingesetzt werden. Die Gerätehersteller Hewlett-Packard, Acer, Lenovo und Toshiba zählen bereits zu den Partnern, mit denen Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt werden. Auch die Chiphersteller Freescale und Qualcomm hat Google mit ins Boot geholt.

"Ein Betriebssystem ist ein ziemlich kompliziertes Ding"

Inwieweit Google mit seinen neuen Plänen Erfolg haben wird, bleibt abzuwarten. Googles Browser Chrome hatte es bislang nicht weit aus der Bedeutungslosigkeit geschafft. "Ein Betriebssystem ist ein ziemlich kompliziertes Ding", sagte Sameet Sinha, Analyst bei JMP Securities in San Francisco der Nachrichtenagentur Bloomberg. "Wir wissen das, denn es gibt nicht besonders viele Leute, die Betriebssysteme machen." Andere Branchenbeobachter sehen aber in der neuen Initiative durchaus das Potenzial, die Karten in dem von Microsoft und dem Chiphersteller Intel dominierten Computer-Markt neu zu mischen.
     Für Eric Schmidt könnte das neue Chrome-Betriebssystem allerdings weitere Folgen haben. Schmidt sitzt seit 2006 im Aufsichtsrat von Apple. Wiederholt hatte es deshalb kritische Stimmen gegeben, die einen Interessenskonflikt befürchten. Neben dem Browser-Markt konkurrieren Apple und Google inzwischen auch bei Handys, Apples iPhone tritt hier gegen Smartpones von HTC oder Samsung mit Googles Android-Betriebssystem an. Bislang sei das noch kein Problem gewesen, sagte Schmidt dem britischen "Guardian". Es werde aber Gespräche mit Apple geben.

Weitere Meldungen zu Google Chrome und Google Chrome OS

 
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RE: Chrome? Iron!!! sushiverweig. 27.01.10 23:33
RE: Chrome? Iron!!! telefonlaie 27.01.10 19:11
RE: Chrome? Iron!!! sushiverweig. 27.01.10 18:49
RE: Chrome? Iron!!! telefonlaie 27.01.10 09:34
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Quelle: teltarif.de: AGOF internet facts 2009-IV, Erwachsene ab 14 Jahre