Partnerschaft

ZTE und Telefónica: Gemeinsame Zukunft vereinbart

Der Mobilfunker Telefónica und der Hardware-Ausrüster ZTE arbeiten gemeinsam an der Entwicklung neuer ultraschneller Netzdienste, wie die Unternehmen heute bekanntgaben.
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ZTE und Telefónica geben erweiterte Zusammenarbeit bekanntZTE und Telefónica geben erweiterte Zusammenarbeit bekannt Der Telekommunikations-Konzern Telefónica rüstet sich für die Zukunft und stärkt dazu die Partnerschaft mit ZTE, das Unternehmen steuert dafür die Hardware-Technologie bei. Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung soll die Zusammenarbeit primär in Bereichen verstärkt werden, in denen die beiden Konzerne ohnehin schon eng zusammen­arbeiten. So kümmert sich der chinesische Anbieter bereits jetzt um die 2G-,3G- und LTE-Zugangsnetze, Festnetz-Zugangstechnologien und weitere neue Anwendungen und Hardware für den Mobilfunker.

Gemeinsame Investition in neue Übertragungstechnik

Abseits der bisher bekannten Betätigungs­felder haben sich die Konzerne dazu entschlossen, auch in weiteren Feldern zu kooperieren. So ist etwa vorgesehen, bei der Entwicklung ultraschneller Breitbanddienste zusammenzuarbeiten. Weiterhin möchten ZTE und Telefónica bei der Weiterentwicklung der GPON-Technologie (Gigabit passive optical network) zusammenwirken, um ultraschnelle Übertragungsgeschwindigkeiten im GBit-Bereich zu erreichen.

VoLTE-Dienste weiter vorantreiben

Zudem soll auch der Ausbau von VoLTE-Diensten von der erweiterten Kooperation profitieren. Mit Voice over Long Term Evolution (VoLTE) können Kunden mit einer verbesserten Sprachqualität IP-basiert telefonieren. Ende vergangenen Jahres setzte Telefónica zur VoLTE-Einführung noch auf Ericsson als Haupt-Ausrüster. Anders als zunächst von uns vermutet, ändert sich daran nichts, wie Ericsson Pressesprecher Lars Bayer bekräftigt: "Ericsson ist der Hauptausrüster bei Telefonica Deutschland für IMS und für VoLTE, das auf IMS basiert. Daran hat sich nichts geändert und wird sich auch nichts ändern."

Telefónica verspricht sich höhere Kundenzufriedenheit

Telefónica verspricht sich von der engeren Kooperation vor allem eine verbesserte Kundenzufriedenheit, die über dem branchenweiten Durchschnitt liegt. Zudem soll ZTE Telefónicas Vision unterstützen, ein smarter, digitaler Telekommunikations­anbieter zu werden, wie José María Álvarez-Pallete López, Manager des operativen Geschäfts bei Telefónica, betont.

Aus dem ZTE-Statement zur Zusammenarbeit mit Telefónica lässt sich entnehmen, dass das Unternehmen seinen Anteil am künftigen Erfolg des Mobilfunkers als sehr hoch einschätzt ("Telefónica zu unterstützen, seine strukturellen Vorteile umzusetzen und wichtige Durchbrüche zu erzielen").

Bereits 2013 hatten E-Plus beim LTE-Ausbau auf die Technik von ZTE gesetzt. Aufgrund der seit 2009 andauernden Partnerschaft ist die weitere Zusammenarbeit ein durchaus nachvollziehbarer Schachzug.

Beim ehemaligen o2-Netz hingegen hatte der ebenfalls in China beheimatete Hersteller Huawei den Netzbetrieb unter der Aufsicht von Telefonica o2 übernommen. Ob die Erweiterung der ZTE-Kooperation zu einem perspektivischen Ende der Zusammenarbeit mit Huawei führen wird, darüber darf spekuliert werden.

Ob Telefónica mit ZTE gemeinsam LTE-R (Long Term Evolution-Railroad) nach Europa bringen wird, muss sich allerdings noch zeigen. Bei LTE-R handelt es sich um eine ZTE-Technologie, mit der Multimedia-Funktionen im Bahnfunk möglich werden könnten.

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