Kurztest

Asus Zenwatch 2 ausprobiert: Schlank mit Stil und günstig

Smartwatches der ersten Generation waren zu schwer, zu unhandlich, hatten zu schwache Akkus und konnten zu wenig: Kann Asus bei der zweiten Generation einige Mängel ausbügeln? Wir haben auf der IFA kurz getestet.
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Nicht alle Watchfaces sind gut lesbar
Nicht alle Watchfaces sind gut lesbar
Dass Smartwatches schwer und klobig sind und der Akku nur für wenige Stunden hält, dieses Klischee konnte bereits die allererste Asus Zenwatch etwas durchbrechen. Obwohl sie deutlich stilvoller war als andere Computer-Uhren der ersten Generation, war sie doch für zarte Frauenarme immer noch etwas groß. Man durfte also gespannt sein, was die zweite Generation der Zenwatch besser machen würde.

Nach einem ersten Auftritt auf der Computex ist die Zenwatch 2 nun erstmals in Europa zu sehen - und zwar auf der IFA in Berlin. Wichtigste Neuerung ist: Es gibt zwei unterschiedlich große Modelle für Herren und Damen. Wir konnten die smarte Uhr mit dem Betriebssystem Android Wear auf der IFA einem ersten Kurztest unterziehen.

Mehr Flexibilität: Viele Varianten und mit iPhone kompatibel

Mit manchen Oberflächen sieht die Zenwatch 2 schick aus
Mit manchen Oberflächen sieht die Zenwatch 2 schick aus
Ein langweiliges Technikprodukt ist die wieder schick gestaltete Zenwatch 2 nicht - sie gibt es nämlich in drei Gehäuse-Farben und mit 18 verschiedenen Armbändern. Sogar der Schmuckhersteller Swarovski hat sich dazu entschlossen, ein Brillanten-Armband für die Zenwatch 2 zu entwerfen. Ein Preis wurde für diese Variante allerdings noch nicht kommuniziert.

Typenschild und Ladeanschluss auf der Unterseite
Typenschild und Ladeanschluss auf der Unterseite
Die einfachen Ausführungen der Zenwatch 2 können aber einen interessanten Preispunkt setzen: Mit 149 Euro UVP unterbietet die Uhr das Preisniveau anderer Smartwatches deutlich. Neu ist auch die Kommunikationsfähigkeit mit dem iPhone - dies konnten wir auf dem Asus-Event allerdings nicht ausprobieren. Ein Test wird hier offenbaren müssen, ob Asus das Versprechen einlösen kann.

Haptik, Bedienung und Watchfaces

Einziges Bedienelement ist das Rädchen rechts
Einziges Bedienelement ist das Rädchen rechts
Auf dem Ausstellungsstand befanden sich mehrere Modelle der Zenwatch 2 in verschiedenen Ausführungen. Der Damenuhr können wir bescheinigen, dass sie tatsächlich für eine Smartwatch sehr filigran ausgefallen ist. Trotzdem lässt sich das Display sehr gut ablesen. Dies ist auch Android Wear zu verdanken: Das mobile Smartwatch-System von Google setzt weniger auf Text und mehr auf Bildsprache - bei einer so kleinen Uhr ist das optimal.

Als System kommt Android Wear zum Einsatz
Als System kommt Android Wear zum Einsatz
Nicht alle ausgestellten Uhren waren auf eine europäische Sprache eingestellt, und so mussten wir uns zwischen diversen asiatischen Sprachversionen erst ein Modell mit Englisch als Gerätesprache herauspicken. Viel falsch machen kann man bei der Bedienung nach wie vor nicht: Auf dem Display sind die Wischfunktionen in der Regel eindeutig belegt und darüber hinaus gibt es nur einen Bedienknopf an der rechten Seite. Das Gorilla Glas 3 erscheint uns auf den ersten Blick stabil genug, wenn man nicht absichtlich mit einem spitzen Gegenstand auf die Uhr hackt.

Alarmfunktion der Zenwatch 2
Alarmfunktion der Zenwatch 2
Der Snapdragon-400-Prozessor sorgte in unserem Kurztest stets für einen einigermaßen flüssigen Betrieb. Bei über 50 vorbereiteten Watchfaces und der Möglichkeit, selbst gestaltete hochzuladen, sollte keine Langeweile aufkommen. Nicht alle sind allerdings gleich gut lesbar - wer im hektischen Alltag oft nur einen kurzen Blick auf die Uhrzeit werfen will, sollte sich ein gut lesbares aussuchen. FaceDesigner nennt sich die Smartphone-App, mit der neue Watchfaces kreiert werden können.

Einige Funktionen im Kurz-Check

Einstellungs-Menü und SOS-Funktion
Einstellungs-Menü und SOS-Funktion
Den Aktivitäts-Tracker konnten wir bei einer angeketteten Uhr natürlich nicht testen, die Anzeige dafür ist allerdings übersichtlich und gut zu verstehen.

Helligkeitseinstellung im Menü
Helligkeitseinstellung im Menü
Die Funktionen Business Helper, FoneHelper, Remote Camera und ZenWatch Message konnten wir kurz antesten, wobei ZenWatch Message auf dem Smartphone eintreffende Nachrichten anzeigt. Auch in die Einstellungen kamen wir ohne Mühe - überhaupt ist die ganze Bedienung sehr intuitiv und die Menüs sind nicht mit zig Funktionen überfrachtet. Im FoneHelper gibt es beispielsweise eine Funktion, mit der man das Smartphone in der Nähe suchen kann.

Die lustige Flashlight-Funktion
Die lustige Flashlight-Funktion
Eine lustige Funktion ist "Flashlight" - man denkt hier zuerst an eine Taschenlampe, doch die Uhr hat natürlich keine externe LED-Leuchte. Flashlight blendet einfach ein farbige Fläche über den ganzen Bildschirm ein und aus - voreingestellt ist die blaue Fläche. in einem dunklen Raum könnte man in der Nähe des Fensters damit das Blaulicht eines herannahenden Polizeiautos simulieren, aber die Farbe lässt sich auch verändern.

Funktionen im FoneHelper
Funktionen im FoneHelper
Asus Zenwatch 2
Außer einer SOS-Funktion gibt es eine Kontakteverwaltung, einen Kalender und auch die Google-Funktion zum Suchen des Smartphones bei weiterer Entfernung oder Diebstahl ist vorinstalliert. In einem ausführlichen Test wird es vor allem interessant sein zu erfahren, ob die Smartwatch problemlos mit dem Smartphone zusammenarbeitet und wie sie auf Spracheingaben reagiert. Auch die Funktion Remote Camera wird interessant zu testen sein - hier kann der Nutzer das Smartphone zum Fotografieren in einer schwierigen Position, beispielsweise über dem Kopf, halten und dann den Bildausschnitt aif der Zenwatch sehen und von dort auf den Auslöser drücken.
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